Internationale Jesus Gemeinde

Theatergruppe führt in Stadthalle „The Jesus Story“ auf

Langen - Die Spannung steigt: Gleich zweimal führt die Theatergruppe der Internationalen Jesus Gemeinde (IJG) an Ostern in der Stadthalle das Musical „The Jesus Story“ auf. Die Proben dazu laufen auf Hochtouren. Von Sina Gebhardt 

An einer langen Tafel sitzen die zwölf Darsteller der Jünger Jesu’ auf dem Boden, weibliche Statisten schenken ihnen ein und singen dazu im leisen Chor. Dann friert die Abendmahl-Szene ein und Daniel Reinhold tritt als Christus in den Vordergrund, beginnt langsam den Tisch zu umrunden und zu der im Hintergrund laufenden Musik seinen Solo-Gesang zu proben. Es ist Samstag und damit wird das ehemalige UT Kino in der Rheinstraße Schauplatz für die großen, gemeinsamen Proben des Ensembles der IJG (Internationalen Jesus Gemeinde), das dieses Jahr zum dritten Mal ein Ostermusical auf die Beine stellt: „The Jesus Story“ wird am Samstag und Sonntag, 26./27. März, erstmals in der Stadthalle aufgeführt.

In Deutschland ist es eine Rarität, in den USA gehört es zu den größten christlichen Festen einfach dazu: Die Idee, die Geschichte Jesu’ als Musical zu erzählen, hat Organisatorin Melanie Endecott aus ihrer Heimat mitgebracht, wo sie selbst als Kind bereits mehrfach auf der Bühne gestanden hat. 2008 organisierte die Chorleiterin bei der IJG, die vor zwölf Jahren nach Deutschland gekommen ist, das erste Ostermusical; seitdem verzeichneten die Aufführungen in der Jahnhalle große Erfolge und sprengten regelmäßig den Besucherrahmen. „Bei der Aufführung 2013 mussten wir sogar einige Leute wegschicken, weil wir keinen Platz mehr hatten“, erklärt Anette Bartke, Teil des siebenköpfigen Teams der künstlerischen Leitung, den Umzug in die geräumigere Stadthalle.

Erfolg kommt nicht von ungefähr

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Auf der Bühne agieren sowohl talentierte Laien als auch wahre Profis, denn Endecott konnte dank ihrer Beziehungen als Gesangslehrerin viele Schauspiel- und Musikstudenten für das Projekt begeistern. Insgesamt rund 110 Akteure, darunter eine neunköpfige Live-Band, Licht- und Tontechniker, Requisiteure und viele Helfer, umfasst das große Team, das vor und hinter den Kulissen an der Musicalproduktion mitwirkt. „Es ist schwer, alle unter einen Hut zu bringen“, gesteht Endecott, doch seit Januar reserviert sich das Team seine Samstage für die Proben, während der es zu einer „Ostermusical-Familie“ zusammenwächst. „Es ist unglaublich viel Arbeit, aber wir haben einen hohen Anspruch an uns selbst“, so Bartke. „Und für Dinge, die einem Spaß machen, investiert man gerne die Zeit.“

Und schließlich will die IJG diesmal ein noch größeres Publikum begeistern. Die Geschichte selbst ist bekannt und als Musical inzwischen schon zweimal aufgeführt worden, wie also neue Anreize schaffen? „Mit dem Umzug in die Stadthalle haben wir viel mehr Möglichkeiten, gerade was Licht und Technik angeht“, erklärt die Organisatorin. Zudem gebe es geänderte Szenen sowie ein neues Lied und mit der neuen Besetzung auch neue Talente auf der Bühne: „Daniel Reinhold spielt Jesus und er hat eine wunderschöne Stimme“, schwärmt Endecott. Auch von den „alten Hasen“ im Team profitiert diese Aufführung, denn Technik-Leiter Thomas Tschur ist von Anbeginn dabei und konnte dank seiner Erfahrung einige Schwachpunkte ausmerzen. Er hat auch mit den Schauspielern eine CD mit den insgesamt 15 Liedern des Musicals aufgenommen, die es bei den Aufführungen zu kaufen geben wird.

Letztes Abendmahl: Das wurde aus den zwölf Aposteln

„Es ist die beste Geschichte der Welt“, ist Melanie Endecott überzeugt und sprudelt vor Begeisterung über: „Es macht Spaß, mit dem engagierten Team zu arbeiten. Die Lieder sind wunderschön und voller Kraft und Emotionen.“

Wer sich Tickets für die Vorstellungen am Samstag, 26. März, um 19 Uhr oder Sonntag, 27. März, um 18 Uhr sichern möchte, erhält diese an den Vorverkaufsstellen: Hallenbad im Stadthallenkomplex, Friseursalon Bartke (Oberlinden), IJG-Kulturkino (Rheinstraße). Im Vorverkauf zahlen Erwachsene zehn Euro und Kinder ab zwölf Jahren acht Euro; Abendkassenpreis um je zwei Euro erhöht.

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