Zimmer für Azubis

Pittler Berufsausbildung GmbH: Lernen und übernachten

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Der Erweiterungsbau der Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH an der Siemensstraße wächst rasch in die Höhe. Im dritten Stockwerk will der Ausbildungsbetrieb künftig Zimmer für die Azubis zur Verfügung stellen.

Langen - Im Ausbildungsbetrieb übernachten, das planen die Verantwortlichen der Pittler Berufsausbildung GmbH. Im Neubau soll ein entsprechendes Zimmerkontingent geschaffen werden.

Der viergeschossige Erweiterungsneubau der Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH (PBA) biegt bereits mit hohem Tempo auf die Zielgerade ein. Jetzt soll das Vorhaben um eine zusätzliche Komponente bereichert werden. Es geht darum, dass auswärtige Auszubildende während ihres jeweiligen Lehrgangszeitraums an Ort und Stelle übernachten können. Das dritte Obergeschoss soll dafür entsprechend hergerichtet werden: mit 17 Einzelzimmern einschließlich sanitärer Ausstattung und einem Gemeinschaftsraum. Zur Verfügung stehen für die Sparte „Beherbergung“ rund 450 Quadratmeter.

PBA-Geschäftsführer Thomas Keil will mit dem Angebot ein Manko beseitigen. Denn es fehlen Übernachtungsmöglichkeiten für auswärtige Auszubildende, die von Partnerbetrieben aus ganz Deutschland für zwei, drei Monate nach Langen geschickt werden, um bei der PBA ihr Handwerk zu lernen. Das gilt vor allem für angehende Mechatroniker, Anlagenmechaniker und Kundendienstmonteure. „Wir müssen dann sehen, dass wir Zimmer anmieten, damit die jungen Leute ein Dach über dem Kopf haben.“ Für Keil ist das bei voraussichtlich 1 500 Übernachtungen in diesem Jahr keine wirtschaftliche Lösung. „Stattdessen wird es sich auf Dauer auszahlen, wenn wir selber beherbergen können. Das macht uns auf dem Ausbildungsmarkt zudem noch attraktiver.“

Der Magistrat hat die Pläne bereits befürwortet. Mit ihnen sind Ausgaben in Höhe von 475.000 Euro verbunden. Sie kommen zu den 4,3 Millionen Euro hinzu, die die PBA bisher für den Neubau veranschlagt hat. Die Vorlage steht auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 6. September. Zuvor befasst sich der Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag, 23. August, mit dem Papier.

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Die PBA ist ein von der Stadt Langen und der Fraport-Flughafenstiftung Pro Region betriebener Ausbildungsbetrieb für überwiegend technische Berufe, der immer bedeutender wird. Durch die Erweiterung kann die Kapazität von 350 auf 500 Plätze steigen. Vor zehn Jahren hatte die PBA an der Ampèrestraße ihr 3600 Quadratmeter großes Domizil bezogen. Seitdem gab es laufend Ausbauten und Veränderungen. Zu Jahresbeginn holte das Unternehmen mit dem Neubau an der Siemensstraße zum großen Wurf aus.

Bis Anfang 2019 entstehen an der Südseite der bestehenden Anlagen moderne Werkshallen und Räume für die Verwaltung und Schulung. Die Investitionen, auch für das Beherbergungsangebot, werden von PBA aus eigener Kraft gestemmt. Weil die Stadt über ihre Beteiligungsmanagement GmbH Mehrheitsgesellschafterin ist, müssen Entscheidungen wie das jetzt geplante Zimmer-Kontingent von ihren Gremien getroffen werden. (ble)

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