Neue Perspektiven in der Bahnstraße

Postbank zieht um und schafft Platz für Einzelhandel

Letzte Arbeiten: Der neue Zugang zur Postbank erfolgt vom Jahnplatz her. Die gesamte Filiale ist dann barrierefrei.
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Letzte Arbeiten: Der neue Zugang zur Postbank erfolgt vom Jahnplatz her. Die gesamte Filiale ist dann barrierefrei.

Die Postbank in Langen zieht um und bekommt einen neuen Eingang. Für den Einzelhandel soll mehr Platz sein.

Langen – Weitere Veränderung auf der Bahnstraße: Die Filiale der Postbank (für viele Langener gemeinhin einfach „die Post“) verlässt kommende Woche ihre Räume an der Einkaufsmeile und zieht in die „zweite Reihe“. Am Mittwoch, 8. Juli, eröffnet sie in der Flachsbachstraße 3; der Zugang erfolgt vom Friedrich-Ludwig-Jahn-Platz her.

Jahrzehntelang war die Post in dem charakteristischen Gebäude Bahnstraße 26 zu finden; der Flächenbedarf sank allerdings im Laufe der Zeit. Jüngst zog die Paketverteilung, die keinerlei Kundenkontakt hat und deshalb nicht zwingend in der Innenstadt angesiedelt sein muss, ins Wirtschaftszentrum Neurott. Im Zuge des Projekts „B26 – die alte Post “, das der Projektentwickler Salco (dem das gesamte Areal gehört) dort umsetzt, entschied sich nun auch die Postbank zu einer Veränderung.

Das Gebäude an der Flachsbachstraße, in dem Salco früher selbst seinen Firmensitz hatte (mittlerweile erfolgte der Umzug in die oberen Stockwerke des erheblich größeren Postgebäudes), erhielt einen Anbau und wurde auch sonst aufgehübscht. Rund ein halbes Jahr dauerten die Arbeiten, darin enthalten die drei Monate, in der die Postbank in Eigenregie den Innenausbau vornahm.

Die rund 370 Quadratmeter große Filiale ist barrierefrei, sodass Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit Rollator die Angebote in der Postbank ohne Schwierigkeiten in Anspruch nehmen können. Die Filiale an der Bahnstraße 26 hat am Montag, 6. Juli, letztmals bis 12 Uhr geöffnet.

Für das nun leer stehende Erdgeschoss an der Bahnstraße gibt es auch bereits konkrete Pläne: Dort schafft Salco eine 900 Quadratmeter große Einheit für Einzelhandel (etwa 720 Quadratmeter Verkaufsfläche). Auch sie soll nach den Worten von Salco- Geschäftsführer Adrian Khalifé komplett barrierefrei sein. Das heißt: Die kleine Treppe samt Rampe vor dem Eingang verschwindet, stattdessen erhält das Gebäude einen attraktiven Vorbau. Der Nutzer steht bereits fest, mag aber erst an die Öffentlichkeit treten, wenn die Baugenehmigung erteilt ist.

Die weitere Entwicklung des Areals sieht zudem die Erhöhung des Postgebäudes um ein Stockwerk vor. Und auf dem bisherigen Parkplatz ist ein Punkthaus geplant, das mit dem Altbau verbunden wird. Dort sind Praxen, Mietwohnungen sowie 250 Quadratmeter Gewerbefläche im Erdgeschoss vorgesehen.

Nachdem die Entwicklung des Postareals läuft und die Bauarbeiten am „Salco Stadtquartier“ (Wohnhäuser plus Supermarkt) gut vorankommen, soll es zudem schon bald mit BaLu losgehen: In der Bahnstraße 3-7 entsteht ein Wohn- und Geschäftshaus. Alle drei Maßnahmen zusammen bilden das Projekt „Salco-Mitte“ – „so nennen wir unsere Initiative zur Aufwertung und Belebung der Innenstadt“, sagt Khalifé. VON MARKUS SCHAIBLE

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