Mit neuem Haus gut aufgestellt

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Hell und freundlich sind die Aufenthaltsbereiche im Neubau des DRK-Seniorenzentrums – da sitzen die Senioren gerne beisammen und unterhalten sich. Wenn die Außenanlagen fertig sind, können sie es sich auch auf der Terrasse gemütlich machen.

Langen ‐ Nahe des Eingangs sitzt eine Gruppe betagter Damen in bequemen Sesseln beim Schwätzchen zusammen, weiter hinten im Cafeteria-Bereich wird ein Geburtstag gefeiert. Von Markus Schaible

Im Neubau des DRK-Seniorenheims herrscht entspannte Stimmung. Der Betrieb hat sich eingespielt, gut eineinhalb Monate nach dem Umzug läuft alles nach Plan, wie Einrichtungsleiter Ilija Ohm sagt. „Eine anstrengende Zeit liegt hinter uns“, blickt er zurück, meint damit aber hauptsächlich das Personal. Denn für die Bewohner war der Umzug binnen zweieinhalb Stunden erledigt – und eingewöhnt haben sich mittlerweile alle schon längst.

Hell, freundlich, weitläufig, so präsentiert sich der Neubau. Noch fehlt etwas Farbe. „Wir warten, bis die Beschilderung komplett angebracht ist“, sagt Ohm – dies soll in Kürze erledigt sein. Danach werde durch Bilder und Malerarbeiten noch für mehr Flair gesorgt.

163 Plätze hat das Heim nun (149 hatte der Altbau). Noch sind nicht alle besetzt, doch mittlerweile ist das Personal so weit aufgestockt, dass mit voller Kapazität gefahren werden kann. Zehn neue Mitarbeiter wurden eingestellt; insgesamt zählt die Belegschaft nun mehr als 110 Köpfe. „Wir haben den Sozialdienst weiter verstärkt“, berichtet Ohm, „und wir wollen mit insgesamt drei Pflegedienstleitern zeigen, dass uns das Thema Pflege ganz besonders wichtig ist.“ Ihr Büro haben sie nahe des Empfangs: „Da steht immer ein Ansprechpartner bereit.“

Jeder Flügel bildet eine Betreuungseinheit

Geschult werden alle Mitarbeiter in Kürze auch auf dem Gebiet der Kommunikation. Es sei wichtig, dass Bewohner und Angehörige jederzeit ein offenes Ohr finden, so der Heimleiter: „Wir sind letztendlich auch ein Hotel.“

Das Haus wurde so gebaut, dass die drei Stockwerke in verschiedene Flügel aufgeteilt sind; jeweils mit bis zu 14 Betten. Jeder Flügel bildet eine Betreuungseinheit. Wo es geht, sollen Wohngruppen gebildet werden, die dann auch mal zusammen kochen oder Ähnliches. Allerdings ist dies in einem Heim, dessen Bewohner fast alle 85 und älter sind, nur sehr selten umzusetzen, erläutert Ohm: Das beginne bei Hygienevorschriften und ende damit, dass dann auch alle in der Gruppe noch mobil sein müssen. Aktuell gibt es eine Wohngruppe mit zwölf Bewohnern.

Geplant ist, eine spezielle Demenzgruppe mit 13 Plätzen einzurichten. „Das muss aber finanziell noch mit den Kassen verhandelt werden“, sagt Ohm. Er hofft, im Frühjahr starten zu können. Die räumlichen Voraussetzungen sind schon gegeben, bei der Gestaltung der Außenanlagen soll ein spezieller Gartenbereich für die Demenzkranken eingezäunt werden.

DRK gut aufgestellt

Direkt am Neubau sind die Bäume bereits gepflanzt und die Rasenflächen angelegt. Derzeit wird der Altbau abgerissen, dort soll ebenfalls ein Park entstehen. „Schön ist auch, dass ein Weg rund um das ganze Haus führt, mit vielen Bänken, auf denen sich unsere Bewohner dann ausruhen können.“ Und jeder Wohnbereich verfügt über eine große Terrasse, meist neben einer Küche, damit auch alle, die nicht mehr so mobil sind, etwas vom Leben draußen mitbekommen.

Mit dem neuen Haus sei das DRK gut aufgestellt, betont Ohm. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen sehe das ebenso: Bei einer Überprüfung im Dezember habe er die Note 1,2 vergeben, berichtet der Heimleiter stolz. Die erhebliche Verbesserung der Räumlichkeiten macht sich allerdings auch im Preis bemerkbar: Etwa 300 Euro mehr pro Monat als früher kostet ein Platz nun. „Bislang waren wir aber aufgrund der Baulichkeiten das bei Weitem billigste Heim im Kreis“, so Ohm. „Jetzt haben wir einen marktüblichen Satz und auch dieser liegt noch am unteren Level.“

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