Trotz knapper Gelder unterstützt die Stadt ihre Vereine

Bekenntnis zum Sport

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Auch in Zeiten knapper Gelder unterstützt die Stadt Langen ihre Vereine. Sorgenkind: die Georg-Sehring-Halle in Oberlinden, in der die TVL-Giraffen (Basketball-Bundesliga Pro B) und die Rhein-Main-Baskets (Frauen-Bundesliga) ihre Heimspiele austragen.

Langen - Sie mussten im Rahmen der städtischen Sparmaßnahmen deutliche Einschnitte hinnehmen – und dennoch: Die Sportvereine erhalten von der Stadt Langen auch weiterhin finanzielle Unterstützung. Von Markus Schaible

Gemeinsam sollen Verwaltung und Klubs nun nach dem Willen von Bürgermeister Frieder Gebhardt ein Sportkonzept 2020 erarbeiten.

„Die Stadt bekennt sich zum Sport und den örtlichen Sportvereinen“, heißt es in den Leitgedanken zur Stadtentwicklung, die Gebhardt kürzlich vorgelegt hat. Dies zeige sich auch im neuesten Sachstandsbericht zur Sportanlagen-Leitplanung des Magistrats, den die Sportkommission bereits zur Kenntnis genommen hat. Er zeigt auf, dass auch in jüngerer Zeit wichtige Projekte der Sportvereine mit städtischer Hilfe realisiert wurden; zudem unterstützt die Stadt die Vereine durch laufende Zuschüsse.

Großes Lob hat Gebhardt für die Vereine übrig: Die erfolgreiche Gestaltung der Sportlandschaft in Langen sei mit ihr Verdienst. „Sie bemühen sich intensiv, ihre Gebäude und Anlagen dauerhaft in Schuss zu halten und den Mitgliedern optimale Sportmöglichkeiten zu bieten.“

Stadt bezuschusst auch Einzelprojekte

40.000 Euro stellt die Stadt wie dieses auch kommendes Jahr für Einzel-Projekte zur Verfügung, wobei der städtische Teil maximal die Hälfte der Kosten deckt. Den Rest muss der Verein selbst aufbringen. Auch die Zuschüsse für Übungsleiter (21.900 Euro), die Jugendförderung (24.000 Euro) und für Meldegelder ab einer Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga (2. 000 Euro) sollen laut Etatentwurf weiter zur Verfügung stehen.

Sorgen bereitet nicht nur dem TV Langen, sondern auch den städtischen Fachleuten um Walther Ludwig die mehr als 30 Jahre alte Georg-Sehring-Halle (Austragungsort unter anderem der Basketball-Bundesligaspiele). Sie ist ein Sanierungsfall und derzeit sowohl aufgrund ihrer Bausubstanz als auch aus energetischer Sicht weder zeitgemäß noch wirtschaftlich zu unterhalten.

Hallenbetrieb verursacht hohe Kosten

Der Betrieb wird seit Jahren unter großen finanziellen Anstrengungen des Turnvereins und mit kräftiger Unterstützung der Stadt (40.000 Euro Betriebskostenzuschuss pro Jahr) mühsam aufrechterhalten. Eine Sanierung wäre schon deshalb schwierig, weil es keine Ausweichflächen für Trainings- und Spielbetrieb gibt, weshalb auch über den Neubau einer Sportarena nachgedacht wird.

Dazu und zu anderen Punkten will der Bürgermeister gemeinsam mit den Vereinen ein fundiertes Sportkonzept 2020 erarbeiten lassen. Für dieses sollen neben der Sportinfrastruktur die Aufgabenfelder und Strukturen der Vereine überdacht und so gestaltet werden, dass sie langfristig eigenständig, erfolgreich und wirtschaftlich stabil geführt werden können. Dabei sollen unter anderem enge Kooperationen ins Gespräch gebracht werden. Tabu soll es auch nicht sein, dass Vereine aus Langen und aus Nachbarkommunen zusammenarbeiten.

In diesem Jahr bezuschusste die Stadt folgende Projekte von Sportvereinen: Kanalsanierung an der TV-Halle am Jahnplatz; Bahnsanierung des Roll- und Eissportclubs; Fensteraustausch im Clubhaus des 1. FC Langen; Flachdachsanierung auf dem Gebäude des SSG-Freizeit-Centers. Der TV Langen erhielt Geld für den Kauf eines Trampolins und der Kraftsportverein für die Anschaffung von Sportgeräten.

Auch für nächstes Jahr haben die Vereine Projekte zur Bezuschussung angemeldet: Erneuerung der Bootsstege des Dreieich-Segelclubs; Sanierung der Umkleidekabinen des FC Langen; Verbesserung der Kugelfanganlage der Schützengesellschaft; Sanierung der drei ganzjährig bespielten Hauptplätze des Tennisklubs; Kauf von vier Platten des Tischtennis-Clubs; Aufstockung des Gerätepools des Kraftsportvereins.

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