Zu viel Regen in kurzer Zeit

Alle Pumpen im Betrieb in Bruchköbel

Hatten in der Nacht von Samstag auf Sonntag nur wenig Schlaf: die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Bruchköbel.
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Hatten in der Nacht von Samstag auf Sonntag nur wenig Schlaf: die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Bruchköbel.

Bruchköbel – Viele Bruchköbeler haben den Wolkenbruch verschlafen. Doch der Stark-regen in der Nacht von Samstag auf Sonntag, in dessen Folge die Feuerwehr eine Reihe von Kellern und Garagen im Bruchköbeler Osten leerpumpen musste, war einer der intensivsten und längsten der vergangenen Jahre.

Laut Björn Schutt, stellvertretender Bauamtsleiter der Stadt Bruchköbel, sind gleich alle sechs Pumpen angesprungen, die bei Starkregen verhindern sollen, dass die Kanalisation im Stadtgebiet an ihre Kapazitätsgrenze stößt. „Das haben wir seit mindestens zehn Jahren nicht mehr gehabt“, sagt Schutt.

Pumpen schaffen 5000 Liter in der Sekunde

Die Pumpen sind im Bruchköbeler Süden installiert und haben zusammengenommen eine Pumpleistung von rund 5000 Litern pro Sekunde. Um die Geräte auszulasten, muss schon einiges vom Himmel kommen. „Das verdeutlicht die Intensität der Regenfälle“, so Schutt. Die Pumpen werden mit einem Dieselmotor betrieben und springen automatisch an, wenn eine gewisse Wassermenge erreicht ist. Sie hätten in der Nacht eine gute Arbeit geleistet, denn an ihre Kapazitätsgrenzen sei die Kanalisation in der Regennacht nicht gestoßen – zumindest nicht generell, sondern nur punktuell, bilanziert der Fachmann. Vielmehr sei es Oberflächenwasser gewesen, das zu den Feuerwehreinsätzen geführt habe.

Dies bestätigt auch die Feuerwehr: „Bei unseren Einsätzen hat es sich vor allem um Garagenabfahrten gehandelt, auf denen sich das Wasser am tiefsten Punkt gesammelt habe und dann ins Gebäude eingedrungen ist.“ In einem Mehrfamilienhaus an der Lindenallee habe man mehr als zwei Stunden gebraucht, um das Wasser wieder aus der Tiefgarage abzusaugen. Schutt präzisiert das Problem mit den Garagenabfahrten. „In der Nacht hat es an manchen Stellen bis zu 25 Liter auf den Quadratmeter geregnet. Bei einer breiten Garageneinfahrt mit einer Fläche von rund 30 Quadratmetern kommt in sehr kurzer Zeit schon eine Menge Wasser zusammen.“ Ein Sprecher der Feuerwehr beschrieb die Lage: „Im Bereich Buchenweg und Lindenallee hatten wir Kellerräume, die etwa zehn bis 15 Zentimeter hoch mit Wasser vollstanden.“ Im Buchenweg betraf dies zwei Gebäude, bei denen das Wasser jedoch nach und nach von alleine abfließen konnte. „Hier war der Rückstau im Kanal einfach kurzzeitig so groß, dass kein Regenwasser von den betreffenden Grundstücken abfließen konnte. Diese Lage änderte sich aber nach einigen Minuten, wodurch die Feuerwehr keine Pumpen mehr zum Einsatz bringen musste“, so der Sprecher weiter.

I-Sauger im Einsatz

An besagtem Ort war die Feuerwehr rund eine Dreiviertelstunde vor Ort, um mit I-Saugern das Wasser zu entfernen. In einem Fall sei das Wasser durch eine gerissene Bodenplatte nach oben gedrückt worden, so der Sprecher der Bruchköbeler Feuerwehr.

Trotz der Intensität der Regenfälle hat Bruchköbel schon Schlimmeres erlebt: Die Lage sei insgesamt übersichtlich geblieben und nicht so kritisch gewesen wie in umliegenden Kommunen, bilanzierte die Wehr.(Holger Weber)

Zum Einsatz kamen sogenannte I-Sauger: Damit leerten die Feuerwehrleute Keller und Garagen.

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