Statistik weist 149 Trauungen für 2016 aus

Es wird wieder mehr geheiratet

Langen - Mehr Hochzeiten, mehr Geburten, weniger Sterbefälle: Das Langener Standesamt hat seine Statistik für das vergangene Jahr vorgelegt. Diese besagt auch, dass es bei den beliebtesten Vornamen sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungs eine „Wachablösung“ gab.

Vor wenigen Tagen erst hat die Asklepios Klinik einen neuen Geburtenrekord vermeldet: In dem Krankenhaus an der Röntgenstraße kamen 2016 insgesamt 944 Kinder zur Welt. Damit rückt die 1000er-Marke immer näher. Diese Bilanz weicht allerdings etwas von der ab, die der Langener Standesamtsleiter Klaus Treml jetzt vorlegt. Denn der Geburtstermin ist nicht identisch mit dem Tag der Beurkundung. Bis die Eltern nach der Niederkunft ins Standesamt kommen, dauert es im Durchschnitt zwei Wochen. So weist Tremls Statistik zwar die letzten Dezembertage 2015 mit aus, es fehlen dafür die aus dem vergangenen Jahr. 2016 hat das Standesamt 930 Geburten beurkundet. Aber auch das ist ein Rekord und eine Zunahme gegenüber 2015 von acht Geburten. Wie schon in der Vergangenheit dominiert das männliche Geschlecht mit 472 Jungen zu 458 Mädchen. Zwillingsgeburten waren Fehlanzeige, es gab allerdings drei Hausgeburten.

In der Asklepios Klinik gebären Mütter aus der ganzen Region. Dies ist maßgeblich für den Baby-Boom verantwortlich. Fakt ist nämlich, dass der Babywunsch bei den Langener Bürgern nicht auffallend ausgeprägt war. Es gab sogar einen leichten Rückgang von Eltern mit hiesigem Wohnort von 238 (2015) auf 221. Das machten die Auswärtigen aber mit einem Plus von 684 auf 709 Geburten wieder wett.

Bei den Mädchen-Vornamen war Sophie die unangefochtene Spitzenreiterin. Es folgten Marie, Mia, Elisabeth, Emma, Lea, die Vorjahressiegerin Marie und Sophia. Bei den Jungen machte Elias das Rennen. Dahinter lagen Leon, Paul, David, Ali, Ben und Finn. Luca, der Bestplatzierte von 2015, war nicht mehr unter den ersten Sieben.

Eine leichte Zunahme gab es bei den Eheschließungen, und zwar von 146 auf 149. Im Trausaal des Rathauses gaben sich 82 (2015: 80) Paare das Ja-Wort. Für Trauungen im Alten Rathaus ging die Nachfrage zurück. In dem klassizistischen Bauwerk mit seinem schönen Ambiente gab es 31 Feiern gegenüber 37 im Jahr 2015. Dafür stand die Merzenmühle höher im Kurs. Im Mühltal schifften sich 36 Paare (29) in den Hafen der Ehe ein. Dort kann die Hochzeitsgesellschaft von der Trauzeremonie gleich zur gedeckten Tafel in dem Restaurant wechseln.

Das perfekte Brautkleid finden

Nach den Worten von Klaus Treml spielt vor allem die Größe bei der Ortswahl eine Rolle. „Für das Alte Rathaus mit seinem stattlichen Saal im ersten Stock entscheiden sich eher Brautpaare mit vielen Gästen, in die Merzenmühle kommen vorzugsweise kleinere Gesellschaften“, schildert der Standesamtsleiter seine Erfahrungen.

Offenbar werden die Menschen in Langen immer älter. Zumindest sind nach der Statistik weniger gestorben: 546 im Vergleich zu 625 im Jahr 2015. Davon waren 268 Männer und 278 Frauen. 224 Verstorbene kamen aus Langen. Der hohe Anteil aus anderen Kommunen ergibt sich wie bei den Geburten auch aus der Existenz der Asklepios Klinik und zudem der beiden Alten- und Pflegeheime.

Einen kleinen Schönheitsfehler allerdings hat die Bilanz: In den Zahlen des Standesamtes sind auswärts beurkundete Eheschließungen, Geburten und Sterbefälle Langener Einwohner nicht enthalten.

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