Heimatkunde

Geheimnis um Krater im Wald gelüftet – Fund aus dem Zweiten Weltkrieg 

Funde im Wald: Der Langener Reinhold Werner hat die Gegenstände, die in einem Krater nahe der B 486 aufgetaucht sind, einer Flakstellung aus dem Zweiten Weltkrieg zugeordnet.
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Funde im Wald: Der Langener Reinhold Werner hat die Gegenstände, die in einem Krater nahe der B 486 aufgetaucht sind, einer Flakstellung aus dem Zweiten Weltkrieg zugeordnet.

Im Wald bei Langen (Kreis Offenbach) findet eine Frau Glassplitter und geschmolzenes Aluminium. Es sind Zeugnisse des Zweiten Weltkrieges. 

  • In einem Wald bei Langen (Kreis Offenbach) findet eine Frau Glassplitter
  • Es ist ein Fund aus dem Zweiten Weltkrieg
  • Das steckt dahinter

Langen – Der Zweite Weltkrieg in Langen endete ziemlich genau vor 75 Jahre mit dem Einmarsch von US-Truppen. Zufällig, aber passend zu den Geschehnissen zum Kriegsende hat eine engagierte Umweltschützerin, die den Dreck und Abfall ihrer Mitmenschen einsammelt und entsorgt, den Heimatkundigen Reinhold Werner auf eine auffällige Stelle imLangener Stadtwald aufmerksam gemacht: einen Krater von etwa zehn Metern Durchmesser. 

Langen: Fund aus Zweitem Weltkrieg

In unmittelbarer Nähe konnte der Heimatkundige Gegenstände sichern, die nicht zum Dreck des 21. Jahrhunderts gehörten. Es waren unter anderem Glassplitter, original und geschmolzen, geschmolzenes Aluminium und ein angeschmolzener Schalter.

Diese „Dinge“ hat Werner gesäubert und versucht, sie in einen heimatkundlichen Zusammenhang zu bringen. Dabei half – nach einem Hinweis der Denkmalbehörde des Kreises Offenbach – dem Heimatkundigen in Reihen des Verkehrs- und Verschönerungsvereins der Atlas für Siedlungskunde von Karl Nahrgang. Er beschreibt im Kapitel „Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges“ unter anderem den „Heimatschutz rund um Frankfurt und Offenbach durch Flakregimenter, die durch Flakscheinwerfer unterstützt wurden“. 

Fund aus Zweitem Weltkrieg in Langen: Was dahinter steckt

Einer dieser Flakscheinwerfer hatte seine Stellung direkt neben der heutigen B 486 in Langen und ist in einer Karte von Nahrgang dort eingezeichnet. Insbesondere die Scherben des geriffelten Glases geben laut Werner einen möglichen Hinweis auf passendes Scheinwerferglas und damit zur Nahrgang-Nummer 3/299, der Bezeichnung eines Flakscheinwerfers. 

Langen: Eine Frage bleibt weiter offen

Offen bleibt die Frage, warum das Glas, das Aluminium und auch der Schalter geschmolzen sind. Der Trichter lässt zwar vermuten, dass die Stellung von einer Bombe getroffen wurde und es so zum Schmelzen der Gegenstände kam. „Aber das kann heute, nach 75 Jahren, nicht mehr geklärt werden“, bilanziert Werner.  

ble 

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