Von ihr profitierten in Langen viele

Langen - Elisabeth Alt feiert heute ihren 95. Geburtstag / Als Zeitzeugin und im TVL noch immer gefragt

(ms) Ihren 95. Geburtstag feiert heute die gebürtige Langenerin Elisabeth Alt. Am 30. Januar 1914 erblickte sie als Elisabeth Umbach in der Heinrichstraße das Licht der Welt – ihr ältester Bruder wurde später Langener Bürgermeister. Mitten im Krieg heiratete sie im Jahr 1940 Helmut Alt, mit dem sie zwei Kinder bekam – Sohn Dietmar, der heute ebenfalls ein bekannter Kommunalpolitiker ist, und Tochter Birgit.

Elisabeth Alt wurde in Darmstadt am technischen Seminar zur Lehrerin ausgebildet. Ein Beruf, den sie in den Fächern Handarbeiten, Turnen und Hauswirtschaft viele Jahre lang ausübte. Ihre Fähigkeiten kamen freilich auch der Langener Bevölkerung zugute. Bereits im zarten Alter von zehn Jahren trat sie dem Turnverein bei, in dem sie sich seit nunmehr 85 Jahren engagiert. 20 Jahre lang war sie dessen zweite Vorsitzende, darüber hinaus im Bereich Breitensport als Übungsleiterin aktiv. Heute noch ist sie regelmäßig mit der Wandergruppe unterwegs und macht begeistert bei der Wassergymnastik mit. Und wenn Not am Mann ist, dann springt Elisabeth Alt dort auch mal eben schnell als Vorturnerin ein.

Eine zweite Gruppe, die sehr von Alts Engagement profitierte, ist die Frauenhilfe der Martin-Luther-Gemeinde, die sie mit aufgebaut hat. Das Übergangswohnheim für Spätaussiedler und die Tuckermann-Anlage sind nur zwei der zahlreichen Orte, an denen sie und ihre Kolleginnen helfend zur Stelle waren.

Vor allem als Zeitzeugin ist Elisabeth Alt heute sehr gefragt, weiß sie doch wie kaum ein anderer über die Langener Geschichte seit dem Ersten Weltkrieg, die sie stets hautnah miterlebt hat, Bescheid. Für ihre Verdienste ist Elisabeth Alt inzwischen vielfach geehrt worden, doch das sei ihr gar nicht so wichtig. „Das Wichtigste im Alter ist das Gefühl, gebraucht zu werden“, sagt sie. Und gebraucht wird sie in Langen definitiv.

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