„Ohne die Tafel wäre bei mir am 10. Feierabend“

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Berge von Obst und Gemüse, dazu Brot, Milch- und Fleischprodukte kommen zweimal die Woche bei der Langener Tafel zur Verteilung.

Langen ‐ Die Langener Tafel sucht Helfer – vor allem Männer. Ohne Verstärkung droht die Reduzierung von zwei auf einen wöchentlichen Ausgabetag. Von Cora Werwitzke

„Ohne die Tafel wäre bei mir am 10. des Monats Feierabend“, sagt Simone M. (Name von der Redaktion geändert). Seit etwa fünf Jahren sucht sie regelmäßig die Langener Tafel auft. Die alleinstehende Hartz-IV-Empfängerin ist eine von zirka 140 Personen, die sich dienstags und freitags im Pfarrsaal Albertus Magnus mit Nahrung und Kleidung eindecken.

Wer helfen möchte, erreicht Friedelgaard Pietsch unter Tel. 97 75 51. Infos gibt‘s auch auf der Internetseite der Tafel.

Gegen 11 Uhr herrscht im Saal Hochbetrieb: Ehrenamtliche Helfer geben Brot, frisches Obst und Gemüse, abgepackte Milch- und Fleischprodukte aus. Parallel gibt es für die Besucher Getränke, eine warme Mahlzeit und Gelegenheit, sich zu einem Plausch am Tisch zusammenzufinden. Der Organisationsaufwand hinter der mittlerweile seit 2003 etablierten sozialen Einrichtung ist jedoch immens: „Was man nicht auf den ersten Blick sieht, ist, dass alle Produkte erst mal hierher geschafft werden müssen“, erklärt Tafel-Vorsitzende Friedelgaard Pietsch.

Acht Tonnen gespendete Lebensmittel holen freiwillige Helfer von kooperierenden Märkten und Einzelhändlern pro Woche ab. „Das ist richtige körperliche Arbeit“, betont Pietsch. Deshalb sucht sie händeringend nach Männern, die vor allem bei dieser Aufgabe mit anpacken.

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