Vater und Tochter kandidieren beide für die FWG-NEV

Interview mit Uli und Stine Vogel: „Selbst was tun statt meckern“

Bald gemeinsam im Rathaus? Uli Vogel (Listenplatz zwei) und Tochter Stine (Platz sieben) treten für die NEV an.
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Bald gemeinsam im Rathaus? Uli Vogel (Listenplatz zwei) und Tochter Stine (Platz sieben) treten für die NEV an.

Langen – Mit Uli und Stine Vogel treten bei der Kommunalwahl Vater und Tochter für die FWG-NEV an. Vogel, Jahrgang 1968, sitzt für die Nichtparteigebundenen Einwohner-Vertreter im Parlament. Die 19-jährige Stine, die eine Ausbildung zur Rettungssanitäterin absolviert, kandidiert erstmals. Im Interview verraten beide, wie hitzig politische Diskussionen zwischen ihnen werden und welche Ideen des Nachwuchses die NEV bereits umgesetzt hat.

Herr und Frau Vogel, liegt politisches Engagement bei Ihnen in der Familie?
ULI VOGEL: Das kann man so sagen, denn nicht nur ich und Stine stehen auf einer NEV-Liste, meine Frau Antje kandidiert für den Verein bei der Kreiswahl und unser Sohn Ole ist im Jugendparlament aktiv.

Woher kommt dieser Wille nach politischer Gestaltung?
ULI VOGEL: Ich denke, das ist normales Engagement. Man kann sich nicht nur hinstellen und meckern, man muss auch etwas tun. STINE VOGEL: Ich persönlich glaube, da wird auch viel von den Eltern mitgegeben. Ich bin zudem der Meinung, dass man, wenn man mit etwas unzufrieden ist, was dagegen unternehmen muss. Ich war schon vor meinem Eintritt in die NEV im vergangenen Dezember politisch engagiert, unter anderem im Jugendforum der evangelischen Kirchengemeinde.

Im Hause Vogel prallen die politischen Vorstellungen zweier Generationen aufeinander. Wie hitzig wird bei Ihnen diskutiert?
STINE VOGEL (lacht): Wenn wir diskutieren, merken wir schon, dass jeder seine eigene Meinung hat. Aber es bleibt immer im Rahmen.

Bei welchen Themen gibt es die größten Unterschiede?
ULI VOGEL: Ich sage es mal so: Stine hat bei Vielem recht und auch oft gute Ideen. Diese dann aber auch umzusetzen, funktioniert manchmal leider nicht. Das muss sie noch lernen. Aber das geht mir bei manchen Anträgen auch noch so.

Ist dennoch bereits eine Idee der jüngeren Generation in der NEV umgesetzt worden?
STINE VOGEL. Ja, der Verein hat jetzt einen eigenen Instagram-Kanal. ULI VOGEL: Das stimmt. Der Wahlkampf in diesem Jahr ist aufgrund der Corona-Pandemie besonders. Da wir ja keinen klassischen Wahlkampf machen können, müssen wir in den Sozialen Medien präsent sein.

Apropos Wahlkampf: Was ist für die NEV der wichtigste Programmpunkt?
ULI VOGEL: Wir müssen auf jeden Fall den Haushalt konsolidieren, denn Langen ist ja faktisch pleite. Dafür müssen wir Gewerbe schaffen und Gewerbesteuer einnehmen. Das ist für mich erst mal das Wichtigste. STINE VOGEL: Ich möchte für die Jugend einen neuen Ort schaffen, an dem sie sich treffen kann. Ich denke da an ein neues Jugendzentrum oder soziale Fläche in der Stadt. Zudem brauchen wir in Langen mehr Kitaplätze für junge Eltern.

Das Gespräch führte Joshua Bär

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