Neuausschreibung im Kreis zunächst vom Tisch

Rotes Kreuz behält den Rettungsdienst

Dietzenbach - Das Deutsche Rote Kreuz im Kreisverband Offenbach (DRK) stellt auch künftig den Rettungsdienst für Langen, Neu-Isenburg, Mühlheim und Seligenstadt bereit. Dies teilte Kreissprecherin Kordula Egenolf gestern mit. Der neue Vertrag läuft ab 1. Januar 2019 für weitere zwei Jahre.

Damit ist die Zeit des Bangens für rund 200 Mitarbeiter des Rettungsdienstes vorerst vorbei, denn der Auftrag stand auf der Kippe. Begründet wurden die Verhandlungen von Kreisseite mit einem schwebenden Gerichtsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof zur Zulässigkeit einer Vergabe von Notfallversorgung und Krankentransporten ohne Ausschreibung. Dies war beim Kreis bisher gängige Praxis.

Ausschlaggebend für die in Erwägung gezogene Neuausschreibung waren wohl auch „Defizite bei der Vorlage von Qualifizierungsnachweisen“ der DRK-Mitarbeiter. Diese, so Egenolf, wolle das Rote Kreuz nun „umgehend beseitigen“. Eine Verlängerung des Vertrags sei vor der ausstehenden Gerichtsentscheidung tolerabel, so der Kreis. Eine Ausschreibung werde, falls erforderlich, danach veranlasst.

Pflegekurse erleichtern die Versorgung der Lieben

Mit der richtigen Technik wird die Hilfe beim Aufstehen einfacher. Solche Tricks lernen pflegende Angehörige im DRK-Pflegebasiskurs in Berlin. Foto: Inga Kjer

Damit die Pflege daheim nicht zur Belastung wird, sollten Angehörige so früh wie möglich einen Pflegekurs besuchen - Anbieter sind Wohlfahrtsverbände wie das Deutsche Rote Kreuz. Foto: Inga Kjer

Die richtige Technik schützt nicht nur den Pflegebedürftigen vor Verletzungen sondern auch den pflegenden Angehörigen. Foto: Inga Kjer

In einem Basiskurs für pflegende Angehörige des DRK lernen die Teilnehmer Pflegetechniken wie Waschen, Essen reichen, Lagerung, Stützen und Heben, sowie Hilfe beim Toilettengang. Foto: Inga Kjer

Wie man einen pflegebedürftigen Angehörigen ins Bett bringt, kann man in einem Pflegekurs, etwa beim Deutschen Roten Kreuz, lernen. Foto: Inga Kjer

Angehörige müssen einen Pflegekurs nicht selbst finanzieren. Die Kosten werden entweder von den Pflegekassen oder privaten Pflegeversicherungen übernommen. Foto: Inga Kjer

Gundula Kosariszczuk ist Krankenschwester und Diplom-Pflegewirtin sowie Qualitätsbeautragte des DRK PflegeService Müggelspree des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin. Foto: Deutsches Rotes Kreuz

Doru Somesan, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes, erklärte, alle Mängel seien seit längerem abgestellt. Jeder Dienst und jeder Einsatz werde vom Kreis geprüft und genehmigt. Damit sei die angemessene Qualifizierung der Mitarbeiter gewährleistet. (mic)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare zu diesem Artikel