Stadt sucht Ersatz für die Kita Im Grünen

Langen - Schaden durch Wasserrohrbruch schlimmer als erwartet

Langen Die ersten Schätzungen erwiesen sich als zu optimistisch, das Ausmaß des Schadens ist erheblich größer als angenommen. Bis die Kinder der Kita Im Grünen, die am Neujahrstag durch einen Wasserrohrbruch in weiten Teilen geflutet wurde, wieder in ihrer Einrichtung herumtollen können, wird es wohl Herbst werden. „Wenn alles gut läuft, ist der Hauptteil des Gebäudes in acht Monaten fertig“, sagt Fachbereichsleiterin Marita Scheer-Schneider. Derzeit wird die Kita im Oberlindener Weißdornweg komplett entkernt. Das Jubiläumsjahr hatten sich alle Beteiligten anders vorgestellt, das 40-jährige Bestehen sollte unter erfreulicheren Vorzeichen gefeiert werden.

Die 75 Mädchen und Jungen sind derzeit in Ausweichdomizilen untergebracht. 50 Kinder werden im alten Pavillon der Kita Sonnenschein im Neurott betreut, für die dritte Gruppe hat die Stadt Räume der Martin-Luther-Gemeinde an der Berliner Allee angemietet. Die Situation ist nicht nur für viele Eltern unbefriedigend, weil sie nun mal mit Unannehmlichkeiten verbunden ist, auch Scheer-Schneider ist alles andere als glücklich. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer anderen Lösung“, versichert die Fachbereichsleiterin. „Auch weil wir nicht acht Monate mit den Kindern in der Kirchengemeinde bleiben können.“

Die Suche nach einem Übergangsquartier, in dem für alle 75 Kinder Platz ist, gestaltet sich indes als äußerst schwierig. „Wir gucken uns ständig Räumlichkeiten an, haben aber bislang nichts Passendes gefunden“, sagt Scheer-Schneider. Oft scheitere es an den fehlenden sanitären Einrichtungen, bei anderen Objekten sei kein Außengelände vorhanden – für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren ein Muss. In anderen Fällen war der Stadt die Miete zu hoch.

Vorschläge aus der Elternschaft, die Kinder in Containern unterzubringen, bewertet die Fachbereichsleiterin bei Kindern diesen Alters schon unter pädagogischen Gesichtspunkten als problematisch. „Das ist für uns die letzte Lösung, wenn wir wirklich nichts anderes finden.“

Die Arbeiten im Weißdornweg sind derweil voll im Gang, nachdem drei Gutachter sich unabhängig voneinander ein Bild von dem Schaden gemacht hatten. Ergebnis: Der vom Frost verursachte Rohrbruch zum Jahreswechsel hat die Einrichtung komplett unbrauchbar gemacht, das Wasser ist bis unter den Estrich geflossen. Der Hauptteil der Kita ist inzwischen entkernt. Womöglich lässt sich das Unangenehme mit dem Nützlichen verbinden. Der Fachbereich Kinderbetreuung trägt sich mit dem Gedanken an einen Anbau, der Platz für eine weitere Gruppe bietet. Noch ist nichts spruchreif, erstmal sind Magistrat und Stadtverordnete gefragt.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare