Multiple Sklerose

Die unheilbare Krankheit akzeptieren lernen

150 Jahre Deutscher Alpenverein
+
150 Jahre Deutscher Alpenverein

Die Diagnose „Multiple Sklerose“ (MS) trifft einen mitten im Leben und meist Menschen zwischen 20 und 40 Jahren. Sie bedeutet einen großen Einschnitt in das private und berufliche Leben und wirft viele Fragen auf.

Langen - MS-Kranke suchen daher gerne Kontakt zu anderen Betroffenen, um sich mit ihnen über Krankheitsverlauf, Therapie, Fragen zu Beruf oder Familienplanung auszutauschen, aber auch, um gemeinsame Freizeitaktivitäten zu unternehmen. In Langen möchte sich nun dank der Initiative einer jüngeren Betroffenen ein MS-Treff gründen, der vor allem junge Menschen und Eltern mit der Krankheit ansprechen möchte.

Stefanie Görlitz, eine Mittdreißigerin aus Langen und alleinerziehende Mutter, die vor zehn Jahren die Diagnose Multiple Sklerose erhielt, hatte die Idee zu dem Treff. Er soll anderen jungen Betroffenen und Eltern Mut machen im Umgang mit der nach wie vor unheilbaren Erkrankung. Eine Erkrankung, die wegen ihres individuellen und nicht vorhersehbaren Verlaufs Zukunfts- und Existenzängste bereiten kann, wenngleich sich die Therapiemöglichkeiten in den vergangenen Jahren verbessert haben.

Was bedeutet die Erkrankung für die berufliche wie private Lebensplanung? Was ist mit dem Wunsch nach eigenen Kindern? Oder es sind schon Kinder da. Wie können diese versorgt und aufgezogen werden, wenn ein Elternteil MS-betroffen ist und eventuell später auf einen Rollstuhl angewiesen sein wird? Das sind Fragen, die sich junge Menschen mit MS stellen und für die der neue Treff in Langen ein Forum sein kann, so Stefanie Görlitz.

Begleitet wird die Aufbauarbeit des neuen Treffs von Monika Dettke, Leiterin Soziale Dienste beim Landesverband Hessen der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). „Die Selbsthilfegruppen sind ein essenzielles Element unserer Arbeit. Für MS-Betroffene ist es ungeheuer wichtig, sich untereinander auszutauschen. Das kann sehr dabei helfen, die Krankheit und das Leben mit Multipler Sklerose zu akzeptieren. Daher ist es uns ein Anliegen, Betroffene dort, wo sie leben, zu unterstützen, Kontakte zu knüpfen“, erläutert Dettke.

Wer am ersten Treffen am Donnerstag, 23. Januar, von 16.30 bis 18.30 Uhr im Zentrum für Jung und Alt (ZenJA), Zimmerstraße 3, teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bis zum 20. Januar anzumelden: Stefanie Görlitz, z 0176 64249935, E-Mail: stefanie.goerlitz@gmx.net, oder Monika Dettke, z 069 405898-0, E-Mail dettke@ dmsg-hessen.de. Sie stehen auch für weitere Auskünfte zur Verfügung.  ble

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare