Schnellere Abklärung durch Gesundheitsamt

Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen sich über Bürgertelefon melden

Seniorin und Telefon
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Das Bürgertelefon des Main-Kinzig-Kreises bietet Beratung bei Fragen zum Corona-Virus.

Nach wie vor fallen sämtliche weiteren Tests auf den Coronavirus aus dem Bereich des Main-Kinzig-Kreises negativ aus. Insbesondere die Ausweitung der Reisebeschränkungen und -warnungen in und zu Italien hatten Nachfragen unter den Bürgern ausgelöst.

So lautet der Zwischenstand des Kreisgesundheitsamts von Dienstagnachmittag. „Es bleibt aktuell bei nur einem bestätigten Fall in Hanau“, so die Mitteilung. „An der Situation hat sich also im Vergleich zum Vortag nichts geändert.“

Zunehmende Reisebeschränkungen sorgen für Nachfragen bei den Bürgern

Trotzdem häufen sich die Nachfragen der Bürger bezüglich der zunehmenden Reisebeschränkungen. Das zeigte eine Vielzahl der rund 160 Anrufe am Bürgertelefon, die sich auch am Dienstag um Urlaube in beziehungsweise berufliche Kontakte zu Italien drehten.

„Gerade Südtirol ist ein beliebtes Reiseziel, viele Skiurlauber kehren nun zurück, einige von ihnen zeigen Erkältungssymptome. Aber daraus braucht nicht in jedem Fall eine 14-tägige Auszeit von Beruf, Ausbildung oder Freizeitaktivitäten zu resultieren. Hier wollen wir schneller zu einer individuellen medizinischen Empfehlung kommen, daher hat das Gesundheitsamt reagiert und insbesondere die Abklärungsphase mit Reiserückkehrern beschleunigt“, erklärt Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. 

Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen sich über Bürgertelefon melden

Der Main-Kinzig-Kreis setzt analog zu Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts den Umgang mit Bürgern aus Risikogebieten fort. Wer nach seiner Rückkehr keinerlei Krankheitssymptome aufweist und auch keinen Kontakt zu einem nachweislich mit Coronavirus infizierten Menschen gehabt hat, wird lediglich erfasst und kann ansonsten ganz normal seinen Alltag bestreiten. 

Dazu bittet das Gesundheitsamt sich über das Bürgertelefon unter 0 60 51/8 51 00 00 zu melden. Wer sich krank fühlt, hat zunächst zu Hause zu bleiben, was unabhängig von Covid-19 ohnehin gilt. 

In diesem Fall ist eine Meldung ans Gesundheitsamt unter genannter Nummer aber umso wichtiger. Je nach fachlicher Beurteilung können die Amtsärzte einen Corona-Test kurzfristig anordnen. 

Fällt das Ergebnis negativ aus, braucht es gegebenenfalls nicht die vollen zwei Wochen häusliche Isolierung. Sobald sich die Person wieder gesund fühlt, kann auch sie ganz normal wieder an den Arbeits- und Ausbildungsplatz zurückkehren.

14-tägige häusliche Absonderung für Personen, die Kontakt mit Infizierten hatten 

Unverändert strikt bleiben hingegen die Auflagen für Personen, die mit einem nachweislich am Coronavirus Erkrankten engen Kontakt hatten; für sie gilt die 14-tägige häusliche Absonderung. 

„Die Entwicklung rund um das Coronavirus ist sehr dynamisch und der weitere Verlauf kann auch von den Fachleuten nicht vorhergesehen werden. Wir arbeiten anhand der Faktenlage bei uns in der Region und koordinieren unsere Vorgehensweise in Abstimmung mit dem Sozialministerium und mit anderen Kreisen unter Beachtung der jeweils aktuellen Hinweise des Robert-Koch-Institutes. Das heißt, dass unser Gesundheitsamt sensibel mit Verdachtsfällen umgeht und häusliche Isolierung anordnet, wo es infektiologisch angemessen ist. Gleichzeitig wollen wir nicht, dass das öffentliche Leben im Übermaß eingeschränkt wird. Von daher sind die beschleunigten Testungen derzeit ein hilfreiches Vorgehen“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete Simmler. 

Fragen rund um den Umgang mit Verdachtsfällen oder zum Coronavirus allgemein liefert das Robert-Koch-Institut auf seiner Homepage www.rki.de. Darüber hinaus gibt es eine Hotline des Landes Hessen, die täglich von 8 bis 20 Uhr unter 08 00/5 55 46 66 erreichbar ist. Das Bürgertelefon des Main-Kinzig-Kreises ist von montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr sowie freitags bis sonntags von 9 bis 15 Uhr unter 0 60 51/8 51 00 00 weiterhin geschaltet.jow

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