„Langener Stern“

Trotz Pandemie: Grünes Licht für 400-Zimmer-Hotel – Hoffnung auf große Nachfrage nach Corona

Aus dem überalterten Bürogebäude „Langener Stern“ bei Offenbach will die Pantera AG ein Hotel bauen.
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Aus dem überalterten Bürogebäude „Langener Stern“ bei Offenbach will die Pantera AG ein Hotel bauen.

Der Hotelbau für den „Langener Stern“ in Langen bei Offenbach ist von der Stadt abgesegnet. Schon bald könnte der Umbau beginnen.

Langen - Die Hotellerie ist eine der Branchen, die stark von der Corona-Krise betroffen sind. Dennoch konkretisieren sich die Pläne für ein Hotel am Standort des „Langener Sterns“ im Wirtschaftszentrum Neurott: Der Magistrat befürwortete kürzlich die Bauanträge der Pantera Mikro Langen GmbH, die das seit Längerem leer stehende Bürogebäude in ein Hotel mit 402 Zimmern umbauen will.

Hotel am „Langener Stern“: Nachfrage nach Hotelzimmern groß

Die Bauanträge muss natürlich wie üblich der Kreis genehmigen. Aber der Langener Bürgermeister Jan Werner und der städtische Fachbereichsleiter Joachim Kolbe, die sich per Videokonferenz über die Pläne der Pantera AG mit deren Vorstandsvorsitzendem Michael Ries und dessen Vorstandskollegen Uwe Auerbach abgestimmt haben, präsentieren Einigkeit und zeigen sich optimistisch.

Auch wenn Langen nicht der klassische Urlaubsort ist, sei die Nachfrage nach Hotelzimmern bis zum Beginn der Corona-Pandemie groß gewesen. „Und sie wird sicherlich nach dem Ende der Krise schnell wieder da sein“, meint Bürgermeister Werner. Dies bestätigten auch Vertreter von Unternehmen, die gerade in die Sterzbachstadt gezogen sind oder kurz davorstehen, in Gesprächen. „Sie sind genauso wie die im Neurott ansässigen Institutionen und Bundesbehörden immer auf der Suche nach modernen Hotelzimmern beispielsweise für Außendienstler, Kunden oder Mitarbeiter aus anderen Unternehmensbereichen, die zu Schulungen oder Fortbildungen kommen“, sagt Werner. Auch das geplante zweite Fachärztezentrum und die Asklepios Klinik werden in den kommenden Jahren zusätzliche Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten erzeugen. Insofern stehe die Stadt den Plänen des Immobilienentwicklers Pantera AG aus Köln überaus aufgeschlossen gegenüber.

Hotelbau in Langen bei Offenbach: Über 400 neue Zimmer und Apartments

Unter dem Namen Mainbase Langen plant Pantera, den „Langener Stern“ in der Pittlerstraße 48-50 in ein Hotel mit 402 Zimmern und Apartments sowie einer „Open Lobby“ mit Gastronomie-Bereich umzuwandeln. Die Arbeiten sollen zügig nach Erteilung der Baugenehmigung beginnen. Für den Umbau kalkuliert Pantera 18 bis 24 Monate ein, sodass mit einer Eröffnung vermutlich 2024 zu rechnen ist. „Das Projekt ist die lange ersehnte Wiederbelebung einer leer stehenden Gewerbeimmobilie in hervorragender Lage im Wirtschaftszentrum, direkt an der Abfahrt von der Nordumgehung“, freut sich Bürgermeister Werner.

Bürohaus in Langen bei Offenbach ist ebenfalls geplant

Ein Teil der großen, zum Kreisel von Pittler-, Ampère- und Raiffeisenstraße hin gelegenen Freifläche steht für den Neubau eines siebenstöckigen Bürogebäudes mit rund 4 800 Quadratmetern Nutzungsfläche zur Verfügung, in dem bis zu 700 Menschen arbeiten könnten. Der geplante Neubau wird von Pantera komplett projektiert und steht zum Globalverkauf (an einen einzigen Investor) zur Verfügung. Auch diesem Bauantrag steht der Magistrat positiv gegenüber. Die für das Hotel erforderlichen 206 Stellplätze werden in der unter dem „Langener Stern“ vorhandenen Tiefgarage bereitgestellt. Von ihr aus soll die Anbindung einer weiteren, neu zu bauenden Tiefgarage erfolgen, in der 120 Stellplätze für das Bürogebäude geschaffen werden.

In den oberen Stockwerken des „Langener Sterns“ ist das Licht bereits vor einigen Jahren nach dem Auszug des letzten Mieters ausgegangen. Seit vor einigen Monaten auch noch die Autovermietung das Erdgeschoss verließ, liegt das Areal komplett brach. Ein schwieriges, sich über Jahrzehnte hinziehendes Insolvenzverfahren hatte die Entwicklung des Areals lange Zeit behindert – doch die städtische Wirtschaftsförderung sei „immer am Ball geblieben“, um dort etwas voranzubringen. „Ohne einen kompletten Umbau ist die Immobilie nicht mehr nutzbar“, sagt Wirtschaftsförderer Joachim Kolbe. „Die Räume entsprechen in keinster Weise den heutigen Anforderungen an moderne Büros. Ein Abriss wäre extrem kostspielig. Insofern haben die Pläne von Pantera zwei Vorteile: In das Gebäude kehrt wieder Leben ein und wir erhalten ein modernes Hotel, in dem auch größere Zimmer angeboten werden.“ (jrd)

In der Langener Bahnstraße ist die Baufirma Salco an gleich drei Bauprojekten beteiligt.

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