Als der Tornado wütete

Große Schäden in Langen hat das Unwetter am Mittwoch verursacht.
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Große Schäden in Langen hat das Unwetter am Mittwoch verursacht.

Langen - Eigentlich ist es ein Wunder, dass nicht noch mehr passiert ist: Das Unwetter, das am frühen Mittwochabend über den Kreis Offenbach zog, hat in Langen schwere Schäden hinterlassen. Die Aufräumarbeiten dauern noch immer an. Von Markus Schaible

Am stärksten betroffen ist eine Schneise vom Loh über Oberlinden, Linden und den Bahnhof bis ins Nordend und von dort weiter über Dreieich bis nach Offenbach. In Langen wütete eine Windhose, die schätzungsweise 60 Häuser abgedeckt oder die Dächer zumindest beschädigt und Bäume entwurzelt hat. So stürzte das Dach des aufgrund seiner Bemalung „Hundertwasserhaus“ genannten Wohnblocks Annastraße 60-70 auf die Straße und beschädigte Autos. Auch an anderen Stellen wurden Fahrzeuge von herabfallenden Ziegeln oder umgestürzten Bäumen getroffen. Ebenso wurden etliche Gebäude beschädigt. Es gab mindestens ein Dutzend Verletzte, die in die umliegenden Krankenhäuser gebracht wurden. Sie wurden von Ästen oder Ziegeln getroffen.

Bilder der Unwetterschäden in Langen

Schlimme Unwetterschäden

Angesichts der Vielzahl der Einsatzorte erhielt die Feuerwehr Unterstützung aus Nachbarstädten, berichtet Stadtbrandinspektor Frank Stöcker; insgesamt waren bis Mitternacht 168 Feuerwehrangehörige mit 37 Fahrzeugen an 175 Stellen in der Stadt tätig. Auch DRK, Kommunale Betriebe, Forst, Polizei und Stadtwerke rückten aus. Gestern Vormittag tagte im Rathaus ein Krisenstab.

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Unwetter zieht Spur der Verwüstung

Wegen der einbrechenden Dunkelheit und der Masse der Schäden wurden am Mittwoch teilweise lediglich Absperrungen vorgenommen, sodass die Feuerwehr gestern Morgen erneut mit 30 Leuten ausrückte. Dazu gesellten sich weitere Kräfte aus Nachbarorten. Im Laufe des Tages wurden noch mal 70 Einsatzstellen abgearbeitet. Zudem nahmen überall Dachdecker und andere Handwerker die Arbeit auf.

Der Schaden dürfte mehrere Millionen Euro betragen.

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