Mut zum Einmischen beweisen

Platzvergabe für neues Jugendforum startet

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Langen – Das Projekt Langener Jugendforum ist auf der Zielgeraden: Im April soll sich das 45 Sitze starke Gremium konstituieren. Nun müssen noch die Plätze für die politische Jugendvertretung besetzt werden. Dabei wendet die Stadt drei verschiedene Verfahren an. Von Julia Radgen

Grundsätzlich können sich alle Langener Kinder und Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren im Jugendforum engagieren. Unter dem Motto „Es ist deine Stadt, misch dich ein!“ sind die jungen Bewohner der Sterzbachstadt aufgerufen, sich in das Gremium einzubringen. „Das Jugendforum soll in Zukunft die Belange der Kinder und Jugendlichen in der Stadt vertreten“, verdeutlicht Martina Waidelich, Leiterin des städtischen Fachdienstes Migration, Jugend, Spielplätze.

Langen hat im September die Einführung eines Jugendforums beschlossen. Die Vorarbeit zum Projekt reicht aber noch länger zurück. Bei einer Zukunftskonferenz im Herbst 2017 sammelten rund 750 Schüler in der Stadthalle Ideen. Über diese Konferenz, aber auch über das Projekt „Demokratie leben!“, haben sich Kinder und Jugendliche zusammengefunden, um die Planung zum Jugendforum voranzutreiben. Einige haben sich auch direkt an die Stadt gewandt, um mitzuhelfen.

Dieses sogenannte „Gründungs-Team“ hat bereits die Satzung und drei unterschiedliche Besetzungsverfahren erarbeitet, die nun angewendet werden, um Mitglieder für das Jugendforum zu finden. Das erste der drei Verfahren ist der Losentscheid: Ein Drittel der Sitze im Gremium wird darüber vergeben. Dazu werden 150 Mädchen und Jungen per Zufallsgenerator ausgewählt und zu einem Informationstreffen eingeladen, wo sie mehr über die Aufgaben, Zielsetzungen und Handlungsmöglichkeiten des Forums erfahren. Die Schüler haben die Möglichkeit, ihr Interesse an einem Sitz anzumelden. Gibt es mehr als 15 Interessierte, entscheidet das Los, wer einen Platz bekommt.

Weitere 15 Mitglieder werden als Delegierte der Schulen, Vereine und Religionsgemeinschaften bestimmt. Jede der drei weiterführenden Schulen der Stadt kann zwei Schüler entsenden. Für die Erich-Kästner-Schule und die Janusz-Korczak-Schule ist jeweils ein Platz reserviert. Zusätzlich haben Vereine und religiöse Gemeinschaften die Chance, sieben Kinder und Jugendliche zu benennen. Darüber hinaus können sich alle, die zwischen dem 18. März 2001 und dem 17. März 2009 geboren sind, bei der Koordinationsstelle Jugendarbeit um eine Mitgliedschaft bewerben. Die verbleibenden 15 Plätze werden unter denjenigen vergeben, die sich formlos unter Angabe von Namen, Kontaktdaten und Geburtsdatum bei der Stadt melden.

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„Es gibt viele Themen in Langen, die uns betreffen und die wir aktiv mitgestalten möchten. Mit dem Jugendforum wollen wir ein Sprachrohr schaffen, das die Interessen der Kinder und Jugendlichen unserer Stadt auf die politische Ebene bringt“, erläutert Joschua Thierolf, der zu den Engagierten im Gründungs-Team gehört.

Um alle jungen Bewerber ausreichend zu informieren, hat die Stadt bereits im Dezember ein Faltblatt mit Wissenswertem zum Jugendforum und den Auswahlverfahren an alle Langener Schulen, Vereine, Religionsgemeinschaften und Kinder und Jugendlichen im passenden Alter verschickt. „Mit den drei Besetzungswegen erreichen wir, dass Kinder und Jugendliche aus den verschiedensten Altersgruppen in das Jugendforum einziehen. Außerdem haben dadurch auch alle eine Chance, die sich bisher nicht kommunal engagieren“, erläutert Martina Waidelich. In der kommenden Woche, wenn die Schule wieder losgeht, beginnen die drei Besetzungsverfahren, die zeitversetzt bis Anfang März dauern. Dann werden die 45 Sitze vergeben.

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