Online-Bürgermelder jetzt noch transparenter

Rund um die Uhr Mängel mitteilen

Langen - Ein Schlagloch auf der Fahrbahn, eine defekte Straßenlaterne, eine wilde Müllablagerung – damit solche Ärgernisse möglichst rasch beseitigt werden können, haben Stadtwerke und Stadt kürzlich den Online-Bürgermelder eingerichtet. Der wird nun noch transparenter.

Der Bürgermelder, den die Stadtwerke und die Stadt Langen im Sommer eingerichtet haben, hat sich in den ersten Monaten bereits bewährt. Rund 60-mal haben Bürger davon Gebrauch gemacht; sie meldeten umgefahrene Straßenschilder, Sichtbehinderung durch starken Bewuchs, Verunreinigungen auf einem Spielplatz oder einen toten Igel auf dem Bürgersteig.

Meist konnten die verantwortlichen Mitarbeiter die Sache rasch, das heißt innerhalb von ein bis zwei Tagen, aus der Welt schaffen. Vergleichsweise oft zu tun hatte die Straßenreinigung, gefolgt vom Ordnungsamt und den Zuständigen für die Straßenbeleuchtung.

Großer Vorteil: Übers Internet (www.langen.de) und die Stella-App können die Langener kleinere und größere Widrigkeiten rund um die Uhr melden. Zudem bleibt ihnen erspart, sich durchzutelefonieren oder mühsam nach einer Adresse suchen zu müssen.

Neu ist nun, dass die eingegebenen Meldungen für alle sichtbar sind und der Bearbeitungsweg aufgezeigt wird. „Nachdem wir den Bürgermelder inzwischen erfolgreich getestet haben, gehen wir jetzt einen Schritt weiter“, sagt Stadtwerke Direktor Manfred Pusdrowski. Und Prokurist Christian Weber ergänzt: „Zum einen wollen wir zeigen, dass wir etwas und was wir tun. Zum anderen sollen Doppelmeldungen vermieden werden.“ Wenn also jemand zum Beispiel auf eine defekte Straßenlaterne hinweist, ist das für den nächsten, der das Gleiche tun möchte, einschließlich des Standorts klar erkennbar und bedarf keiner Wiederholung. Solange das Problem noch nicht behoben ist, zeigt der Bürgermelder an, dass der Vorgang bearbeitet wird. Abschließend erfolgt der Hinweis „erledigt“, in der Regel ergänzt um eine kleine Stellungnahme wie: „Der lose Stein wurde durch die Kommunalen Betriebe wieder befestigt.“ Das Ganze geschieht anonym, also ohne die Namen der Hinweisgeber. Nicht veröffentlicht werden Meldungen, die den Datenschutz oder die sogenannte Netiquette verletzen.

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Weber macht zudem darauf aufmerksam, dass über die Stella-App mit dem Smartphone auch Fotos und die genaue Standortposition per GPS hochgeladen oder aber eine Adresseingabe in den Bürgermelder eingestellt werden können. „Dadurch wissen wir gleich, um was es geht und wo wir genau hinmüssen.“ Natürlich würden – innerhalb der üblichen Öffnungszeiten – auch alle Meldungen ohne Foto und GPS-Daten bearbeitet. „Aber stellen Sie sich vor, jemand meldet uns einen toten Igel auf der Südlichen Ringstraße ohne genauere Ortsangabe. Da müssen unsere Leute lange suchen.“ Für Rückfragen empfehle es sich auf jeden Fall, eine E-Mail-Adresse anzugeben.

Wer den Bürgermelder nutzt, kann für sein Anliegen aus vier Kategorien auswählen: „Schäden an Straßen oder Wegen“, „Schäden an öffentlichen Einrichtungen“, „Müll und Verunreinigungen“ sowie „Straßenbeleuchtung“.

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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