Schwimmbad

Bruchköbel: Freibad im Corona-Modus - Gästeansturm bleibt aus

+
Im Freibad Bruchköbel hält sich die Anzahl der Gäste nach der Wiedereröffnung in Grenzen. Für die, die da sind, gelten neue Regeln.

Das Freibad in Bruchköbel hat der corona-bedingten Schließung wieder geöffnet. Die Besucher sind noch zurückhaltend, Schwimmer haben Grund zur Freude.

Bruchköbel – Freitagvormittag im Bruchköbeler Freibad: Am dritten Tag nach der Wiederöffnung unter Corona-Vorzeichen sind rund 20 Badegäste im Bad. Überwiegend sind es Senioren.

Ruhig seien die ersten Tage gewesen, bestätigt Andrea Frohnapfel den Eindruck. „Wir hatten am ganzen Tag maximal 110 Gäste“, erzählt die Leiterin des Frei- und Hallenbads.

Schwimmbad in Bruchköbel: Neue Kasse wegen Sicherheitsabstand

Der normale Eingang ist geschlossen. Dafür sind am DLRG-Haus mit Sperrgittern Eingangs- und Ausgangsgänge abgetrennt, auf dem Boden mahnen Markierungen, den nötigen Sicherheitsabstand einzuhalten.

Die neue Kasse ist in einer Holzhütte am Ende der Absperrgitter untergebracht. Eine ältere Dame zeigt ihre Dauerkarte dort vor und will wissen, wie warm denn das Wasser ist.

Noch hat es kühle 22 Grad. „Aber ab nächster Woche werden es voraussichtlich 23 bis 25 Grad werden“, sagt Frohnapfel. Den eingefleischten Schwimmern macht die Temperatur des Wassers allerdings wenig aus.

Schwimmer freuen sich über Ruhe in Freibad in Bruchköbel

Elke Verfonderen kommt sogar aus Schöneck zwei Mal wöchentlich nach Bruchköbel, um ihre Bahnen zu ziehen. Zu den vier Monaten corona-bedingter Schwimm-Abstinenz sagt sie: „Das Schwimmen hat mir schon gefehlt.“ Immer morgens schwimmt sie 1,5 Kilometer, das Bruchköbeler Bad schätzt sie wegen der Ruhe.

„Hier kann man schön seine Bahnen schwimmen.“ Klar hätte Corona einige Einschränkungen auch im Schwimmbad nach sich gezogen. „Aber alles ist klar geregelt, das ist okay, und wenn man nur Schwimmen will, ist das sogar von Vorteil“, sagt die junge Frau.

Freibad Bruchköbel: Nur die Schwimmbecken sind geöffnet

Tatsächlich sind zwar das große und das Nichtschwimmerbecken geöffnet, aber sonst auch nicht viel mehr. Die Rutsche ist ebenso abgesperrt, wie alle Bänke am Beckenrand. Und die Wiesen rund um Babybecken und Trampolin sind aktuell noch mehr Baustelle als Erholungsgebiet. Denn seitlich am Gebäude sind große Erdhaufen aufgeschaufelt.

Die Warmwasserrohre waren marode, berichtet Frohnapfel. Die Arbeiten seine dringend gewesen und sollen voraussichtlich Mitte Juli beendet sein. Weil also aktuell nur die Wiesen am DLRG-Haus und an der Rutsche zur Verfügung stünden, können täglich jeweils maximal 250 Personen ins Bad gelassen werden.

Zwei Zeitfenster für Schwimmer im Freibad Bruchköbel

Der Hygieneplan der Stadt sieht zwei Zeitfenster täglich vor, von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. Wenn die große Hauptwiese wieder zur Verfügung steht, dann könnten wieder jeweils 600 Menschen ins Bad, so Frohnapfel. Allerdings dürfen im großen Becken zeitgleich maximal 125 und im kleinen maximal 60 Personen schwimmen.

Die Eintrittskarten sind vorläufig nur im Holzhäuschen hinter der DLRG erhältlich. In der kommenden Woche soll laut Information auf der städtischen Homepage zusätzlich ein Online-Ticketportal freigeschaltet werden. Ab diesem Zeitpunkt soll im Bürgerbüro zusätzlich ein eingeschränktes Kartenkontingent verkauft werden.

Freibad Bruchköbel: Ansturm der Besucher bleibt aus

Noch hält sich der Besucheransturm in Grenzen. Auch nachmittags seien die Gästezahlen überschaubar, so die Badleiterin. Gerade Jugendliche, die sonst im Sommer das Freibad bevölkern, hätten sich noch nicht im Bad eingefunden.

Um den Hygieneplan einzuhalten, musste das Team von Frohnapfel verstärkt werden. Zu den vier Fachangestellten am Becken wurde ein zusätzlicher Schwimmmeister eingestellt. Ebenso eine zusätzliche Reinigungskraft.

Gäste dürfen sich in Bruchköbeler Freibad nicht rund um die Becken aufhalten

Im Bereich rund um die Becken sollen sich keine Gäste dauerhaft aufhalten, darum sind dort alle Bänke abgesperrt. Eine Dusche dient als Eingang zum Schwimmbereich, eine andere als Ausgang. Kreisverkehr ist auch im Becken angesagt.

Das Wichtigste sei die Einhaltung des Sicherheitsabstandes, betont Frohnapfel. Allerdings könnten ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht das Ordnungsamt ersetzen und kontrollieren. Sie appelliert darum auch an die Selbstverantwortung der Badbesucher.

Zu diesen zählen auch wieder die Vereine. Undina, DLRG, das Tria-Team und demnächst auch der Tauchclub Aquarius haben in den Randzeiten das Schwimmbad ihr Training wieder aufgenommen.

Quelle: Hanauer Anzeiger

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare