Verbrechen

„Aktenzeichen XY“ (ZDF): Frau wird in Wald vergewaltigt – Ermittler erhalten Hinweise

Phantombild eines mutmaßlichen Vergewaltigers.
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Mit diesem Phantombild fahnden die Ermittler nach dem mutmaßlichen Vergewaltiger von Bad Orb.

In Bad Orb (Main-Kinzig-Kreis) wird eine Frau im Gebüsch vergewaltigt. Nach der Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ im ZDF gehen bei der Polizei neue Hinweise ein.

  • In einem Wald bei Bad Orb wird eine Frau im Sommer 2019 Opfer sexueller Gewalt.
  • Der Fall wurde in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ behandelt.
  • Die Behörden suchen nach einer bestimmten Familie als Zeugen.

Update vom Montag, 15.03.2021, 10.15 Uhr: Beim Polizeipräsidium Südosthessen sind am Wochenende (13./14.03.2021) wieder zahlreiche Hinweise zu der Vergewaltigung in einem Waldstück in Bad Orb im Main-Kinzig-Kreis eingegangen. Der Fall wurde am vergangenen Mittwoch (10.03.2021) in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ gezeigt. Wie ein Sprecher der Polizei bestätigte, seien es inzwischen etwa 50 neue Zeugenhinweise. „Der ganz heiße Tipp war allerdings noch nicht dabei“, erklärte er.

Die Polizei geht nun sämtlichen Hinweisen nach. Unter den gut 50 Tipps sei laut Polizeisprecher aber auch „etwas vielversprechendes“.

„Aktenzeichen XY“: Vergewaltigung im Wald – Wichtige Zeugen gesucht

Update vom Donnerstag, 11.03.2021, 10.26 Uhr: Die Polizei hat in der Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ im ZDF nach Hinweisen gesucht, die zur Ergreifung eines mutmaßlichen Vergewaltigers führen sollen. Nach der Sendung, aber auch schon in den Tagen davor, habe es mehrere Hinweise gegeben, wie die Polizei auf Anfrage mitteilt. Bereits nach der Veröffentlichung des Phantombildes vor einigen Tagen hätten sich mehrere Zeugen gemeldet. Die Hinweise würden nun ausgewertet.

Weiterhin suchen die Beamten nach einer Familie, die sich während der Wanderung in Bad Orb im Main-Kinzig-Kreis mit dem Opfer unterhalten hatte. „Wir bitten die Familie, oder auch Zuschauer, die die Familie kennen, sich umgehend mit uns in Verbindung zu setzen“, sagte Oberstaatsanwalt Mies im ZDF.

„Aktenzeichen XY ungelöst“ im ZDF: Im Wald vergewaltigt ‒ Polizei sucht nach Familie

+++ 21.11 Uhr: Mit einem Beitrag in der Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ im ZDF erhofft sich die Polizei ein Vorankommen im Fall einer schweren Vergewaltigung im Juni 2019 im südhessischen Bad Orb. In einem kurzen Film illustrierten nachgestellte Szenen, wie sich der Urlaubsaufenthalt einer 48-Jährigen in dem Ort aus Sicht des Opfers abgespielt hat und wie es zur Vergewaltigung in einem Waldstück nahe des Parkplatzes „Friesenheiligen“ kam.

Es handelte sich dabei um eine „besonders schwere Vergewaltigung“, wie der Hanauer Oberstaatsanwalt Dominik Mies in der Sendung erklärte. Das Opfer habe sich länger als eine Stunde in der Gewalt des mit einem Messer bewaffneten Täters und damit in einer ausweglosen Situation befunden. Im Film seien nicht alle Details gezeigt worden, weil das zu schwer zu ertragen sei. Dem Opfer gehe es „den Umständen entsprechend gut“, berichtete Mies. Die Frau habe eine starke Persönlichkeit, was es einfacher mache, das Geschehene zu verarbeiten. „Klar ist aber auch, dass einen ein solcher Fall sicher nicht loslässt“, resümierte Mies.

