Lebensmittelausgabe am neuen Standort

Tafel freut sich über bessere Möglichkeiten

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Freude (nicht nur) bei den Hauptorganisatoren der Langener Tafel: Marianne Distelmann, Ute Glaser, Ursula Pape-Köhler, Vorsitzende Friedelgaard Pietsch, Gertrud Keim, Manfred Goransch und Hildegard Fendt (von links) begrüßten bei der Einweihungsfeier die Gäste in den neuen Räumen in der Friedrich-Ebert-Straße 1.

Langen - Die Aufregung ist Friedelgaard Pietsch am Telefon deutlich anzumerken: Eine gute Stunde ist es noch bis zum ersten Nachmittagstermin der Langener Tafel. Die letzten Vorbereitungen laufen. Von Markus Schaible 

Vieles ist neu bei der Hilfsorganisation, die sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen aus Langen, Egelsbach, Dreieich und Erzhausen mit Lebensmitteln unterstützt – nicht nur die Nachmittagsausgabe. Seit gestern werden die Bedürftigen am neuen Standort Friedrich-Ebert-Straße 1 (nahe Wernerplatz) versorgt. Und das vier- statt wie bisher nur zweimal pro Woche.

Am Samstag hat die Tafel die neuen Räume, die nunmehr ausschließlich von der Einrichtung genutzt werden und Lager und Ausgabestelle unter einem Dach vereinen, offiziell eingeweiht. „Wir wollten vor allem unseren Sponsoren Dank sagen“, sagt Vorsitzende Pietsch, „und natürlich den Vertretern des evangelischen Petrusbezirks, mit dem wir weiterhin eng zusammenarbeiten.“ Zudem sei im Rahmen des Deutschen Tafeltags (an dem bundesweit ein Zeichen gegen Armut und Lebensmittelverschwendung gesetzt werden soll) die Entwicklung der elf Jahre alten Langener Einrichtung beleuchtet worden. Aus anfänglich 40 bis 60 Menschen, die pro Woche versorgt wurden, sind mittlerweile bis zu 160 geworden. Im Jahr 2013 bediente die Langener Tafel insgesamt rund 800 Haushalte.

Gestern dann also der erste Nachmittagstermin. „Alle sind sehr aufgeregt“, berichtet Pietsch. Aber sie ist guter Dinge, auch wenn am Anfang vielleicht noch nicht alles rund läuft: „Das wird sich einspielen.“

Möglich wurde der Umzug durch viele Sponsoren, denen Pietsch und ihr rund 45-köpfiges Team sehr dankbar sind. Gleichzeitig bedeutet er aber auch, dass weitere Unterstützer benötigt werden. „Wir haben höhere Kosten, unter anderem zahlen wir mehr Miete für die Räume.“

Ebenfalls immer gesucht werden ehrenamtliche Helfer – vor allem Männer. Wer die Tafel finanziell oder tatkräftig unterstützen will, wendet sich an Friedelgaard Pietsch, 06103/977551. Die Lebensmittelausgabe an Bedürftige erfolgt ab sofort montags ab 14 sowie dienstags, donnerstags und freitags ab 10.30 Uhr (Ausnahme: Feiertage und der jeweilige Tag danach).

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