Verkehrs- und Verschönerungsverein

Walter Metzger mit Ebbelwoifest rundum zufrieden

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Zufrieden mit dem Ebbelwoifest 2018: VVV-Vorsitzender Walter Metzger.

Langen - Schön war’s: Das 45. Langener Ebbelwoifest ist schon wieder Geschichte, Tausende von Besuchern hatten vier Tage lang ihren Spaß.

Ohne Frage hat das 2018er-Spektakel an die 44 erfolgreichen „Heimatfeste“ zuvor nahtlos angeknüpft, dennoch wurden die vom veranstaltenden Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) diesmal vorgenommenen Programmänderungen am Brunnen und in den Heckenwirtschaften eifrig diskutiert. VVV-Vorsitzender Walter Metzger zieht im Gespräch mit Redakteur Holger Borchard ein erstes persönliches Fazit zu Soll und Haben der „Nationalfeiertage“.

Herr Metzger, das stets streng gehütete Geheimnis, wer gedaaft wird, wurde vorzeitig gelüftet, die Krönung und die Daaf wurden vom Samstag auf den Freitag vorgezogen, dafür das Feuerwerk vom Freitag- auf den Samstagabend verlegt. Die Festmacher haben das Programm ganz schön durchgewirbelt – hat sich das gelohnt?

Wir im VVV-Vorstand meinen schon, aber das muss man sicher differenziert betrachten. Der Entschluss, die Daaf und die Krönung auf den Freitag vorzuziehen, hat meines Erachtens dafür gesorgt, dass wir am Freitagabend mehr Publikum am Brunnen hatten als bei den letzten Malen samstagnachmittags.

Also wird diese Abfolge am Eröffnungsabend künftig so beibehalten?

Sehr gut vorstellbar, ich würde – ohne meinen Vorstandskollegen vorgreifen zu wollen – weiter so verfahren. Aber eine Lehre ist in jedem Fall, dass die spätere Uhrzeit beibehalten werden sollte, also wie diesmal 19 Uhr und nicht wie früher um 17 Uhr bei womöglich praller Nachmittagssonne.

Daaf und Krönung zu trennen, das eine freitags, das andere samstags, steht das zur Debatte?

Aus unserer Sicht nicht. Wir wollen diesen Komplex so zusammen lassen, weil wir denken, das passt.

Und der bis voriges Jahr unvorstellbare „Geheimnisverrat“ um die Täuflinge?

Das haben wir vorab natürlich auch intern diskutiert. Jetzt im Nachgang können wir festhalten, dass das nicht als großer Aufreger in die Festannalen eingehen wird. Und die Absicht dahinter, vorab Familien, Freunde, Vereinskollegen und Bekannte der Täuflinge zu informieren, macht sicherlich Sinn.

Apropos Aufreger: Das Feuerwerk vom Freitag- auf den Samstagabend zu verlegen, ist unseres Erachtens die Änderung, die noch am ehesten die Geister geschieden hat. Ist das bei Ihnen ähnlich angekommen?

Ja, das kann man so sagen. Mir haben ebenfalls diverse Leute gesagt, dass sie das Feuerwerk eher am Anfang des Fests sehen und vom Gefühl her würde ich für nächstes Jahr auch wieder den Freitag anraten. Aber das werden wir ganz entspannt im Vorstand besprechen. Rein dramaturgisch jedenfalls war das Feuerwerk diesmal nach dem Zittersieg der Fußballer doch glänzend platziert. Und was an Publikum während der Übertragung rund um den Brunnen fehlte, ist ja direkt danach wieder zum Feuerwerk in die Altstadt geströmt.

Stichwort Publikumsinteresse: Trügt der Eindruck, dass es diesmal an allen Tagen nicht absolut brechend voll war?

Nein, dieser Eindruck trügt nicht – und da fällt dem VVV auch kein Zacken aus der Krone, das zu bestätigen. Schließlich sprechen wir immer noch von Tausenden von Besuchern und auch dieses Fest hatte wie alle anderen davor resonanzmäßig seine Hoch- und Durchhänge-Phasen. Ich denke, es lassen sich drei gute Gründe anführen, die unser Fest noch mehr Gäste gekostet haben: die Fußball-Weltmeisterschaft, das Wetter und natürlich der Ferienbeginn.

Bilder: Ebbelwoifest in Langen

Überarbeitet worden ist auch das Konzept des Montagsfrühschoppens. Noch ein Schritt in die richtige Richtung?

Ich denke schon. Wir wollten es etwas ruhiger haben, was die Musikbeschallung angeht. Die Resonanz, die mir von den Tischen im Festzelt entgegengebracht wurde, war mit einer Ausnahme durchgehend positiv. Aber auch dafür gilt: Nichts ist in Stein gemeißelt, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut und der VVV als Veranstalter wird sich Verbesserungsvorschläge jederzeit mit Interesse anhören.

Das Herz des Festes in den Hecken und Höfen jedenfalls schlägt nach schwierigeren Jahren nun wieder schön im Takt, oder?

Absolut. Mit 30 bis 40 Höfen und Heckenwirtschaften sind wir da wieder bei einer erfreulich stabilen Quote. Ich habe diesbezüglich viele positive Rückmeldungen erhalten, so etwa auch zum Kirchhof unter der Regie des kurzfristig eingesprungenen neuen Betreibers. Der Dank des VVV gilt allen, die das möglich beziehungsweise tatkräftig mitmachen.

Der VVV hat das Fest auch genutzt, um das jüngst erschienene Jubiläumsbuch zum 140. Geburtstag „Von Bänken, Bäumen und Bembeln“ an den Mann zu bringen. Ein Bestseller?

Na ja, so weit würde ich nicht gleich gehen. Das Buch wurde in einer Auflage von 1000 Exemplaren gedruckt, bis Sonntag waren circa 100 Exemplare auf dem Fest verkauft. Aber da bekommen die Besucher mildernde Umstände, denn mit seinen 224 Seiten und der hochwertigen Aufmachung hat der Band ein gewisses Gewicht, das ich auch nicht durch die Altstadt tragen wollte.

Zum guten Schluss vollenden Sie bitte zwei Sätze. Das Ebbelwoifest 2018 ...

... war ein voller Erfolg, der VVV ist sehr zufrieden, die konzeptionellen Änderungen scheinen recht gut angenommen zu werden.

Das Ebbelwoifest 2019 ...

... wird hoffentlich nahtlos da weitermachen, wo seine 45 Vorgängerfeste aufgehört haben, der VVV jedenfalls wird alle Weichen dafür stellen.

Danke sehr für das Gespräch.

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