161 Plätzen von Terminal for Kids

Abhilfe bei zu wenigen Kita-Plätzen: Startschuss für Kita an der Klinik

Mit dem offiziellen Spatenstich setzten (von links) Doru Somesan (Geschäftsführer des Investors medi park), Klinik-Geschäftsführer Jan Voigt, Björn Hörnle (Kaufmännischer Leiter TfK), Landrat Oliver Quilling und Bürgermeister Jan Werner den symbolischen Start für die neue Kita.
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Mit dem offiziellen Spatenstich setzten (von links) Doru Somesan (Geschäftsführer des Investors medi park), Klinik-Geschäftsführer Jan Voigt, Björn Hörnle (Kaufmännischer Leiter TfK), Landrat Oliver Quilling und Bürgermeister Jan Werner den symbolischen Start für die neue Kita.

In Langen fehlt es an Kita-Plätzen. Eine neue Einrichtung an der Asklepios-Klinik soll helfen, den Bedarf zu decken.

Langen – In Sachen Kita-Ausbau geht in Langen aktuell eigentlich viel voran: Die Kita Waldkitz hat im Sommer ihre Gruppe eingeweiht, auch bei der Zauberburg soll eine Naturgruppe entstehen, die in einem Schutzwagen unterkommt. Doch die haben vergleichsweise wenig Plätze. Daneben treibt die Stadt mit den Projekten Sport- und Musik-Kita den Ausbau voran, doch sie rennt trotzdem dem Bedarf hinterher. Die Kita an der Klinik soll Abhilfe schaffen.

Noch immer stehen fast 500 Familie im U- und Ü3-Bereich auf der Warteliste. Ein größerer Wurf steht auf dem Gelände der Asklepios Klinik an: Hier entstehen 161 neue Betreuungsplätze. Die Eröffnung ist für Frühjahr 2023 geplant. Nun erfolgte der offizielle Spatenstich.

Kita an Asklepios-Klinik in Langen: Gebaut von Tochterunternehmen der Fraport AG

Die Einrichtung auf der Fläche hinter dem Besucherparkplatz der Asklepios Klinik erbaut der Träger Terminal for Kids (TfK) – der schon im alten Forsthaus beziehungsweise auf dessen Außengelände zwei Gruppen betreut. Die TfK ist ein Tochterunternehmen der Fraport AG und betreibt insgesamt 18 Kitas in der Region. Sie übernimmt die Finanzierung des Bauprojekts mit einem Volumen von circa 5,5 Millionen Euro. Die benötigte Fläche von rund 3 000 Quadratmetern stellt wiederum Asklepios durch Verpachtung zur Verfügung. Die Betriebskosten von geschätzt 1,4 Millionen Euro im Jahr trägt – wie bei allen freien und kirchlichen Trägern – die Stadt.

Die Betreuungsplätze werden sich in Gruppen bis drei Jahre sowie die Altersgruppen von drei bis sechs Jahren aufteilen, deren Vergabe künftig Stadt und TfK vornehmen. Dabei sind 131 Plätze für die Kinder Langener Familien und 30 für die Kinder von Klinik-Mitarbeitern vorgesehen. Konzeptuell setzt die TfK unter anderem auf die spielerische Vermittlung von Englisch für die Kleinsten.

Kita in Langen: Öffnungszeiten, die Eltern im Schichtbetrieb entgegenkommen

Eine Besonderheit für Eltern sollen die ausgedehnten Öffnungszeiten sein: Die Kita wird von 7 bis 17 Uhr geöffnet haben, im Sommer sind keine Schließzeiten vorgesehen. Das komme vor allem Eltern mit langen Arbeitszeiten, die etwa im Schichtdienst tätig sind, entgegen – nicht nur, aber auch bei Angestellten des Krankenhauses. „Viele unserer Mitarbeiter, die etwa nach einer Familienpause wieder in den Schichtdienst einsteigen möchten, benötigen Kita-Plätze für ihre Kinder“, sagt Klinik-Geschäftsführer Jan Voigt. Er sei Stadt und Kreis sehr dankbar, dass durch ihre Initiative mit TfK ein Kooperationspartner gefunden wurde, „dem als professioneller Betreiber und Investor die Entwicklung der Region am Herzen liegt“.

Man wisse um den Bedarf an Betreuungsplatzen und sei froh, dass dieses Projekt den Standort Langen nachhaltig stärken kann, betonen Landrat Oliver Quilling und Bürgermeister Jan Werner. „Die Gewinnung von Fachkräften und der Ausbau der Gesundheitsversorgung sind zentrale Punkte in der Weiterentwicklung unserer boomenden Region“, heben beide hervor. Und gerade bei der Fachkräftegewinnung könne eine praktische, flexible Betreuungseinrichtung vor Ort ein großer Pluspunkt sein.

Langen: Interimslösung bis Kita-Gebäude steht

Nun werden die Bauplanungen finalisiert und die offizielle Baugenehmigung ausgesprochen. Die Beschlüsse der Stadt und die entsprechenden Notariatsverträge liegen bereits vor. Je nach Wetter wird die Baugrube noch dieses Jahr ausgehoben, alternativ voraussichtlich im März des kommenden Jahres. Die Bauzeit beträgt laut Asklepios ungefähr ein Jahr.

Um bereits während der Bauphase der neuen Einrichtung Betreuungsplätze für Langener zur Verfügung zu stellen, hat die Stadt die TfK damit beauftragt, eine Interimslösung in Form einer Container-Kita zu errichten und zu betreiben. Die dafür notwendige Fläche stellt die medi park Langen GmbH auf dem Grundstück vis-à-vis der Klinik zur Verfügung. Hier werden nun schnellstmöglich Betreuungskapazitäten für 74 Kinder errichtet. (jrd)

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