Polizei ermittelt nicht gegen Verfasser des mysteriösen Zettels

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Rettungskräfte am Bahnhof in Langen behandelten die Reisenden. 

Langen (nb/dpa) - Auch ein Tag nach dem mysteriösen Zwischenfall in einem Regionalzug ist nicht bekannt, warum Reisende über Übelkeit klagten. Die Polizei hat zwar den Verfasser des Zettels ausfindig gemacht, es werde jedoch nicht gegen ihn ermittelt. 

Nach dem rätselhaften Zwischenfall in einem Regionalzug in Hessen laufen keine Ermittlungen gegen den 25 Jahre alten Mann, der einen mysteriösen Zettel an Reisende verteilt hatte. Das sagte ein Polizeisprecher in Frankfurt.

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Fünf Insassen des Zuges hatten gestern über kribbelnde und teils gefühllose Finger sowie Unwohlsein geklagt und waren deshalb in einem Krankenhaus behandelt worden. Gefunden wurden aber bei ihnen keine schädlichen Stoffe - auch nicht am Zettel und in dem Zug, den die Feuerwehr im Frankfurter Hauptbahnhof untersuchte.

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Mehrere Gleise waren deshalb gesperrt worden. Die Polizei konnte den 25-Jährigen später in Mannheim ausfindig machen. Er habe den Eindruck gehabt, die Mitreisenden benötigten seine Hilfe, sagte er den Beamten. Die Symptome der Passagiere waren noch am Nachmittag wieder abgeklungen. Der Grund für die Beschwerden ist weiter unklar. In dem Zug, der von Heidelberg nach Frankfurt fuhr, hatten zahlreiche Pendler gesessen.

Nach Einstellung der Ermittlungen wollte ein Sprecher der Frankfurter Polizei den Fall nicht weiter kommentieren. Auch über den Inhalt des sonderbaren Papiers schweigt die Polizei. Die „Frankfurter Neue Presse“ berichtet von einer Betroffenen, die den Zettel entgegen nahm. Auf dem Papier habe folgende Botschaft gestanden: „Wenn du wissen willst, was gerade mit dir passiert...“ Außerdem habe sie noch die Adresse einer Internetseite lesen können, dann sei ihr schwarz vor Augen geworden.

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