Ausbau im Plan

Pittler-Berufsausbildung: Richtkranz schwebt über dem Rohbau

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Schon wieder Grund zum Feiern bei der Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH (PBA) an der Ampèrestraße: Der Richtkranz für den Hallenrohbau schwebt ein – fast auf den Tag genau vier Monate nach der Grundsteinlegung und damit voll im Zeitplan.

Langen - Gerade mal vier Monate liegen zwischen den Symbolakten: Nach der Grundsteinlegung Ende Februar schwebt nun der Richtkranz über dem Erweiterungsbau der Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH (PBA) an der Ampèrestraße. Von Holger Borchard 

4,3 Millionen Euro lässt sich das Unternehmen den Ausbau kosten, der die Ausbildung von 500 jungen Leuten (Stand heute: 350) ermöglichen wird. Der Kran lässt den Richtkranz über der neuen Werkshalle und den Köpfen der Festgesellschaft einschweben. Auf dem Dach wartet Alexander Horn, Geschäftsführer der Langener LIG Bau. Es ist an ihm, dem Neubau mit dem obligatorischen Richtspruch und den Scherben seines Sektglases Glück zu wünschen; die Gästeschar am Boden applaudiert.

Ende November sollen die große Halle für die Ausbildungsberufe Mechatroniker für Kältetechnik und Anlagenmechaniker, Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, eine kleinere Halle für die Ausbildung zum Mechatroniker sowie ein modernes Verwaltungs- und Schulungsgebäude bezugsfertig sein. Dafür blättert die PBA, die mehrheitlich der Stadt Langen gehört, rund 4,3 Millionen Euro aus eigener Tasche hin. Unterm Strich wird das Ausbildungsunternehmen um 3 000 Quadratmeter wachsen und seine Hallenkapazität damit beinahe verdoppeln. Die Zahl der Ausbildungsplätze lässt sich somit von aktuell 350 auf dann bis zu 500 Plätze erweitern.

Dass der eingeschlagene Weg der richtige ist, belegen die Zahlen fürs neue Ausbildungsjahr, das im September startet. 155 von den Partnerunternehmen der PBA gebuchte Ausbildungsplätze (zehn mehr als im Vorjahr) ergeben eine Rekordmarke. Wo viele Betriebe die Reißleine ziehen und aus Kostengründen nicht mehr selbst ausbilden, stößt die PBA in die „Marktlücke“.

„Es zeigt sich allerdings, dass es zunehmend schwerer wird, qualifizierte Bewerber zu finden“, stellt Bürgermeister Frieder Gebhardt in seiner Grußrede fest. Sein Wink: „Die Gesellschaft muss sich Gedanken machen, gewerbliche Berufe für junge Menschen wieder attraktiver zu machen, denn Fachkräfte werden dringend gebraucht.“

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Für den bedeutendsten Partner der PBA, den Flughafenbetreiber Fraport AG, und seine Stiftung ProRegion gratuliert deren Beiratsvorsitzender Michael Müller zum Rohbau. „Als wir vor zehn Jahren den Weg der PBA mitgegangen sind, hatten wir Hoffnungen – diese wurden bei Weitem übertroffen.“

Der gastgebende Geschäftsführer der PBA, Thomas Keil, dankt zunächst den Partnern, allen voran Stadt Langen und Fraport-Stiftung, für deren Engagement und Weichenstellung. Keil schließt mit optimistischem Ausblick: „Ich bin überzeugt, dass die Neubauten der Ausbildung hier am Standort ganz neue Dimensionen und Möglichkeiten eröffnen.“

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