Fünf Jahre Schüler- und Familienzentrum

Anlaufstelle für alle Generationen

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Seit fünf Jahren ist das Schüler- und Familienzentrum im Nordend Anlaufstelle für alle Generationen. Der runde Geburtstag wurde am Samstag mit einem bunten Programm gefeiert. Dabei verkauften (von links) Serafetin (9), Tülin (8) und Marvin (5) nicht nur zur Freude von Leiterin Katharina Braun (rechts) selbstgemachte Seifen.

Langen - Mitmachen, mitreden, mitbestimmen: Im Schüler- und Familienzentrum im Langener Nordend können sich Bürger einbringen, austauschen oder einfach das vielseitige Kurs- und Veranstaltungsprogramm nutzen. Von Sina Gebhardt

Seit nunmehr fünf Jahren gibt es das zwischen Sport- und Jugendzentrum gelegene Haus und anlässlich dieses runden Geburtstags feierte Leiterin Katharina Braun am Samstag mit großen und kleinen Gästen.

Kinder wuseln durch die Gänge und zwischen den farbenfrohen Stühlen in Rot, Orange und Grün hin und her, während die Eltern im hellen, freundlichen Gemeinschaftsraum im ersten Stock Kaffee und Kuchen genießen. Der offizielle Teil mit Begrüßung und Eröffnungsprogramm ist abgeschlossen, bei dem sich die Jungen und Mädchen mit künstlerischen Darbietungen ins Zeug gelegt haben. So erfüllten die orientalischen Klänge des Saz‘ den Raum und beim Tanzen konnte sogar Bürgermeister Frieder Gebhardt zum Mitmachen motiviert werden. Nun laden Musik, der Duft von frisch gegrillten Würstchen und Spiele die Besucher zum Verweilen ein.

Vieles in Einem

Das Schüler- und Familienzentrum ist Nachbarschaftstreff, Betreuungsort und Bildungszentrum in einem und dient als Anlaufstelle für alle Generationen. Katharina Braun, von Gebhardt treffend als „gute Seele des Hauses“ bezeichnet, ist die Hauptverantwortliche für den Erfolg der Institution. „Das Zentrum füllt sich immer mehr mit Leben“, freut sich die Leiterin. Doch der Weg dahin war auch mit viel Arbeit verbunden: „Ich habe hier alleine angefangen und viel Beziehungsarbeit geleistet. Ich musste erst mal die Leute kennenlernen, Aktionen ausprobieren und herausfinden, was die Interessen und Wünsche der Menschen sind.“

Inzwischen bietet das Generationen-Haus ein vielfältiges Programm an Kursen, Treffen und Veranstaltungen an, das von dem Team aus Honorarkräften, Ehrenamtlichen sowie einer Berufspraktikantin gestemmt wird. Neben Sprach- und Computerkursen kann man hier Nähen und Musikinstrumente erlernen, sich über Literatur austauschen oder einfach beim Café-Treff neue Kontakte knüpfen. „Wir haben hier kein starres Kursprogramm, sondern viele offene Gruppen. Somit können wir besser auf individuelle Bedürfnisse eingehen und Fragen und Anregungen berücksichtigen“, erzählt Braun.

Miteinander und sozialer Zusammenhalt

Im Vordergrund des Schüler- und Familienzentrums stehen immer das Miteinander und der soziale Zusammenhalt. So hilft die Leiterin auch in schwierigen Situationen, bietet Lebensberatung oder leitet bei Bedarf an entsprechende Stellen weiter und unterstützt Neubürger bei der Orientierung. Oftmals nutzen ganze Familien vom Kleinkind bis zum Rentner das Angebot und mit dem Jugendtreff für Elf- bis 14-Jährige wird ein wichtiger Übergang für jene Kinder geschaffen, die bereits zu alt für die Grundschulbetreuung, aber noch zu jung für das Jugendzentrum in der Nachbarschaft sind.

„Ich hatte die Vision, dass alle Tage mit Veranstaltungen gefüllt sind“, erinnert sich Braun. Nach fünf Jahren Bestehen ist diese Vision schon teilweise in Erfüllung gegangen. Und wenn sich das Haus unter der Leitung der guten Seele so weiterentwickelt, stehen die Chancen gut, dass der Traum gänzlich wahr wird.

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