IHK Offenbach spricht sich dafür aus

RTW-Verlängerung nach Langen: „Die Region profitiert“

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Die Bahnlinie führt mitten durch Langen – Bewohner und Arbeitnehmer können die beiden Haltestellen schnell erreichen. Das bedeutet ein großes Fahrgastpotenzial, meint die IHK.

Langen - In der Diskussion um eine Süd-Verlängerung der Regionaltangente West (RTW) steht die Industrie- und Handelskammer fest an der Seite Langens.

Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller ruft die Kritiker dazu auf, die wirtschaftlichen Chancen für den Kreis gemeinsam zu nutzen.
„Die RTW ist aktuell das wichtigste Schienenverkehrsprojekt für die Region Offenbach. Diese Chance für den Standort muss vom Kreis Offenbach und den Kommunen gemeinsam genutzt werden. Damit das Projekt realisiert werden kann, müssen planerische und wirtschaftliche Fragestellungen schnellstmöglich geklärt werden“, fordert IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller angesichts der aktuellen Diskussion über eine Verlängerung der Trasse bis nach Langen.

Die Mobilität von Gütern und Personen sei eine der zentralen Herausforderungen für die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Durch wirtschaftliches Wachstum und den Zuzug vieler Menschen stoße die Infrastruktur bereits heute an die Grenzen der Leistungsfähigkeit. Wachsendes Mobilitätsbedürfnis bei stagnierender Infrastruktur könne zu einem Wachstumshindernis – auch für die Region Offenbach – werden. Deshalb setze sich die IHK Offenbach dafür ein, alle Verkehrsträger zu stärken und untereinander besser zu vernetzen.

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„Die RTW bietet die Chance zur direkten Anbindung zahlreicher Unternehmens- und Wohnstandorte unserer Region an den Flughafen, an Frankfurt-Höchst und Eschborn. Die Anbindung Langens und die Weiterführung bis Neu-Isenburg Birkengewann sehen wir positiv. In Neu-Isenburg können viele Berufspendler künftig von der schnellen und direkten Verbindung profitieren, wenn die RTW bis in das neue Wohngebiet Birkengewann und das Gewerbegebiet Ost weitergeführt wird“, so Schoder-Steinmüller. Dazu müssten schnellstmöglich die planerischen und verkehrstechnischen Fragen geklärt werden. Die kommunalen Planungen für „P+R“-Parkplätzen an den Bahnhöfen in Neu-Isenburg, Dreieich und Langen seien dabei einzubeziehen.

Mit 14.529 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sei Langen einer der größten Arbeitsstandorte im Kreis Offenbach. Nur ein geringer Anteil der Langener (3 259) arbeite auch in der eigenen Kommune. Schoder-Steinmüller: „Die hohe Anzahl der Berufspendler zeigt das Fahrgastpotenzial für die RTW auf. Langen sollte die Chance bekommen, die Wirtschaftlichkeit der Anbindung über die aktuell laufende Nutzen-Kosten-Untersuchung nachzuweisen. Im Anschluss müssen die Planungsunterlagen angepasst werden.“ Das hatte die IHK Offenbach auch gemeinsam mit der IHK Frankfurt in einer Stellungnahme an die RTW-Planungsgesellschaft gefordert.

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Der Bau einer Abzweigung zur Dreieichbahn in Neu-Isenburg lasse die Möglichkeit einer späteren Verbindung über die Dreieichbahn zum Flughafen offen und könne in die jetzige Planung problemlos integriert werden. Gleichzeitig solle eine langfristige Perspektive für die Dreieichbahn geschaffen werden. „So wird keine der Kommunen abgehängt, vielmehr profitiert die gesamte Region Offenbach“, ist Schoder-Steinmüller überzeugt. (ble)

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