Vereinsmeier im besten Sinn

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Ihm hat Langen viel zu verdanken: Hans Hoffart wurde am Donnerstagabend zum Ehrenbürger ernannt. „Schuld“ daran ist auch Ehefrau Ulla, die ihm in all den Jahren immer den Rücken frei hielt.

Langen (fm) ‐ Wenn es einer verdient hat, dann er: Hans Hoffart ist ein Vereinsmeier im allerbesten Sinn. Am Donnerstagabend wurde dem 79-Jährigen im Rathaus das Ehrenbürgerrecht verliehen. Die Palette dessen, was die Stadt so an Auszeichnungen zu vergeben hat, ist für den Erfinder des Ebbelwoifestes nun nicht mehr zu toppen.

Viele Langener dürfte es nicht geben, die den Mann mit dem Schalk im Nacken nicht kennen. Hoffart, im Wiesgässchen aufgewachsen, ist seit Jahrzehnten ein Hansdampf im örtlichen Kultur- und Vereinsleben. Schon mit 16 wurde er Mitglied im Gesangverein Frohsinn, später prägte er den Karneval bei der LKG und war treibende Kraft beim Verkehrs- und Verschönerungs-Verein. Alle drei Vereine haben ihn längst zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt ist Hans Hoffart in der Rolle des Brunnenwirts. Das Ebbelwoifest muss künftig bekanntlich ohne ihn als Symbolfigur auskommen. Gestern brachte Hoffart die Kapp’, die er 36 Jahre lang trug, ins Stadtmuseum. Nun kann er in aller Ruhe zuschauen, wie sein Wunsch-Nachfolger Heinz-Georg Sehring sich macht.

Ein Großteil seiner Popularität hängt auch mit Hoffarts Berufsleben zusammen: Er war Redakteur unserer Zeitung und hat fast ein Vierteljahrhundert das Meinungsbild in der Stadt mitgeprägt.

„Humor- und geistvoll, anständig, offen und fair, ein freundlicher und zuvorkommender Mensch, ein Pfundskerl, auf den Verlass ist“ – so charakterisierte Bürgermeister Frieder Gebhardt den neuen Ehrenbürger in seiner Laudatio. Bescheidenheit hätte der Rathauschef noch hinzufügen können. Bei allem, was Hoffart erreicht hat, ist ihm der Erfolg nie zu Kopf gestiegen.

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