Gebühren für Volkshochschule

Weiterbildung wird etwas teurer

Langen - Auf höhere Gebühren für die meisten Lehr- und Freizeitangebote der Volkshochschule (Vhs) müssen sich deren Nutzer mit Beginn des Herbstsemesters einstellen. Von Holger Borchard 

Der Magistrat plant eine „moderate“ Preiserhöhung, die unter dem Strich die Einnahmeseite um 10.000 Euro verbessern soll.

„Die Kurse der Volkshochschule finanzieren sich aus Gebühren und öffentlichen Geldern“, schickt Erster Stadtrat Stefan Löbig zum Verständnis der geplanten Preisanhebung voraus. Um die Wirtschaftlichkeit der Vhs zu verbessern und die Attraktivität des Programms zu steigern, sollen die Preise ab 1. September laut Löbig „im vertretbaren Rahmen“ steigen. „Es ist die erste Erhöhung seit 2015, von der sich die Stadtverwaltung bei gleichbleibenden Anmeldezahlen jährliche Mehreinnahmen von etwa 10 000 Euro verspricht“, fügt der Erste Stadtrat hinzu. Das entscheidende Wort spricht wie üblich die Stadtverordnetenversammlung – und zwar in der Sitzung am 17. Mai.

Die Vhs-Gebühren sind nach Stoffgebieten und Angeboten gestaffelt und orientieren sich an einer Mindestteilnehmerzahl. Bisher lag der Standard-Obolus für 45 Minuten Unterricht bei 2,75 Euro; er soll nun auf drei Euro steigen. Wer Bastel- oder Gestaltungsseminare belegt, müsste ab Herbst 4,20 Euro bezahlen, erweiterte Kenntnisse beim Fotografieren, Filmen und Nähen wären für 3,75 Euro pro Dreiviertelstunde zu haben. Für „Deutsch als Fremdsprache“ sollen die Kursteilnehmer in Zukunft 20 Cent mehr (2,30 statt 2,10 Euro) aufbringen. Die gute Nachricht: Die bisherigen Ermäßigungen bleiben unverändert bestehen.

Bei den Schwimmkursen für Erwachsene oder dem Aquafitness-Training, die Vhs und Bäder- und Hallenmanagement-GmbH gemeinsam anbieten, lägen die Preise künftig bei 7,70 statt glatt sieben Euro, die ermäßigte Gebühr würde von fünf auf 5,50 Euro steigen. Einzelschwimmunterricht soll ab September 27,50 (25) Euro kosten und für Triathleten würden die Runden im Becken künftig 3,75 statt 3,60 Euro je Einheit kosten. Unverändert sollen die Preise für EDV-Schulungen, Yoga, Autogenes Training und die Stadtführungen bleiben.

„Die zusätzlichen Einnahmen sollen auch den freiberuflichen Lehrkräften zugutekommen“, sagt Löbig, „denn bei diesen stagnieren seit 2002 die Honorare – auch eine Konsequenz der Sparmaßnahmen vergangener Jahre.“ Auf Vorschlag des Magistrats sollen die Seminarleiter demnächst 22 statt 20,40 beziehungsweise 21 Euro erhalten. Bei „Deutsch als Fremdsprache“ soll es eine Erhöhung um einen Euro auf 25 Euro pro Unterrichtsstunde geben. 30 statt 29,67 Euro sollen die Trainer von Yoga, autogenem Training oder der progressiven Muskelentspannung bekommen. „Unsere Dozenten sind hoch qualifiziert, um das Niveau unserer Angebote zu halten, müssen wir die Honorarkräfte daher auch angemessen entlohnen“, schließt Stefan Löbig.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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