Verstärkte Verkehrskontrollen

Stadt will Durchfahrtverbote überwachen

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Staus im Leerwegtunnel (hier die Einfahrt von der Liebigstraße aus) sollen so gut wie möglich verhindert werden, damit die Unterführung im Notfall für die Rettungsdienste befahrbar ist. Deshalb will die Stadt nun stärker das Lkw-Fahrverbot kontrollieren.

Langen - Verstärkte Kontrollen im Zuge der Brückensperrung kündigt die Stadt an. Hintergrund: Zahlreiche Verkehrsteilnehmer ignorieren Verbote.

Die Sperrung der viel befahrenen Bahnbrücke – über die sonst 20.000 Autos am Tag rollen – hat in Langen nicht zum großen Durcheinander geführt. Allerdings ignorieren offenbar zahlreiche Lkw-Fahrer das Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr am sogenannten Leerwegtunnel zwischen der Liebig- und der Paul-Ehrlich-Straße. Außerdem nehmen Autofahrer den Weg durchs Loh, obwohl sie keine Anwohner sind. Die Stadt hatte im Vorfeld umfangreich über die Situation während der Brückensperrung informiert und die Verkehrsteilnehmer auf die Umleitungen hingewiesen. Sie erfolgen hauptsächlich über die Nordumgehung. Der Pkw-Verkehr kann auch durch den Leerwegtunnel fahren. Weil der aber relativ eng ist, ist dieser seit jeher für Lkw tabu. Auf der Liebigstraße machen das gleich drei Verbotsschilder kenntlich, auf der Paul-Ehrlich-Straße sind es zwei. Erlaubt sind nur Linienbusse, die Müllabfuhr und Rettungsfahrzeuge.

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Die Realität sieht indes anders aus. Kontrollen der Ordnungspolizei ergaben zahlreiche Verstöße. Die Folge sind Knöllchen über jeweils 75 Euro für die, die sich nicht an das Durchfahrtsverbot halten. „Wir machen das nicht aus Schikane oder um Geld einzunehmen, sondern wegen der Verkehrssicherheit“, erklärt Erster Stadtrat Stefan Löbig. „Wenn sich im Tunnel zwei Laster begegnen, kann das brenzlig werden. Da passt nicht mehr viel Luft dazwischen und sie weichen auf den Geh- und Radweg aus, was wiederum für Fußgänger und Radler äußerst gefährlich werden kann.“

Löbig appelliert deshalb an die Brummifahrer, sich an das Verbot zu halten und über die Nordumgehung ihre Ziele anzusteuern. Die Kontrollen würden fortgesetzt. Missachtet werden auch die absoluten Halteverbote auf Teilen der Umleitungsstrecke. Da die eingerichtet wurden, um die Rettungswege freizuhalten, werden dort nach Angaben von Fachbereichsleiter Carsten Weise parkende Autos sofort abgeschleppt.

Tunnelbaustelle am Frankfurter Flughafen: Fotos

Kontrolliert wird auch auf der Zufahrt vom Leukertsweg in die Wohnsiedlung Loh, wo ein – noch schmalerer – Tunnel unter der Bahnlinie hindurchführt. Deshalb dürfen dort nur Anlieger mit dem Auto unterwegs sein, was durch entsprechende Schilder ersichtlich ist. Sie stehen am Ende der Berliner Allee in Höhe Wagnerstraße, am Leukertsweg (am Beginn der Feldgemarkung) und auf der Egelsbacher Straße im Anschluss an das Neubaugebiet Belzborn. Wer verbotswidrig durchs Loh abkürzt und erwischt wird, muss 20 Euro zahlen.

Um sich problemlos legitimieren zu können, stellt die Stadt für alle gemeldeten Bewohner des Lohs Durchfahrtsgenehmigungen aus. Sie müssen unter Angabe des Namens, der Adresse, einer Telefonnummer und des Autokennzeichens per E-Mail an: strassenverkehr@langen.de beantragt werden. Alternativ ist das auf dem Postweg möglich: Magistrat, Referat Ordnung und Verkehr, Südliche Ringstraße 80, 63225 Langen. Gartenbesitzer müssen zusätzlich über Grundbuchauszüge und/oder Pachtverträge nachweisen, dass sie eine Berechtigung haben, ins Loh zu fahren. Es reichen Kopien, die an die genannte E-Mail-Adresse oder mit der Post geschickt werden. Die Durchfahrtsgenehmigungen werden dann zugeschickt. Wer Fragen zur Brückensperrung und zu den Umleitungen hat, kann sich über die Behördennummer 06103/115 informieren (ohne die Rathausvorwahl 203). (ble)

 

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