Projekt Stadtgarten

Wasser fürs Gartenpflänzchen

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Aktuell Trockenzone, aber grundsätzlich schon mal nicht schlecht: Läuft alles nach Plan, wird der Stadtgarten im Herbst weiter aufgehübscht.

Langen - Knochentrocken liegt er da, so wie derzeit alle Parks und Freiflächen in der Stadt. Doch der Herbst verheißt Regen und weitere gestalterische Aufwertung. Die Rede ist vom Stadtgarten auf dem alten SSG-Sportplatz an der Zimmerstraße. Von Holger Borchard 

Auf dem etwa 4200 Quadratmeter großen Areal zwischen Kita „Mittendrin“, Zentrum für Jung und Alt (ZenJA) und Dreieichschule dürfte sich noch dieses Jahr einiges tun, sofern der Zeitplan der Stadtverwaltung keine unplanmäßige Änderung erfährt. Spaziergängern wird es vielleicht nicht entgangen sein: In den vergangenen Wochen wurden bereits mehrere neue Bänke aufgestellt, die zum Verweilen einladen – angesichts der aktuellen Temperaturen und mangels Schattenspendern freilich ein eher zu vernachlässigendes Angebot. Vorige Woche gab es nun ein weiteres Treffen, um Fahrt in die Gartenplanung zu bringen, zwei weitere werden noch im August folgen.

Stadtgarten? Das Projekt zieht sich – gemessen an Wünschen und Versprechungen – seit Sommer 2014 wie Kaugummi. Ein Grund: die klamme Kasse der Stadt. Nach Fertigstellung der Kita im Sommer 2015 sollte die Gartengestaltung Fahrt aufnehmen, doch die Praxis hielt mit der Theorie nicht mit. Während auf der anderen Seite zwischen Kita, ZenJA und Kraftsportzentrum Parkplätze, Fahrradstraße und ein Minikreisel entstanden und die Zimmerstraße selbst ebenfalls umgestaltet wurde, dümpelten die Gartenpläne vor sich hin. Immerhin wurden anno 2016 und ‘17 der Stadtgarten modelliert, das Wegenetz hergestellt, Leitungen für Strom und Wasser verlegt sowie 1 800 Sträucher und sieben Bäume gesetzt und Rasen ausgesät. Parallel wurde die Beteiligung von Nachbarschaft, Vereinen und interessierten Bürgern aufs Gleis gesetzt und vorangetrieben.

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Vorige Woche ist weitere Bewegung in das Projekt gekommen: Die rathausinterne Steuergruppe hat mit dem beauftragten Frankfurter Landschaftsarchitekten Dirk Schelhorn getagt. „Dabei haben die Vorschläge im Blickpunkt gestanden, die die Gruppe im Dialog mit den Vereinen und interessierten Bürgern Ende Mai entgegengenommen hat“, berichtet Erster Stadtrat Stefan Löbig. „Für den 21. und 28. August sind zwei weitere Treffen anberaumt. Bei diesen soll die Planung im Rahmen eines Baukastenprinzips soweit konkretisiert werden, dass wir sie der Öffentlichkeit vorstellen können.“ Noch im Laufe des Herbst könne sodann im Rahmen der finanziellen Vorgaben der Stadtverordnetenversammlung der weitere Ausbau des Stadtgartens Gestalt annehmen.

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