Radsport

Bau der nächsten Radschnellweg-Etappe: Wann die Arbeiten starten

Die parallel zur Bahn verlaufende Walter-Rietig-Straße in Langen wird im Zuge des Radschnellwegs zur Fahrradstraße und erhält einen 2,50 Meter breiten Gehweg.
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Die parallel zur Bahn verlaufende Walter-Rietig-Straße in Langen wird im Zuge des Radschnellwegs zur Fahrradstraße und erhält einen 2,50 Meter breiten Gehweg.

Sicher, bequem und schnell mit dem Rad zwischen Darmstadt und Frankfurt unterwegs sein – das ist das Ziel des Radschnellwegs zwischen den beiden Städten.

Langen/Egelsbach – Der Ausbau des Radschnellwegs zwischen Darmstadt und Frankfurt schreitet in diesem Jahr mit weiteren Bauabschnitten voran. Ein Schwerpunkt liegt in Langen – und schafft die Verbindung zum bereits fertigen Teilstück in Egelsbach. Der Baubeginn in beiden Kommunen ist für den 1. Juni vorgesehen.

In Langen verläuft der Radschnellweg von der Walter-Rietig-Straße bis zur Gemarkungsgrenze nach Egelsbach auf bestehenden Straßen und Wegen, die entsprechend für Radfahrer optimiert werden. Dabei erhält die Walter-Rietig-Straße als Fahrradstraße einen neuen Asphaltbelag, der Gehweg wird auf 2,50 Meter verbreitert und die Übergänge werden barrierefrei hergestellt.

In Fortsetzung Richtung Süden wird die Straße Im Wiesengrund bis zur Goethestraße ebenfalls zur Fahrradstraße und erhält einen neuen, niveaugleichen Belag für alle Verkehrsteilnehmer. Im Bereich der Feldgemarkung werden ein Stück des Leukertswegs verbreitert sowie auf einer Länge von etwa einem Kilometer der bisherige Wirtschaftsweg asphaltiert. Die sanierungsbedürftige Holzbrücke wird komplett erneuert und dabei verbreitert. Sie erhält einen rutschfesten Belag.

Langen: Radschnellweg soll Fahrradfahren Aufschwung geben

Bürgermeister Jan Werner sieht den Ausbaubeginn als weiteres Signal für eine umweltgerechte Mobilitätswende in Langen: „Mit dem Radschnellweg erwarte ich einen deutlichen Aufschwung für das Fahrradfahren in Langen, was ich persönlich durch weitere Planungen für den Radverkehr und den zügigen Ausbau des Zubringers westlich der Bahn nachdrücklich unterstützen möchte.“

Die Planung wurde vorab von den städtischen Gremien beschlossen und den Anwohnern vorgestellt. Das ging nicht ohne Kritik vonstatten: Die Bürger hatten unter anderem die Engstelle zwischen der Feldgemarkung und der Goethestraße sowie den Wegfall von Parkplätzen in der Rietig-Straße bemängelt.

Der Geschäftsführer der mit dem Ausbau beauftragten Regionalpark Südwest gGmbH, Manfred Ockel, beziffert die Ausgaben für die genannten Abschnitte auf etwa 1,8 Millionen Euro. Das Land übernimmt davon im Rahmen einer Investitionsförderung 80 Prozent. Die restliche Finanzierung erfolgt aus dem städtischen Haushalt, die Mittel wurden mit dem Etat 2021 von der Stadtverordnetenversammlung bereitgestellt.

Verbindungsstück zwischen Langen und Egelsbach: Die Holzbrücke wird im Rahmen des Ausbaus des Radschnellwegs erneuert und verbreitert, sodass sie bequem und sicher mit dem Rad passierbar ist.

An der Egelsbacher Gemarkungsgrenze geht es dann weiter mit dem Lückenschluss zum seit nunmehr fast zwei Jahren fertigen ersten Bauabschnitt des Radschnellwegs. Der zweite und letzte Abschnitt auf Egelsbacher Gemarkung ist Grund zur Freude, findet Bürgermeister Tobias Wilbrand: „Die Verkehrswende wird eine der größten Herausforderungen im Rahmen der Maßnahmen gegen den Klimawandel. Ich freue mich, dass wir als kleine Gemeinde hier einen guten Beitrag leisten können. Der überregionale Radschnellweg wird, wenn er dann fertiggestellt ist, eine wichtige Alternative zum motorisierten Individualverkehrs. Egelsbach geht hier mit gutem Beispiel voran.“

Radweg zwischen Darmstadt und Frankfurt: Kleiner Kreisel und barrierefreier Übergang in Egelsbach geplant

Der jetzige Abschnitt führt vom Ausbauende an der Georg- Wehsarg-Straße über den Bahnhof entlang der Lärmschutzwand bis nach Langen. Zunächst werden der Wirtschaftsweg für Radfahrer und Fußgänger verbreitert und der Belag erneuert.

Der Wirtschaftsweg erhält an der Georg-Wehsarg-Straße einen neuen Anschluss, sodass der Radverkehr hier gesichert ein- und ausfahren kann. Es soll in Höhe der Anliegerstraße „Brückengärten“ ein kleiner Kreisverkehrsplatz gebaut werden, der künftig auch als Wendepunkt für den Linienbusverkehr dienen soll.

Dabei werden auch barrierefreie Querungen für Fußgänger hergestellt. Der Abschnitt der Georg-Wehsarg-Straße vor dem Bahnhof wird zu einer Fahrradstraße umgestaltet. Parallel zum Ausbau will die Gemeinde auch die Abstellmöglichkeiten für Räder am Bahnhof modernisieren und ausbauen.

Beide Kommunen sowie die Regionalpark-Gesellschaft weisen darauf hin, dass Anwohner und Anlieger während der Bauzeit mit Teilsperrungen rechnen müssen. Entsprechende Umleitungen werden ausgeschildert. Die Arbeiten sollen etwa drei bis vier Monate dauern. (Julia Radgen)

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