Kitabetrieb noch 2021

Sportpark Oberlinden: Konzept für Erweiterung liegt vor

Der Sportpark Oberlinden soll im Bestand gesichert, aber auch erweitert werden. Die ersten konkreten Projekte sind die Sport-Kita (oben rechts, pink eingekreist) und die neue Sporthalle (schwarzer Kreis). Plan: Stadt/Planergruppe ROB
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Der Sportpark Oberlinden soll im Bestand gesichert, aber auch erweitert werden. Die ersten konkreten Projekte sind die Sport-Kita (oben rechts, rosa eingefärbt) und die neue Sporthalle (blaues Rechteck daneben).

Auch wenn Vereinssport gerade durch die Corona-Pandemie weitgehend lahmgelegt ist – es werden wieder bessere Zeiten kommen. So richtig Lust darauf machen die Pläne für die Weiterentwicklung des Sportparks Oberlinden. Die Stadt legt nun ein erstes Konzept vor.

Langen –Der bietet heute schon Anlagen und Plätze für Fußball, Tennis, Leichtathletik, Basketball, Faustball und etliches mehr, soll aber noch moderner und größer werden – und eine Kita beherbergen. Für den Bau letzterer hatten die Stadtverordneten im November die Weichen gestellt.

Der Bebauungsplanentwurf für das Areal an der Berliner Allee fußt im Wesentlichen auf den Ideen, die im Sportentwicklungsplan festgeschrieben und somit von der Stadtverordnetenversammlung als Ziele vereinbart wurden. Sportliches Herzstück ist die neue Vier-Felder-Sporthalle. Mehrere mögliche Varianten sind von Planern, Gutachtern und vor allem den Vertretern der im Sportpark vertretenen Vereine – Turnverein, 1. FC Langen, Tennisklub – auf ihre Machbarkeit überprüft worden. „Das jetzt vorgelegte Konzept ist Konsens zwischen allen Beteiligten und berücksichtigt fast alle Wünsche und Anforderungen der Vereine“, erklärt Bürgermeister Jan Werner.

Bestandsbauten in Langen rechtlich absichern

Zudem soll der Bestand auf dem Gelände laut Stadt endlich planungsrechtlich abgesichert werden. Denn nicht alle Bauten und Anlagen wurden in der Vergangenheit baurechtlich genehmigt. Durch die Lage im Wald müssen nun sowohl für diese als auch für neu geplante Anlagen umwelt- und naturschutzrechtliche Bestimmungen berücksichtigt werden. Somit ist im Bestand aktuell keine Weiterentwicklung möglich. Durch einen Bebauungsplan kann dieses Problem mit gelöst werden.

Etliche der Ideen sind eher mittelfristig für eine Realisierung vorgesehen. Doch beim Neubau der Vier-Felder-Sporthalle nördlich der Sehring-Halle könnte es zügig gehen: Denn die Stadt hat Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ beantragt und hofft auf zwei Millionen Euro. Das Gesamtprojekt ist mit 4,5 Millionen Euro veranschlagt. „Wir hoffen, im März einen Bescheid aus Berlin zu erhalten. Dann könnte recht bald mit den Bauplanungen begonnen werden“, sagt Joachim Kolbe, zuständiger städtischer Fachbereichsleiter für Sport. Turnverein, Stadt und die Bäder- und Hallenmanagement Langen GmbH, die auch Sportstätten errichten und betreiben darf, prüfen aktuell verschiedene Möglichkeiten der Realisierung.

Langener Sport-Kita soll schon in der zweiten Jahreshälfte ihren Betrieb aufnehmen

Schon dieses Jahr soll es mit der Sport-Kita losgehen: Sie soll im zweiten Halbjahr zunächst mit einer Interimslösung in Fertigbauweise für drei Gruppen (75 Plätze) ihren Betrieb aufnehmen. „Damit können wir die Kita-Warteliste wieder ein Stück weit abbauen“, sagt Bürgermeister Werner. Der TVL hat sich dafür mit dem freien Träger Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Hessen (ASB) zusammengetan. Bis 2024 soll die Erweiterung auf fünf Gruppen am endgültigen Standort im Norden des Sportparks am Anfang der Bornbruchschneise erfolgen.

Die Planung für das Gesamtareal umfasst ferner langfristig ein Sportvereinszentrum mit einer Kindersportschule und einer Vereinsgaststätte anstelle der heutigen Georg-Sehring-Halle und eine zentrale Parkplatzanlage. Daran angrenzend ist eine auch für Veranstaltungen nutzbare Multifunktionsarena vorgesehen, daneben ein Fitnessstudio mit Outdoorduschen für Außensportarten. Ersatz für die Beachvolleyballfelder soll im Süden geschaffen werden. Der Tennisklub bekommt die Aussicht auf eine neue Halle in der Mitte seiner heutigen Anlage, Ersatzplätze sind im Südwesten seines Areals vorgesehen. Für den FCL ist ein weiterer Kunstrasenplatz im Süden in der Planung. Perspektivisch soll noch eine zusätzliche Kaltlufthalle, ebenfalls im Süden, errichtet werden. Besonderer Clou wird ein Rundlaufkurs, teilweise auf Waldwegen.

Im Parlament

Mit dem Konzept befasst sich der Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr in seiner morgigen Sitzung (27. Januar). Endgültig beschlossen werden soll es in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 18. Februar.

Doch es handelt sich bisher nur um ein erstes Konzept (siehe Infokasten). Im folgenden Bebauungsplanverfahren würde als nächster Schritt ein Vorentwurf erarbeitet, mit dem die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden erfolgt. „Mit dem Entwurf ist ein weiterer Schritt zur nachhaltigen Verbesserung der sozialen Infrastruktur für den Vereins-, Breiten- und Schulsport getan“, betont Werner. Er gebe den Rahmen vor, in dem sich der Sportpark Oberlinden entwickeln kann. „Auch wenn es sicher noch ein paar Jahre dauert, bis alle Projekte angegangen werden können, haben wir ein lohnenswertes Ziel, auf das wir hinarbeiten können.“  (jrd)

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