Amtszeit von Stadtrat Schneider endet

Nächste Wahl steht bald an

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Nachdem derBürgermeister für die kommenden sechs Jahre feststeht, ist noch die Stelle desErsten Stadtrats zu besetzen.

Langen - Nach der Wahl ist vor der Wahl – was nach dem ersten Urnengang am 2. Februar gilt, gilt auch nach der Stichwahl. Zwar steht jetzt fest, dass Frieder Gebhardt für weitere sechs Jahre Bürgermeister bleibt, doch nun rückt die Position des Ersten Stadtrats in den Fokus. Von Markus Schaible

Denn die Amtszeit von Klaus-Dieter Schneider endet (wie die des Bürgermeisters) am 30. Juni – und der gibt sich keinen Illusionen hin: „Ich weiß seit März 2011, wie die Mehrheiten in der Stadtverordnetenversammlung sind – und träumen tue ich in dieser Beziehung nicht“, sagt der 59-Jährige. Soll heißen: Seit der Kommunalwahl haben SPD und Grüne zusammen eine Mehrheit und können diese nutzen, das Amt zu besetzen. „Die Grünen haben nun erstmals – und vermutlich auch zum letzten Mal, da sie 2016 kaum wieder so gut abschneiden werden – eine Chance und die werden sie nutzen“, glaubt Schneider.

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„Ich wäre durchaus interessiert“, sagt Stefan Löbig dazu. Der Fraktionschef der Grünen wird seit Langem im Fall des (jetzt eingetretenen) Wahlsiegs von Frieder Gebhardt als Kandidat für den Posten gehandelt. „Es wird Gespräche geben“, ist sowohl von ihm als auch von SPD-Vorsitzender Monika Hoppe zu hören. Reines Machtkalkül war es aber nicht, das Löbig zum Unterstützer Gebhardts machte. Schon im Wahlkampf hatte er Jan Werner scharf angeschossen, zudem sei es ja nicht nur um das Thema Kies gegangen. Wobei er schon verstehen könne, dass einige deswegen extrem sauer auf ihn seien, wie er an vielen Mails merkte. „Ein Teil davon hat aber offenbar eingesehen, dass es noch mehr Punkte in Langen gibt.“

Die grüne Wahlempfehlung für Gebhardt(„wegen des Postens des Ersten Stadtrats“) hält Heinz-Georg Sehring (FWG-NEV, ebenfalls in Runde eins gescheitert) für mitentscheidend für den Sieg des Sozialdemokraten. Dazu komme der Brief der beiden Ehrenbürger Dieter Pitthan und Hans Hoffart an die Langener, aber wohl auch eine Zeitungsanzeige Werners kurz vor der Wahl. Die zeigte ihn mit dem kompletten Langener FDP-Vorstand vor der Flagge der Liberalen. „Damit wird er sozusagen zum FDP-Mann gemacht und das halte ich für unglücklich. Ohne den Liberalen nahe treten zu wollen, aber die FDP ist derzeit nicht gerade die Gewinnerpartei.“

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Für SPD-Chefin Hoppe war es auch ein „Ruck, der nach dem ersten Wahlgang durch Langen ging. Der ein oder andere hat sich gesagt: Jetzt muss ich wählen gehen.“ Das Ergebnis sei eine Herausforderung für die Partei: „Wir müssen uns überlegen: Wie machen wir weiter? Und wir werden einiges überdenken.“

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