Roland „Oli“ Olschok in Stadthalle

Ein Abend für den Mann an der Gitarre

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Ein Mann und seine Gitarre im Rampenlicht: Roland Olschok bereicherte die Musikreihe des Kulturamts mit Größen der regionalen Szene um einen bemerkenswerten Abend.

Langen - Die Zeiten, in denen ein Spiel 90 Minuten dauerte – sie sind vorbei. Heutzutage sind das genau 217 Minuten. Zuhause zumindest. Von Marc Strohfeldt

Den Beweis dafür angetreten haben Roland Olschok and friends am Freitagabend in der Stadthalle, wo sie im Rahmen der Konzertreihe „Heimspiel“ vor vollen Rängen ein fulminantes Match geliefert haben.

Der 53-jährige Gitarrist setzte damit die Reihe fort, in der Musiker vom Langener Kulturamt eingeladen werden, einen ganzen Abend musikalisch nach ihrem Gusto zu gestalten und sich dazu Weggefährten ihrer Karriere als Gäste einzuladen. Illustre Größen der regionalen Szene, wie Harry Hamburger, Markus Striegl, Claudia Rudek und Ena Roth, sind nur einige, die bereits zuvor Heimspiel hatten und dabei Maßstäbe gesetzt haben.

An musikalischen Freunden konnte Roland Olschok – wie bei den Heimspiel-Abenden üblich – jede Menge auf die Bühne bitten. Das Foto zeigt von links Anna Küchler, Markus Fischer, Elena Keller und Boris Pons. Nach starken 217 Minuten war Schluss.

Im Falle Olschoks sind es überwiegend Gefährtinnen, die er zu sich auf die Bühne holt. Allen voran die aktuelle Bandkollegin Elena Keller, mit der er seit einigen Jahren erfolgreich als Duo InTact durch die Lande tourt. Unterstützt werden die beiden an diesem Abend, wie so oft, von Detlef Möbius an Schlagzeug und Cajon sowie von Boris Pons am Bass. Nachdem Keller mit ihrer markanten Stimme die gut 200 Gäste im Saal ordentlich in Stimmung gebracht hat, übernimmt Anna Küchler von X-Tract – eine Band, in der Olschok früher selbst hinter der Gitarre stand – das Mikrofon und setzt mit den Klassikern „Smoke on the water“ und „Like the way I do“ ihre Marken.

23-Jährige hat Publikum im Griff

Nicht minder fulminant auch der Auftritt von Ann Doka. „Ich missioniere Deutschland, damit Country-Musik hier nicht mehr so uncool ist“, begrüßt die 33-Jährige das Publikum. Und wer nun reflexartig an Gunter Gabriel und Truckstop denkt, merkt sehr schnell, dass sich in diesem Genre inzwischen allerhand getan hat. Nicht umsonst wird Antje Hennecke, wie sie im richtigen Leben heißt, auch gerne mal als die deutsche Taylor Swift bezeichnet.

Einen weiteren Höhepunkt hat Olschok sich für die zweite Halbzeit des Abends aufgehoben: Mit der 23-jährigen Lauryn Mark präsentiert er eine Künstlerin, die den Saal mit ihrer Bühnenpräsenz schnell im Griff hat und nicht nur Coversongs wie „Sex on fire“, sondern auch selbst Geschriebenes aus ihrem gerade erschienenen Debütalbum „Close my eyes“ präsentiert.

Markus Fischer und Uwe Baumann, mit dem Olschok ganz am Anfang seiner Karriere in der Band „Dune Tune“ brillierte, runden einen abwechslungsreichen Abend auf sehr hohem spielerischen Niveau ab. Das nächste Heimspiel steht bereits im Veranstaltungskalender: Am 8. März 2014 werden Tine Kykebusch and friends am Start sein.

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