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Von Kinderarzt bis Neurologe: In Langen entsteht neues Ärztehaus

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Von: Manuel Schubert

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Wuchtig: Das neue Ärztehaus auf dem ehemaligen Post-Parkplatz nimmt Form an. Rechts im Bild ist die alte Post zu sehen, in der die Firma Salco ihr Büro hat und nächstes Jahr ein Rossmann einzieht.
Wuchtig: Das neue Ärztehaus auf dem ehemaligen Post-Parkplatz nimmt Form an. Rechts im Bild ist die alte Post zu sehen, in der die Firma Salco ihr Büro hat und nächstes Jahr ein Rossmann einzieht. © Strohfeldt

Die Firma Salco baut in Langen ein Ärztehaus. Mindestens sechs Praxen und eine Apotheke sollen einziehen

Langen – Wer durch die Flachsbachstraße läuft, wird seit Kurzem von Bannern in der Signalfarbe Rot förmlich angesprungen. „Hier entsteht das neue Ärztehaus“, steht darauf geschrieben. Das viergeschossige Gebäude, das die Firma Salco auf dem ehemaligen Post-Parkplatz errichtet, ist auch nicht zu übersehen. Der Rohbau steht bereits, erste Fenster sind schon verglast. „Viele wissen gar nicht, was wir hier bauen“, sagt Salco-Geschäftsführer Adrian Khalifé. Daher wolle man nun darauf hinweisen, dass hier „etwas mit Mehrwert für alle“ entsteht.

Ein Ärztehaus – eigentlich hatte das Langener Familienunternehmen mit der Immobilie etwas anderes vor. Ein Mix aus Praxisräumen, Wohnungen und Gewerbefläche, so lautete der Plan. Doch als erste Gespräche mit einem Arzt liefen und die städtische Wirtschaftsförderung weitere Kontakte herstellte, war das Interesse der Mediziner groß. So reifte der Plan, das ganze Gebäude zu einem innerstädtischen Ärztezentrum zu machen. „Das hat sich so entwickelt“, meint Khalifé.

Mit sechs Mietern ist sich die Baufirma mittlerweile einig. Bis Herbst 2022 sollen einziehen: eine Kinderärztin, eine Internistin, eine Gynäkologin, ein Kardiologe, eine Gemeinschaftspraxis für Neurologie und Psychiatrie sowie ein Schmerztherapeut. Und in der Gewerbefläche im Erdgeschoss soll eine Apotheke eröffnen. Zwei Interessenten gebe es bereits, erklärt Salco-Verkaufsleiter Kai Santelmann: einer aus Baden-Württemberg und ein weiterer aus Bayern. „Bei einem Ärztehaus“, findet Salco-Chef Khalifé, „gehört eine Apotheke einfach dazu.“

Alles im Blick: Salco-Geschäftsführer Adrian Khalifé hoch oben auf dem Baugerüst.
Alles im Blick: Salco-Geschäftsführer Adrian Khalifé hoch oben auf dem Baugerüst. © Strohfeldt

Im Dachgeschoss des Neubaus ist derweil noch Platz: Auf 300 Quadratmetern ließen sich zwei bis drei weitere Praxen unterbringen. „Ein HNO, Hautarzt oder Orthopäde wäre toll“, sagt Khalifé. „Auch ein Zahnarzt würde gut ins Konzept passen.“ Finden sich keine Mieter, könne man die restliche Fläche auch mit Wohnungen oder Büroräumen belegen. „Aber am liebsten würden wir das ganze Haus mit Praxen voll bekommen“, so Khalifé.

Punkten soll das neue Ärztehaus mit seiner guten Erreichbarkeit. „Das Fachärztezentrum in Krankenhausnähe hat sicher seine Berechtigung, aber für manche ältere Leute ist es nicht so einfach, dorthin zu fahren.“ In der Bahnstraße sei das leichter: Der Bus hält direkt vor der Tür, auf dem eigenen Parkplatz wird jede Praxis ein bis zwei Stellplätze für Patienten bekommen, auch der Jahn-Platz ist nur wenige Schritte entfernt. Die neue Tiefgarage unter dem Ärztehaus bleibt derweil dem Praxispersonal und den Salco-Angestellten vorbehalten, die direkt nebenan ihr Büro haben.

Denn parallel zum Bau des Ärztehauses renoviert Salco auch das ehemalige Postgebäude. Im geräumigen Erdgeschoss zieht bekanntlich Rossmann ein, die Schlüsselübergabe ist für Anfang März vorgesehen. Um weitere Büroflächen für Salco zu schaffen, wird das Gebäude zurzeit um eine Etage aufgestockt. Ende 2022 soll das gesamte Bauprojekt auf dem alten Postgelände fertig sein. Dann wird übrigens auch das markante Edelstahl-Kunstwerk, das einst die Fassade zierte, wieder aufgehängt: Es soll gut sichtbar an einem Aufzugschacht platziert werden, der zwischen den beiden Gebäuden entsteht. (Manuel Schubert)

„Wir sind Fans der Einbahnstraße“

Neben dem Projekt „B26 – Die alte Post“ (Rossmann, Salco-Büro und Ärztehaus) ist Salco an zwei weiteren Stellen der oberen Bahnstraße tätig. Weit vorangeschritten ist das „Stadtquartier“, Bahnstraße 37-43, mit seinen 54 Eigentumswohnungen, die zum Großteil schon verkauft sind. Der große Rewe-Markt im Erdgeschoss soll im zweiten Quartal 2022 eröffnen. Für die zweite Gewerbefläche sucht das Langener Bauunternehmen nach einem Gastronomiebetrieb – nicht einfach in Pandemie-Zeiten. Solange die Einbahnregelung auf der Bahnstraße gilt, plant Salco vor dem „Stadtquartier“ eine provisorische Außengestaltung mit E-Lastenrad-Sharing, eingetopften Bäumen und einer hölzernen Restaurant-Terrasse, um aufzuzeigen, wie die Fläche genutzt werden könnte. „Wir sind Fans der Einbahnstraße“, betont Salco-Chef Adrian Khalifé. In der Bahnstraße 3-7 entsteht bis Sommer 2023 das „BaLu“ mit 20 Mietwohnungen und einer Gewerbefläche, für die man nun auch einen „Frequenzbringer an der Angel“ habe, wie Verkaufsleiter Kai Santelmann verrät. Es handele sich um einen Discounter aus dem „Non-Food-Bereich“. (msc)

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