Großer Verein vor großen Aufgaben

TV Langen knackt Marke von 2500 Mitgliedern

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Der teilerneuerte Vorstand des Turnvereins Langen (von links): Vorstand Maren Schlegler, stellvertretende Schriftführerin Ingrid Müller, Beisitzer Dieter Neuss, Präsident Jan Werner, die Vorstände Volker Neiß, Mike Schäfer und Kai Forst, Birgitt-A. Finke (Schriftführerin, Geschäftsstelle), Beisitzer Ulrich Vedder und Vorstand Manfred Seipel.

Langen - Zukunft, Gestaltung, Herausforderungen: Drei Schlagworte spiegeln das Aufgabenspektrum wider, das der frisch gewählte Vorstand des Turnvereins Langen im Zuge seiner Agenda 2020 abzuarbeiten gedenkt. Ein Lichtblick: steigende Mitgliederzahlen. Von Holger Borchard 

Größter Klotz am Bein: die Freiheit, zwei Sporthallen sein Eigentum zu nennen. Das kostet den Verein jährlich sechsstellige Summen, für 2017 stehen 170.000 Euro Unterhalt zu Buche. „Der Verein hat sich im abgelaufenen Jahr weiter positiv entwickelt“, unterstreicht Co-Vorstand Kai Forst. Mit Beginn dieses Monats habe der TVL erstmals mehr als 2.500 Mitglieder in seinen Reihen. „Als größter Verein Langens liegen wir im Kreis Offenbach auf Platz fünf der mitgliederstärksten Vereine“, so Forst. „Das ausgegebene Ziel 3.000 Mitglieder ist zwar noch ein gutes Stück entfernt, aber die Richtung stimmt.“

Positiv zu erwähnen ist, dass der TVL 2017 abermals einen kleinen Überschuss erwirtschaftet hat. „Das trotz der außergewöhnlichen Belastungen durch unsere zwei Hallen, in die wir wieder gut 170.000 Euro stecken mussten“, fügt Forst hinzu. Dickster Brocken und – um bei den Schlagworten zu bleiben – größte Herausforderung des vergangenen Jahres war die ungeplante Erneuerung der Brandmeldeanlage in der Georg-SehringHalle einschließlich Deckensanierung. „Beides hat uns 50.000 Euro außer der Reihe abgefordert“, resümiert Forst. „Aufgrund des Alters und der Bausubstanz beider Hallen wird die Infrastruktur in den nächsten Jahren eines der prägenden Themen des Vereinsalltags bleiben“, prognostiziert Forst. Umso erfreulicher und wichtiger sei das gute Verhältnis zur Stadt, die 2017 den Hallenunterhalt mit 60.000 Euro unterstützt habe. Dafür sei der TVL sehr dankbar, unterstreicht auch der Präsident Professor Dr. Jan Werner.

Etwaigen Fusionsgedanken, im Ostkreis Offenbach ja schon vorexerziert, erteilt der TVL-Vorstand zum heutigen Zeitpunkt eine klare Absage. „Da sehen wir zum Beispiel das Risiko des Mitgliederverlusts durch den Wegfall von Doppel- oder Familienmitgliedschaften“, sagt Forst. Eine gangbare, Synergieeffekte versprechende Option könnte aus TVL-Sicht die Kooperation der Vereine in einer gemeinnützigen Verwaltungs-GmbH sein. „Wir streben für nächstes Jahr die Gründung einer solchen gGmbH an und laden andere Vereine zur Teilnahme ein“, verrät Forst. Als neue Veranstaltungsreihe für dieses Jahr plant der TVL den „Langener Sommer.“

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Im Zuge der Vorstandswahlen hat der geschäftsführende Vorstand den zweiten Schritt des geplanten Generationenwechsels vollzogen. Einstimmig an die Seite von Volker Neiß und Kai Forst, die beide noch für ein Jahr gewählt sind, wurde Manfred Seipel für zwei weitere Jahre in den Vorstand gewählt. Neu im geschäftsführenden Vorstand sind für zwei Jahre Maren Schlegler (31) und Mike Schäfter (30). Flankiert wird der neue Vorstand durch die Beisitzer Ulrich Vedder, Manfred Becker und Dieter Neuss. Rolf Volkmann kandidierte nicht mehr für den Vorstand, er wurde stante pede für sein langjähriges Engagement geehrt. Dem Gesamtvorstand gehören neben den Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes und den bestätigten Abteilungsleitern auch Birgitt A. Finke (Schriftführerin/Geschäftsstelle) und Ingrid Müller (stellvertretende Schriftführerin) an. Die Abteilungsleitungen und Stellvertretungen wurden wie üblich en bloc einstimmig bestätigt.

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