Tiefgarage soll in städtischer Hand bleiben

Bruchköbel: Arbeiten in der Innenstadt schneller als geplant - Rohbau soll vor Weihnachten stehen

Darin wird bereits geparkt: Große Teile der Tiefgarage sind bereits passierbar, nach Fertigstellung soll die Bewirtschaftung in städtischer Hand bleiben.
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Darin wird bereits geparkt: Große Teile der Tiefgarage sind bereits passierbar, nach Fertigstellung soll die Bewirtschaftung in städtischer Hand bleiben.

Bruchköbel – Auf der Baustelle in der Bruchköbeler Innenstadt geht es schneller voran als ursprünglich geplant. Statt im Frühjahr wird der Rohbau des künftigen Bruchköbeler Stadthauses voraussichtlich noch vor Weihnachten fertiggestellt werden. „Wir sind unserer Zeitplanung derzeit zwei Monate voraus“, kalkuliert Bruchköbels Bürgermeisterin Sylvia Braun.

Anfang Oktober werde die Bodenplatte lückenlos fertig sein. In der Folge wird sich auch neben dem Stadthaus etwas tun. Für den Baustart des Rewe-Marktes wird ein vierter Kran auf dem Gelände aufgebaut. Der Bauantrag für den Discounter sei bereits eingereicht worden und in Arbeit, sagte die Bürgermeisterin.

Sie wies in ihrem Baustellenbericht noch einmal auf die Vollsperrung des Inneren Rings hin. Für die Versorgungsanschlüsse an die öffentliche Wasserleitung, Kanal- und Gasleitung wird die Straße im Zeitraum 21. September bis voraussichtlich 19. Oktober nicht passierbar sein.

Dafür wird es an der Hauptstraße, wo die Brücke über den Krebsbach verbreitert wird, voraussichtlich nicht zu den befürchteten Verkehrsbehinderungen kommen. Die Fahrbahn soll während der gesamten Brückenbauarbeiten, die nach Schätzungen der Verwaltung bis Anfang nächsten Jahres dauern werden, wie auch jetzt zweispurig befahrbar bleiben. Nur der Parkstreifen am Bürgerhaus werde gesperrt, um die Zufahrt zum Parkplatz am Fritz-Horst-Platz zu sichern.

Neues gibt es auch in Sachen Tiefgarage: Zwar steht das endgültige Konzept zur Bewirtschaftung der rund 220 Parkplätze unter dem Stadthaus und dem Discounter noch nicht fest. Doch eins zeichnet sich jetzt ab: Die Stadt will das Steuer nicht aus der Hand geben: „Nur wenn die Tiefgarage funktioniert, funktioniert auch das Stadthauskonzept“, so Braun. Das heißt: Die Preisgestaltung, die Öffnungszeiten und auch andere wichtige Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit dem Stadthaus als Veranstaltungsort will die Stadt selbst bestimmen.

Laut Braun gebe es daher die Option, die Tiefgarage selbst zu bewirtschaften, oder aber die Bewirtschaftung komplett in die Hände eines Dienstleisters zu geben. Option eins würde bedeuten, dass die Stadt für den Service zusätzliches Personal einstellen müsste.

Bei der Vergabe an einen Dienstleister würde die Stadt sämtliche Leistungen nach außen geben, könnte aber bei der Preisgestaltung Vorgaben machen. Der Nachteil: Alle Dienstleistungen müssten ausgeschrieben werden. Und ob der billigste Betreiber am Ende auch der beste ist, darf zumindest angezweifelt werden.

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