Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH:

Platz für die Wachstums-Story

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Symbolakt an der Ampèrestraße – im Sonnenschein, bei klirrender Kälte: Bürgermeister Frieder Gebhardt (links), Michael Müller (Fraport-Stiftung ProRegion) und PBA-Geschäftsführer Thomas Keil (rechts) vollziehen vor stattlicher Kulisse die Grundsteinlegungszeremonie.

Langen - Die Nachfrage an qualifizierten Ausbildungsplätzen ist groß, nicht nur in der Region, sondern bundesweit. Ein höchst bedauerlicher Grund: Viele Unternehmen können sich die zur Ausbildung nötige Ausstattung gar nicht mehr leisten. Von Holger Borchard 

In diese „Marktlücke“ stößt die Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH (PBA) – und dies so erfolgreich, dass zum wiederholten Male ein Erweiterungsbau fällig ist.
Auf einer Bodenplatte des Baufelds an der Ampèrestraße drängen sich am Freitagvormittag die Schaulustigen. Gäste, Ehrengäste und nicht zuletzt zahlreiche Auszubildende der PBA sind zur Grundsteinlegung für den Neubau gekommen. Das Unternehmen, das mehrheitlich der Stadt Langen gehört, baut zwei neue Werkshallen sowie ein Verwaltungs- und Schulungsgebäude und lässt sich das rund 4,3 Millionen Euro aus eigener Tasche kosten.

Das zugehörige Baukonzept stammt von den Kommunalen Betrieben Langen. Die Baumaschinen sind schon seit Anfang des Jahres im Einsatz. Die Langener Firma LIG Bau GmbH soll die Pläne bis November Realität werden lassen. Unter anderem entstehen eine große Halle für die Ausbildungsberufe Mechatroniker für Kältetechnik und Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik und eine kleinere Halle für die Ausbildung zum Mechatroniker. Insgesamt wächst die PBA um eine 3 000 Quadratmeter große Fläche und verdoppelt sich damit nahezu. Die Ausbildungskapazität lässt sich nach Vollendung der Bauarbeiten von aktuell 350 auf dann bis zu 500 Plätze erweitern.

„Wir legen heute den Grundstein für eine Erweiterung, mit der die PBA die große Nachfrage nach qualifizierter Ausbildung in gewerblich-technischen Berufen noch umfangreicher als bisher bedienen kann“, stellt Bürgermeister Frieder Gebhardt fest. Der Rathaus-Chef skizziert die mittlerweile 21-jährige Erfolgsgeschichte, seit die Stadt anno 1997 den ehemaligen Pittler-Ausbildungsbetrieb für eine symbolische D-Mark übernommen hat. „Niemand hat seinerzeit an eine solchermaßen erfolgreiche Entwicklung gedacht. Die heutige Grundsteinlegung ist die Konsequenz einer unglaublichen Geschichte und zugleich Symbol erfolgreicher Weiterentwicklung.“

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Zehn Jahre sind vergangen, seit die PBA an der Ampèrestraße ihren 3 600 Quadratmeter großen Neubau bezogen hat. Seitdem hat es laufend Ausbauten und Veränderungen gegeben, längst gilt bei den Kapazitäten schon wieder „Oberkante Unterlippe“. Ein letztes Zahlenspiel: Bei Bezug des Baus an der Ampèrestraße wurden 120 junge Leute aus 20 Partnerbetrieben ausgebildet, heute betreut die PBA 350 Azubis und Erwachsene von 100 Partnern aus ganz Deutschland. Die in der Zwischenzeit hinzugekommene Niederlassung in Darmstadt mit 1 500 Quadratmetern erfreut sich ebenfalls sehr guten Zuspruchs.

Für den bedeutendsten Partner der PBA, den Flughafenbetreiber Fraport AG, und seine Stiftung ProRegion wünscht deren Beiratsvorsitzender Michael Müller dem Neubau alles Gute und packt beim Symbolakt mit an. Der Gastgeber und „Hausherr“, PBA-Geschäftsführer Thomas Keil, nutzt die Gelegenheit, um vor großer Kulisse allen engagierten Mitarbeitern im Ausbildungsbetrieb zu danken. Sodann spendiert er den hoffentlich Glück bringenden Reim zum Tage: „Die Planungszeit ist nun Vergangenheit, wir bauen für die Zukunft. Wir setzen heute mit Bedacht den Grundstein nur für uns gemacht. Er sei für jetzt und alle Zeit mit Glück und Kraft für die Pittler ProRegion bereit.“

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