Der Täter, der als eine ambivalente Persönlichkeit beschrieben wird, hat nach Angaben des Opfers verschiedene Dinge über sich preisgegeben. Etwa, dass er an Krebs erkrankt gewesen war und einen Sohn hat, der nichts von ihm wissen wolle. Allerdings ist laut Staatsanwaltschaft nicht sicher, ob diese Angaben wahr sind.

Vergewaltigung: Zeugen auf Parkplatz und Aussichtspunkt nahe Bad Orb (MKK) gesucht

Weitere Hinweise auf den Täter erhofft sich die Staatsanwaltschaft in zweierlei Hinsicht: Zum einen gab das Opfer an, sich während ihrer Wanderung auf dem Molkenberg nahe Bad Orb mit einer Familie unterhalten zu haben. Der Vater habe ein Foto von ihr an dem Aussichtsturm gemacht und ihr den Rückweg auf einer Karte gezeigt. Er habe sich als „Leonardo“ vorgestellt, Bayern als Wohnort und Kroatien als Herkunft angegeben. Seine Frau, die sich als „Ute“ vorgestellt habe, sei für einen Reha-Aufenthalt in Bad Orb gewesen. Die beiden hatten ihren achtjährigen Sohn im Schulkindalter dabei. „Wir bitten die Familie, oder auch Zuschauer, die die Familie kennen, sich umgehend mit uns in Verbindung zu setzen“, sagte Oberstaatsanwalt Mies im ZDF.

Zum anderen erhofft sich die Staatsanwaltschaft Hinweise von Menschen, die sich am Samstag, 1. Juni 2019, gegen 16.45 Uhr am Parkplatz „Friesenheiligen“ und damit in der Nähe des Tatorts aufgehalten haben. Es sei möglich, so Oberstaatsanwalt Mies, dass der Täter dort vor der Tat ein Fahrzeug abgestellt und damit um kurz nach 16.45 Uhr den Tatort verlassen habe. „Wir haben daher die Hoffnung, dass jemand Beobachtungen oder vielleicht sogar Fotos auf diesem Parkplatz gemacht hat“, erklärte Mies.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Gelnhausen unter der Hanauer Rufnummer 06181/100-123 entgegen.

Vergewaltigung in Bad Orb wird Thema bei „Aktenzeichen XY“ im ZDF

Update von Mittwoch, 10.03.2021, 15.45 Uhr: Nach einer Vergewaltigung im südhessischen Bad Orb erhofft sich die Polizei einen entscheidenden Hinweis: Der Fall ist Teil der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“. Eine Frau wird bei einem Spaziergang im Juni 2019 von einem unbekannten Mann bedroht und über längere Zeit im Gebüsch vergewaltigt. Polizei und Staatsanwaltschaft fahnden bereits seit Mitte Februar mit einem Phantombild nach dem Täter von Bad Orb.

Ein Sprecher der Polizei Südosthessen teilte auf Nachfrage mit, dass bereits einige Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen seien. Der Fall aus Bad Orb habe in der Bevölkerung eindeutig für Bewegung gesorgt. Immer mehr Menschen würden sich melden und angeben, den gezeigten Mann auf dem Phantombild zu kennen. Die Ermittler gehen derzeit allen Hinweisen nach - eine entscheidende Spur habe es bislang allerdings noch nicht gegeben. Über die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ erhoffen sich die Ermittler nun noch einmal neue Spuren.

Vergewaltigung in Bad Orb (Main-Kinzig): Polizei fahndet öffentlich nach dem Täter

Obwohl das Verbrechen im Main-Kinzig-Kreis mittlerweile fast zwei Jahre zurückliegt, konnte der Täter noch nicht gefasst werden. Neben dem Phantombild hat die Polizei bei der öffentlichen Fahndung auch eine Beschreibung des mutmaßlichen Vergewaltigers veröffentlicht:

  • Der Gesuchte ist etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß,
  • zwischen 40 und 48 Jahre alt,
  • schlank mit leichtem Bauchansatz,
  • blonden Haaren und leichtem Dreitagebart.

Bekleidet war der Mann mit einem khakifarbenen T-Shirt, einer hellgrau melierten, kurzen Jogginghose mit Seitentaschen und grauen oder blauen Turnschuhen mit blauen Schnürsenkeln.

