Infos für Athleten und Neugierige

Größte Triathlon-Messe Europas zieht Besucher in die Stadthalle

+
Nicht nur gucken, sondern ausprobieren – so lautete die Devise auf der größten Triathlonmesse Europas in der Langener Stadthalle. Drei Tage lang präsentierten sich dort 65 Aussteller mit ihren Produkten, dazu gab es unter anderem einen Indoor-Triathlon und Seminare mit Sportexperten.

Langen - Die Stadthalle verwandelte sich am Wochenende abermals in ein Paradies für Dreikämpfer. Bereits zum vierten Mal präsentierten sich Hersteller bei der Triathlon Convention Europe (TCE). Von Vanessa Kokoschka 

Sportler und alle Neugierigen konnten dabei die neuesten Trends für die kommende Saison entdecken.
Offensichtliche Sportler und neugierige Passanten geben sich die Klinke in die Hand und bummeln durch die Gänge der Triathlon-Messe. Erstmals ist der Eintritt zur Messe frei. Nur für den Besuch der Seminare, des Indoor Triathlon und des TCE-Run, den der TV Langen mitgestaltet, fallen Kosten an. Auf zwei Etagen bieten 65 Aussteller ihre neuesten Produkte und bewährten Klassiker an: von Bekleidung über Geräte bis hin zur passenden Ernährung.

Zum ersten Mal als Aussteller dabei ist Stefan Hintze-Karsten mit seinem jungen Unternehmen Kyzr aus Berlin. Er bietet Carbon-Laufräder an und nutzt die Messe, um in die Saison zu starten und sich und seine Firma mit der Triathlon-Szene zu verflechten. Mit dem Kaufen seien die Kunden auf der Messe zögerlich, sagt er. ,,Die meisten stehen kurz vor einer Kaufentscheidung und lassen sich von mir beraten“, berichtet Hintze-Karsten.

Bei Tobias Hopf läuft es, gemessen an der Verkaufsquote, besser. Der Offenbacher ist mit seinem Unternehmen „Good Mood Sports“ seit Januar 2017 auf dem Markt. Seine Balance- und Koordinationsgeräte bestehen aus Holz. Auf seiner Weltreise habe er verschiedene Fitnessstudios und Seminare besucht, und sich davon zur Selbstständigkeit inspirieren lassen. ,,Ich liebe Holz und Nachhaltigkeit. Vor allem bin ich ein Fan von effizienten Produkten“, betont Hopf.

Umweltbewusstsein spielt aber nicht nur für ihn eine wichtige Rolle. Für HartBelts ist es die Existenzgrundlage. Denn sie stellen Gürtel aus einem besonderen Material her – ausgedienten Fahrradreifen. ,,Einige unserer Gürtel haben sogar Radsportgeschichte geschrieben“, berichtet Mit-Eigentümer Eric Hartmann und deutet auf den magentafarbenen Gürtel, der einst mal ein Reifen des Telekom-Teams war.

Bilder: Triathlon-Messe in Langen

Auch Prominenz der Triathlonszene lässt sich am Wochenende in Langen blicken. Den Startschuss zur Messe lieferte am Freitag Ironman-Weltmeister Patrick Lange, der fleißig Autogramme gab und für Fotos mit Fans posierte (wir berichteten). Auch andere Sterne des Dreikampfs sind auf der Langener Messe zu Gast, so wie Triathletin Laura Philipp. ,,Es ist besonders, dass es eine Messe gibt, die nur Triathleten anspricht. Sonst hat man meist welche nur für den Lauf- oder Radsport“, sagt die Deutsche Meisterin auf der Triathlon-Mitteldistanz. Sie als Profi schätze an solchen Veranstaltungen nicht nur die neuen Produkte, sondern auch den Austausch mit anderen Sportlern. ,,Gefühlt ist hier mehr los als im vergangenen Jahr“, meint Philipp.

Diese Beobachtung teilt Besucherin Joanna Mickiewicz: ,,An den Laufbändern muss man zumindest genauso lange warten wie letztes Jahr, bis man dran kommt.“ Sie wartet auf ihre Freundin, die ihren Lauf gerade zu Ende joggt. Beide nehmen am angebotenen Indoor-Triathlon teil. Mickiewicz selbst hat den Dreikampf bereits hinter sich. Fünf Kilometer Fahrrad fahren, zwei Kilometer Laufen und dreihundert Meter Schwimmen im angrenzenden Hallenbad: ,,Mit meiner Leistung beim Rad fahren bin ich zufrieden“, sagt sie, schweigt aber über genaue Zeiten. Für sie sei der Triathlon jedoch eher Spaßveranstaltung als Konkurrenzkampf. ,,Klar gibt man sein Bestes, aber eher, um sich mit seinen eigenen Leistungen zu vergleichen“, fasst sie den olympischen Gedanken zusammen.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare