Strategie der „Simpsons“ ging voll auf

Langen - Dreieichschule siegt bei Planspiel Börse

(fm) Sie hatten in der Region mit Abstand den besten Riecher, die „Simpsons“ von der Dreieichschule. Beim 26. Planspiel Börse der Sparkasse Langen-Seligenstadt vermehrten die Gymnasiasten um Lehrer Claude Görner das fiktive Startkapital von 50 000 auf sensationelle 92 383 Euro. Für den Sieg strich die Gruppe ein (reales) Preisgeld von 500 Euro ein. Hessenweit waren acht andere Teams noch besser als die Langener.

2007 hatten 238 Gruppen mitgespielt, im vergangenen Jahr versuchten sich 256 Gruppen als Spekulanten an den Wertpapierbörsen. Zehn Wochen hatten die insgesamt 870 Jugendlichen aus 21 Schulen im Geschäftsgebiet der Sparkasse Zeit gehabt, ihr Startkapital zu vermehren. Dabei zahlten mehr als zwei Drittel der Schüler im wahrsten Sinne des Wortes Lehrgeld – ihre Depots schlossen im Minus.

Das ist nicht weiter verwunderlich. Mitten im Spiel erschütterte die Pleite des US-Bankhauses Lehman die Weltmärkte. In der Folge brachen nicht nur Bankaktien in Nullkommanichts ein. Wer zu diesem Zeitpunkt schon alles angelegt hatte, konnte sich den Traum vom Sieg abschminken.

Doch jede Krise kennt auch Gewinner und in diesem Jahr konnte man schnell viel Geld verdienen, wenn man das richtige Timing hatte oder die einzige im DAX trotz aller Katastrophen steigende Aktie kaufte: die von VW. Mutige kauften Aktien der Hypo Real Estate oder der Commerzbank, um sie nach wenigen Tagen abzustoßen und damit den Gewinn zu maximieren.

Die „Simpsons“ lagen mit ihrer Strategie goldrichtig. Jonas Schuster, Jasmin Sarikaya, Florian Sieling, Corinna Stock und Benjamin Tost machten ein sattes Plus von mehr als 42 000 Euro. Zum Vergleich: Die zweitplatzierten „Rockefeller“ der Merianschule aus Seligenstadt fuhren einen Gewinn von 26 600 Euro ein.

In den Top Ten landeten zwei weitere Teams aus Langen. Die „Gute-Laune-Crew“ von der Albert-Einstein-Schule belegte den neunten Platz. Miriam Goerlich, Katharina Frick, Melissa Fleckenstein und Vanessa Stricker, die von Lehrer Eberhard Heun betreut wurden, erhöhten ihr Startkapital um gut 10 000 Euro. Die Gruppe „Alles Müller oder was?“ von der Adolf-Reichwein-Schule kam mit 7 600 Euro auf Rang zehn. Marc Herth, Annemarie Zotec, Melanie Mehne, Sandra Simionov, Lukas Hilgers, Nadja Loeffler und Ermias Yared wurden von Lehrer Malte Müller beraten. Beide Gruppen wurden mit 150 Euro belohnt.

Die Dreieichschule feierte im Übrigen einen Doppelsieg. Beim Euro-Stoxx50-Tipp kamen Daniel Hoffelner, David Nase, Marc-Sandor Rinner, Chris Roth und John Schmidt alias „Noobs on Extasy“ dem Ergebnis am nähesten. Der Tipp war 150 Euro Preisgeld wert.

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