Szene aus der Sendung „Aktenzeichen XY“ (ZDF): Eine Spaziergängerin ruht sich aus, als ein Fremder auftaucht und sie bedroht.

Große Hoffnung setzen die Ermittler der Kriminalpolizei auch auf die Gegenstände, die dem Mann bei der Tat in Bad Orb aus der Tasche gefallen waren: ein Klappmesser und ein blaues Schlüsseletui. Beides wird in der Sendung am Abend im ZDF gezeigt werden. Die Staatsanwaltschaft Hanau sowie die Kriminalpolizei bitten um Hinweise unter der Rufnummer 06051 827-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle. Außerdem werden Hinweise an die Ermittler am Mittwochabend (10.03.2021, 20.15 Uhr) direkt im ZDF-Studio entgegengenommen.

Nach Vergewaltigung in Bad Orb: Fall wird bei „Aktenzeichen XY ungelöst“ gezeigt

Erstmeldung von Freitag, 05.02.2021: Bad Orb – In einem Wald bei Bad Orb im Main-Kinzig-Kreis kommt es im Sommer 2019 zu einer Vergewaltigung. Auch nach anderthalb Jahren ist die Tat noch nicht aufgeklärt. In der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ wird der Fall daher noch einmal aufgerollt. Die Ermittler hoffen durch die Ausstrahlung im Fernsehen womöglich entscheidende Hinweise auf den Täter zu bekommen. Gezeigt wird der Fall in der ZDF-Sendung am Mittwoch, 10. März, um 20.15 Uhr.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei saß das Opfer, eine 48 Jahre alte Frau, am 1. Juni 2019 auf einer Bank im Wald am Rande eines Wanderwegs. Dort soll sie von dem bislang unbekannten Täter unter anderem mit einem Messer bedroht und einen Abhang hinuntergestoßen worden sein, berichtet die Polizei. Nachdem er sie in ein Gebüsch gezerrt hatte, soll er das Opfer vergewaltigt haben – dabei gehen die Ermittler davon aus, dass sich die Tatausführung über eine längere Zeitspanne hinzog.

„Aktenzeichen XY ungelöst“: Vergewaltigung in Bad Orb im Main-Kinzig-Kreis

Den Angaben der Polizei zufolge verschwand der psychisch auffällige Täter nach der Vergewaltigung in die grobe Richtung Molkenberg. Die Staatsanwaltschaft Hanau und die zuständige Kriminalpolizei in Gelnhausen fahnden mittlerweile mit einem Phantombild nach dem Gesuchten. Live in die Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ zugeschaltet wird auch der Oberstaatsanwalt Dominik Mies von der Staatsanwaltschaft Hanau, der den Fall in Bad Orb im Main-Kinzig-Kreis an dem Abend nochmals näher beleuchten wird.

Hinweise an die Ermittler werden an dem Abend der Sendung direkt im ZDF-Studio entgegengenommen. Darüber hinaus können sie auch bei der Kriminalpolizei unter der Nummer 06181/100-123 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle abgegeben werden.

Nach Vergewaltigung in Bad-Orb im Main-Kinzig-Kreis: Die meisten Täter kennen ihre Opfer

Zu den häufigsten Mythen über Vergewaltigungen gehört die Vorstellung, bei den Tätern handelte es sich um schreckliche Gestalten, die urplötzlich aus dem Nichts über ihre Opfer herfallen. In der Realität kennt bei sexuellem Missbrauch jedoch jeder dritte Täter seine Opfer, in 48 Prozent der Fälle handelt es sich dabei um den eigenen Partner, berichtet die Informationsseite „sexuellegewalt.be“.

In 13 Prozent der Fälle handelt es sich um einen Bekannten, in zehn Prozent um ein Familienmitglied und in sieben Prozent um eine Person aus dem beruflichen Umfeld des Opfers. In mindestens zwei Drittel der Fälle zieht sexuelle Gewalt dauerhafte Auswirkungen auf die Gesundheit der Opfer nach sich. Folgen einer Vergewaltigung stufen Experten zudem „als posttraumatischen Stress ein, genauso wie bei Kriegszeugen“, so die Informationsseite „sexuellegewalt“. (red)

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