Schienentrasse bleibt eine Option

Planung der RTW: Langen bleibt im Spiel

Dietzenbach - Die Planung der Regionaltangente West (RTW) wird konkreter: Dabei wird klar, dass die Verlängerung der Schienentrasse bis Langen, die von Dreieich geforderte Trassenführung sowie der dortige Mittelbahnsteig Optionen bleiben. Von Michael Eschenauer 

Die beiden Gesellschafter der RTW-Planungsgesellschaft mbH (RTW GmbH), Kreis Offenbach und Neu-Isenburg sowie die betroffenen Kommunen Dreieich, Langen und Rödermark haben Einigkeit darüber erzielt, wie die nächsten Schritte beim Planungsabschnitt Süd 1 aussehen sollen. Wie die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger (CDU) jetzt mitteilte, wird eine Verlängerung der Regionaltangente bis Langen nicht ausgeschlossen. Allerdings ist sie derzeit nicht Gegenstand der Planung. Darüber hinaus fordern die fünf Gebietskörperschaften die RTW GmbH auf, mit der bislang untersuchten Varian-te bis Dreieich-Buchschlag zügig in das Planfeststellungsverfahren zu gehen. Dabei soll die Tangente durch die Unterführung in Neu-Isenburg auf die Ostseite der Schienentrasse bis zum Bahnhof Buchschlag geführt werden.

Dort soll sowohl die Möglichkeit eines Außenbahnsteigs als auch eines Mittelbahnsteigs auf technische Machbarkeit und Kosten hin untersucht werden. Die Anrainerkommunen der Dreieichbahn von Dreieich bis Dieburg werden kurzfristig mit einer eigenen Studie untersuchen, welche Anforderungen an die Strecke gestellt werden und welche Ausbau- beziehungsweise Verlängerungsoptionen geeignet sind.Die Stadt Langen hat darüber hinaus eine Nutzen- und Kostenuntersuchung in Auftrag gegeben, um zu prüfen, welche Auswirkungen eine Weiterführung der RTW in diese Kommune hat.

Mit Hilfe dieser Unterlagen wird die RTW GmbH im Falle eines positiven Ergebnisses prüfen, wann und wie Langen in die RTW integriert werden kann. Resultat könnte ein ergänzendes Planverfahren sein. Mit diesen Schritten sei sichergestellt, so Jäger, dass alle Optionen geprüft werden, sodass die RTW optimal realisiert werden könne. Dreieichs Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos) begrüßte die Eckpunkte für die nächsten Schritte bei der RTW-Entwicklung. Sowohl die Trassenführung auf der Ostseite der Trasse bis Buchschlag als auch das Errichten eines Mittelbahnsteigs seien von der Stadt stets gefordert worden.

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„Ich bin sehr froh, dass es gemeinsam mit den betroffenen Kommunen und dem Kreis Offenbach gelungen ist, einen Konsens dahingehend zu erzielen, an den erarbeiteten Grundlagen der Planung festzuhalten und auch das Thema Mittelbahnsteig in Buchschlag wieder auf die Agenda zu bringen“, so Burlon. Man werde zudem gerne mit den Anrainerkommunen der Dreieichbahn die Wichtigkeit der Verknüpfung RTW und Dreieichbahn nochmals gesondert herausarbeiten.

Die Regionaltangente West soll einen Beitrag zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs im Ballungsraum leisten und den S-Bahn-Tunnel in der Frankfurter Innenstadt entlasten. Geplant ist eine Strecke von Bad Homburg beziehungsweise Frankfurt-Praunheim bis zum Neu-Isenburger Neubaugebiet Birkengewann beziehungsweise zum Dreieicher Bahnhof Buchschlag. So wird eine direkte Verbindung zwischen dem Hochtaunus- und dem Main-Taunus-Kreis, Frankfurt-Höchst, dem Flughafen und dem Kreis Offenbach geschaffen. Nach Möglichkeit sollen bereits vorhandene Schienentrassen genutzt werden.

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