Fördervereine an Grundschulen erhalten 2018 rund 51.000 Euro mehr

Stadt erhöht Zuschuss für Schulbetreuung

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Symbolfoto

Langen - Gute Nachrichten für Eltern: Die Stadtverordnetenversammlung hat für das kommende Jahr 18 weitere Plätze in der Grundschulbetreuung bewilligt. Zudem erhöht die Stadt ihre Förderung, damit die Trägervereine bei längeren Betreuungszeiten keinen Nachteil erfahren. Von Julia Radgen

Einstimmig haben die Stadtverordneten die Vorlage angenommen, die für die Betreuung der Langener Grundschüler im kommenden Jahr gleich mehrere Änderungen bereithält. Zum einen schraubt die Stadt die 2016 festgeschriebene Anzahl der Betreuungsplätze pro Schule in die Höhe: An der Albert-Schweitzer-Schule können ab 2018 160 Kinder betreut werden, an der Geschwister-Scholl- und der Ludwig-Erk-Schule stehen jeweils 110, der Sonnenblumenschule 105 und der Wahlschule 55 Plätze zur Verfügung. Insgesamt steigt die Zahl von derzeit 522 auf 540. 39 Kinder mehr als bisher können bis 16.30 Uhr betreut werden. „Damit haben wir die Schulkinderbetreuung um 18 Plätze erweitert“, sagt Angelika Gottschling (SPD). Das sei ein Beitrag zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie – „und gibt den Eltern Planungssicherheit.“ Doch die Sozialdemokratin bemerkt auch: „Die ausgebauten Plätze werden nicht reichen“. Momentan kämen 617 Grundschulkinder auf 540 Plätze.

Die Betreuung organisieren die jeweiligen Fördervereine der Grundschule. Sie können sich für das kommende Jahr auf einen städtischen Zuschuss von 613 000 Euro freuen. Das sind rund 51.000 Euro mehr als für das laufende Kalenderjahr. Im Ursprungspapier waren zunächst nur etwa 562. 000 Euro veranschlagt. Über die Vorlage sei seine Fraktion nicht glücklich gewesen, erklärte Christian Gött (CDU). „Es werden mehr Plätze gefordert, aber die müssen auch finanziert werden.“ Daher seien sich die Fraktionen in der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Kultur und Sport „sehr einig“ gewesen, die Förderung zu erhöhen, so Gött. „Und wir zeigen damit, dass wir die Arbeit der Fördervereine wertschätzen.“

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Momentan tragen die Eltern etwa 50 bis 60 Prozent der Kosten, wie die SPD-Stadtverordnete Gottschling erklärt. Die städtischen Zuschüsse seien wichtig, aber vor allem die Zuschüsse, abhängig von der Betreuungszeit. Denn durch den Beschluss wechselt die Stadt ab 2018 von der derzeit gültigen Pro-Platz-Bezuschussung der Fördervereine zu einer betreuungszeitabhängigen Förderung. Die Vereine werden künftig nach einem einheitlichen Stundensatz für die Kernzeit (12 bis 15 Uhr) und für die Nebenzeit (15 bis maximal 17 Uhr) bezuschusst. „Nach der ‘alten’ Systematik wurden längere Betreuungszeiten benachteiligt und kurze bevorzugt“, heißt es in der Begründung des städtischen Fachbereichs Soziales und Bildung. Die Umstellung schaffe für die Fördervereine einen Anreiz, um längere Betreuungszeiten anzubieten – was dem Wunsch vieler berufstätiger Eltern entspricht.

Um die zusätzlichen rund 51. 000 Euro Kosten zu kompensieren, war ursprünglich vorgesehen, dass die Stadt den Zuschuss für das Mittagessen (derzeit ein Euro) auf 50 Cent halbiert. Dieser Punkt fiel in der Beschlussfassung weg.

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