Fünf neue hauptamtliche Mitarbeiter

Verstärkung für die Langener Feuerwehr

„Unverzichtbar“: Stadtbrandinspektor Frank Stöcker (links), die zuständige Fachbereichsleiterin Heike Gollnow und Bürgermeister Jan Werner begrüßen zwei der fünf neuen Feuerwehrbeamten, Jonas Eisenhauer (links) und Nils Pieper.
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„Unverzichtbar“: Stadtbrandinspektor Frank Stöcker (links), die zuständige Fachbereichsleiterin Heike Gollnow und Bürgermeister Jan Werner begrüßen zwei der fünf neuen Feuerwehrbeamten, Jonas Eisenhauer (links) und Nils Pieper.

Die Feuerwehr Langen wird um fünf hauptamtliche Kräfte aufgestockt - auch mit Blick auf das schnelle Wachstum der Stadt. 

Langen – Wenn es brennt, kommt die Feuerwehr. Was viele für selbstverständlich nehmen, ist in Langen dem Einsatz von mehr als 100 Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr zu verdanken. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte rücken Jahr für Jahr zu hunderten Einsätzen aus. Doch ganz ohne hauptamtliches Personal geht es nicht: Die Festangestellten sorgen zum einen dafür, dass die notwendigen Hintergrundarbeiten im Referat Brand- und Zivilschutz, wie es offiziell heißt, erledigt werden und die mehr als 10 000 verschiedenen Ausrüstungsgegenstände jederzeit einsatzbereit sind. Und noch viel wichtiger: Sie sorgen tagsüber dafür, dass die sogenannte Tagesalarmsicherheit gewährleistet wird. Denn dann sind die Ehrenamtlichen meist an ihrer Arbeitsstätte – und die liegt oftmals nicht in Langen.

In den vergangenen Jahren war es immer schwieriger geworden, die gesetzlichen Vorgaben bei den sogenannten „hilfsfristrelevanten“ (sprich: dringlichen) Einsätzen zu erfüllen. Denn binnen zehn Minuten nach der Alarmierung muss ein erstes Fahrzeug am Einsatzort eintreffen, in dem ein Fahrzeugführer, ein Maschinist sowie je ein zweiköpfiger Angriffs- und Wassertrupp sitzen. Dazu werden ein Einsatzleiter und ein Feuerwehrangehöriger in der Zentrale benötigt. Somit sind in den ersten zehn Minuten acht Personen erforderlich. Bei nur neun Hauptamtlichen (die durch Urlaub, Krankheit, Fortbildung und Arbeitszeitregelungen nie alle gleichzeitig auf der Feuerwache sind) stand die Feuerwehr somit häufig vor der Entscheidung, entweder zu spät einzutreffen – oder pünktlich, aber unterbesetzt.

Vor diesem Hintergrund und auch mit Blick auf das rasante Wachstum der Stadt hatte die Stadtverordnetenversammlung im vergangenen November fünf weitere Stellen für Feuerwehrbeamte beschlossen. Damit liege Langen nun bei der Personalstärke der Hauptamtlichen etwa gleichauf mit Städten ähnlicher Größe und Einsatzhäufigkeit, heißt es aus dem Rathaus.

Vier von fünf der neuen Hauptamtlichen haben bereits ihren Dienst aufgenommen: Seit 1. Juni ist Fabian Rieth in der Feuerwache an der Darmstädter Straße beschäftigt, zum 1. August folgten Jonas Eisenhauer, Nils Pieper und Daniel Dauta Brito. Im September soll dann der fünfte neue Feuerwehrbeamte hinzukommen.

Bei der Begrüßung der „Neuen“ hob Bürgermeister Jan Werner die Bedeutung eines reibungslosen Zusammenspiels von haupt- und ehrenamtlichen Kräften hervor. „Unsere Freiwillige Feuerwehr ist mit ihren derzeit 114 Mitgliedern in der Einsatzabteilung hervorragend aufgestellt. Die Arbeit der hauptberuflichen Feuerwehrleute ist dennoch unverzichtbar. Zum einen, um die vollständige Einsatzbereitschaft jederzeit zu gewährleisten, und zum anderen, um eben an Werktagen das Eintreffen der ersten Helfer in der gebotenen Schnelligkeit und in ausreichender Stärke sicherzustellen“, so Werner. „Es geht dabei nicht nur um das Erreichen von zeitlichen Vorgaben, es geht primär um die Sicherheit unserer Einsatzkräfte ebenso wie unserer Bürgerinnen und Bürger“, betont der Rathauschef. (msc)

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