Versorgung durch Stadtwerke geprüft

Keine Angst vor „Blackout“

Langen - Im Fall eines Hackerangriffs auf das Netz der Stadtwerke sitzen die Langener nicht ohne Strom da. Das haben die Stadtwerke nun schriftlich. Um das sicherzustellen, wurde die Technik des Energieversorgers auf Herz und Nieren geprüft.

Es ist ein Horrorszenario: Hacker gelangen ins Stromnetz eines Energieversorgers und legen alles lahm. Es kommt zum „Blackout“. Das gleichnamige Buch von Mark Elsberg aus dem Jahr 2012 beschreibt, wie die sogenannte kritische Infrastruktur angegriffen wird und welche Folgen das haben kann. Die Stadtwerke Langen sind auf eine solche Situation gut vorbereitet. Sie verfügen inzwischen über ein zertifiziertes Informationssicherheits-Managementsystem.

Nach Erscheinen des Buches hatten Versorgungsunternehmen das beschriebene Szenario im Eigenversuch nachgespielt und für realistisch befunden. Daraufhin legte die Bundesnetzagentur einen Katalog von Sicherheitsanforderungen vor, die Betreiber von Strom-, Gas- und Wassernetzen erfüllen müssen. Zugleich wurde ein Zertifizierungssystem entwickelt, nach dem ein solches Siegel vergeben wird.

Bereits 2016 begannen die Stadtwerke Langen zusammen mit der Rheinischen Energie AG als beratendes Unternehmen die Strukturen und Abläufe ihrer computergestützten Leittechnik zu überprüfen. Seitdem wurden das Stromnetz unter die Lupe genommen, mögliche Sicherheitslücken ausgebessert. „Wir entsprechen auf allen relevanten Gebieten bei den Vorgehensweisen und Abläufen den hohen Sicherheitsanforderungen“, fasst der Technische Leiter Gerd Fitterer zusammen. Die Stadtwerke haben damit mängelfrei nachgewiesen, dass sie die Energieversorgung uneingeschränkt sicherstellen und deshalb das von der Bundesnetzagentur geforderte Testat erhalten. Dafür hatte die Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen das System mehrere Tage lang untersucht. In einem Jahr wird es erneut überprüft. (jrd)

Wie sicher ist unsere Stromversorgung? Fragen & Antworten

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