Starke Nerven gefragt

Langenerin nimmt an internationalem Slam teil

Hat sich einen Herzenswunsch erfüllt: Yvonne Kann aus Langen beim Speaker Slam Wettbewerb in Berlin.
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Hat sich einen Herzenswunsch erfüllt: Yvonne Kann aus Langen beim Speaker Slam Wettbewerb in Berlin.

Die erste Teilnahme und gleich ein Weltrekord: Die Langenerin Yvonne Kann hat beim Rednerwettstreit Speaker Slam mitgemacht, der mit 73 Rednern und Rednerinnen einen neuen Weltrekord aufgestellt hat. So viele Speaker hatte es vorher noch nicht gegeben.

Langen – Doch der Rekord ist für Kann Nebensache. „Für mich war es einfach ein Herzenswunsch, dort zu reden, wo einem so viele Menschen zuhören. Und natürlich ging es mir auch um den Nervenkitzel“, sagt die 50-jährige Gesundheits- und Qigong-Lehrerin.

Nach einer Vorqualifikation waren die Redner bei dem von Hermann Scherer ins Leben gerufenen internationalen Wettbewerb, der diesmal in Berlin abgehalten wurde, angetreten. Es galt – ähnlich wie beim Poetry Slam – das Publikum durch einen kurzen Vortrag zu begeistern. Die Themenwahl lag bei den Slammern, die ihre Texte selbst verfassen – und entscheiden müssen, ob sie auf allgemeine gesellschaftliche Themen eingehen oder Privates erzählen. Die Herausforderung: Die Sprecher haben nur vier Minuten Zeit, um das Publikum und die Jury, die sich aus Autoren, Speakern und Unternehmern zusammensetzt, zu überzeugen.

Gesundheitsberaterin hat berufliches Thema gewählt

„Solch eine große Plattform zu haben, ist etwas ganz Besonderes“, sagt Kann, die sich für ein Thema entschied, das mit ihrer beruflichen Tätigkeit zusammenhängt. Unter dem Titel „Mit Herzensenergie in die Freude“ sprach die Gesundheitsberaterin darüber, wie Stress, Sorgen und schlechte Nachrichten täglich Kraft rauben, und wie man diesen Teufelskreis durchbricht. „In meinen Vortrag habe ich persönliche Geschichten und konkrete Tipps einfließen lassen“, so Kann, die in Langen Qigong und Mediation unterrichtet.

Die Langenerin kann sich nun über einen Award für die Teilnahme freuen, aber vor allem darüber, dass sie es geschafft hat. „Denn als Speakerin braucht man Nerven wie Drahtseile: Nach genau vier Minuten wird das Mikrofon einfach ausgeschaltet.“

Von Julia Radgen

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