250 000 Euro teure Sanierung im SSG-Freizeitcenter ist abgeschlossen

Sicher kicken auf neuem Kunstrasenplatz

Über den sanierten Kunstrasenplatz der SSG freuen sich (von links): Bürgermeister Jan Werner, Christian Staubach (Abteilungsleitung Fußball), Landtagsabgeordneter Hartmut Honka, SSG-Vorsitzender Joachim Uhl, Markus Stanik (Abteilungsleitung Fußball), Helmut Hoffmann (SSG-Finanzvorstand) und Oliver Loch (Jugendleitung Fußball). Im Hintergrund sind die Nachwuchskicker der D3 beim Training zu sehen.
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Über den sanierten Kunstrasenplatz der SSG freuen sich (von links): Bürgermeister Jan Werner, Christian Staubach (Abteilungsleitung Fußball), Landtagsabgeordneter Hartmut Honka, SSG-Vorsitzender Joachim Uhl, Markus Stanik (Abteilungsleitung Fußball), Helmut Hoffmann (SSG-Finanzvorstand) und Oliver Loch (Jugendleitung Fußball). Im Hintergrund sind die Nachwuchskicker der D3 beim Training zu sehen.

Endlich können die Nachwuchskicker der D3 der SSG Langen wieder richtig dribbeln, passen und Tore schießen. Sie haben den erneuerten Kunstrasenplatz im Freizeitcenter an der Rechten Wiese schon eingeweiht und eingehend getestet. Seit dem Frühjahr war dieser saniert worden.

Langen – Das haben sich die Stadt und das Land, das die Investition mit 50 000 Euro aus dem Programm „Sportland Hessen“ gefördert hat, einiges kosten lassen. Rund 250  000 Euro wurden in die Sanierung des Platzes gesteckt, um ihn für viele Jahre zu erhalten.

Knapp 20 Jahre war der alte Belag auf dem Gelände der Sport- und Sängergemeinschaft 1889 Langen (SSG) bespielt worden. Vom Grün des Kunstrasens war allerdings zuletzt nicht mehr viel zu sehen gewesen, dafür umso mehr vom Sand. Das sorgte nicht nur für steigende Kosten für Unterhalt und Reparaturen des Platzes, sondern auch für eine erhöhte Verletzungsgefahr bei den Sportlern. Zuletzt hatten Schiedsrichter die Frage aufgeworfen, ob der Platz in diesem Zustand überhaupt noch regelgerecht bespielbar sei.

Kein Plastikgranulat verwendet

Die Stadt Langen ließ daraufhin mit der Landesförderung in der Tasche das rund 7 500 Quadratmeter große Spielfeld erneuern: Der alte Kunstrasen wurde dabei entfernt und dem Recycling zugeführt. Auf den Platz kam eine Elastikschicht, darüber der neue Belag. Dieser wurde mit Sand verfüllt. „Plastikgranulat kam dabei nicht zum Einsatz“, sagt Joachim Kolbe, städtischer Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Kultur und Sport, und erinnert an die von der Europäischen Kommission angestoßene Diskussion über die Umweltschädlichkeit des daraus entstehenden Mikroplastiks.

Kunstrasen statt echtem Rasen für das Spielfeld zu verwenden, bietet dabei gleich mehrere Vorteile: Kunstrasenplätze sind bei nahezu jeder Witterung bespielbar und deutlich haltbarer. Sie können drei- bis viermal häufiger genutzt werden; die jährliche Belastbarkeit liegt bei 1 500 bis 2 000 Stunden. Das sind für die Verantwortlichen entscheidende Faktoren: Denn der sanierte Platz wird nicht nur von den Kickern der SSG genutzt, sondern auch von Gruppen der umliegenden Schulen. Bürgermeister Jan Werner freut sich nicht nur über den erfolgreichen Abschluss der Sanierung, sondern auch über eine unerwartete finanzielle Entwicklung: Weil die Ausschreibung der Baumaßnahme ein gutes Ergebnis erbrachte, blieben die Kosten für die Stadt 100 000 Euro unter der Kalkulation.

Vom eingesparten Geld profitiert die SSG womöglich erneut: Als nächstes Projekt im Freizeitcenter steht im kommenden Jahr die Sanierung der Kunststofflaufbahn an. Diese wird ebenfalls nicht nur vom Verein, sondern auch von den Schulen genutzt. „Es ist die einzige derartige Bahn in der Stadt und damit von großer Bedeutung nicht nur für die Leichtathleten, sondern auch für den Sportunterricht“, betont Bürgermeister Werner. Der Entwurf des Nachtragsetats 2020 sieht bereits eine Verpflichtungsermächtigung vor, damit – falls die Stadtverordnetenversammlung dem Vorhaben zustimmt – die Arbeiten zügig ausgeschrieben werden können.

Gemeinsam mit der etwa zeitgleich begonnenen und ebenfalls kürzlich abgeschlossenen Sanierung des Kunstrasenplatzes des 1. FC Langen seien die Maßnahmen bei der SSG wichtige Investitionen in die sportliche Infrastruktur, betont Werner. „Wesentliche Komponenten des Sportentwicklungsplans sind damit bereits umgesetzt“, sagt er.  (jrd)

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