Freiwillige Feuerwehr

Beschluss steht: Feuerwehr Butterstadt bekommt Gerätehaus

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Die Freiwillige Feuerwehr Butterstadt bekommt ihr neues Gerätehaus.

Die Freiwillige Feuerwehr Butterstadt kann aufatmen: Trotz der enormen Kostensteigerung wird das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut.

  • Freiwillige Feuerwehr Butterstadt bekommt Gerätehaus
  • Kosten müssen eingespart werden
  • Ein anderes Bauprojekt soll verschoben werden

Bruchköbel – Die Butterstädter bekommen ihr neues Feuerwehrgerätehaus. Mit einer Bedingung: Die Kostensteigerung, die bekanntlich rund 700 000 Euro beträgt, muss von der Stadt an anderer Stelle wieder eingespart werden.

Sanierung einer Brücke wir verschoben

Dies sieht der Beschluss vor, der im Stadtparlament gefällt wurde. Voraussichtlich wird dafür die Sanierung der Brücke in der Hainstraße warten müssen, für die rund eine halbe Million Euro vorgesehen waren.

Die verbleibenden 200 000 Euro kommen aus den Fördertöpfen des Landes Hessen. Zieht man die 800 000 Euro hinzu, die für das Gebäude bereits in den Haushalt für 2020 eingestellt waren, hinzu, belaufen sich die Gesamtkosten also auf 1,5 Millionen Euro.

Bürgermeisterin will Feuerwehr nicht im Stich lassen

Auf Grundlage dieser Kalkulation hatte Bürgermeisterin Sylvia Braun vor der Abstimmung noch einmal eindringlich dafür geworben, die Feuerwehr in Butterstadt jetzt nicht im Stich zu lassen – trotz der fast doppelt so hohen Kosten, die offenbar gar nicht so unerwartet waren, wie es bisher den Anschein hatte.

Bereits vor zwei Jahren habe es in der Verwaltung neue Schätzungen gegeben, die eine eindeutige Steigerung der Baukosten im Vergleich zum Gerätehaus in Oberissigheim zum Ergebnis gehabt hätten.

Baukosten verdoppeln sich: Vorwürfe an Ex-Bürgermeister

„Warum die neuen Schätzungen nicht gleich im Haushalt berücksichtigt worden sind. Darüber kann man nur spekulieren“, sagte Braun. Deutlicher wurde Harald Hormel vom Bruchköbeler Bürgerbund (BBB): „Verantwortlich dafür war Bürgermeister Günter Maibach.“

Weil die Mehrkosten durchaus erwartbar gewesen seien, scheide auch die Möglichkeit aus, sie in einem Nachtragshaushalt abzubilden, erklärte Sylvia Braun. Diese Variante hätte der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Sliwka bevorzugt. Dessen Kalkulation fiel im Übrigen noch wesentlich höher aus.

Kalkulation mit noch höheren Kosten

Denn zu den 1,5 Millionen für den Bau müsse man noch 250 000 Euro für den Erwerb des Grundstücks addieren sowie mögliche Rückbaukosten für das bisherige Feuerwehrgerätehaus. Sliwka bilanzierte dadurch Gesamtkosten von zwei Million Euro, wenngleich ein Rückbau desFeuerwehrgerätehauses bisher nie ein Thema war.

Kritisiert wurde die Sliwka’sche Kalkulation deshalb besonders hart von der FDP-Fraktionsvorsitzenden Katja Lauterbach. „Sie führen hier Kosten auf, die es gar nicht gibt.“ Sliwkas Vorstoß, die haushalterische Vorgehensweise erst noch einmal im Rahmen eines Haupt- und Finanzausschusses überprüfen zu lassen, zog der Fraktionschef dann selbst nach zwischenzeitlicher Beratung mit seiner Fraktion wieder zurück und verzichtete auf einen Verweisungsantrag.

SPD stimmt nicht mit CDU überein

Eine nicht unerhebliche Rolle mag dabei auch die Position derSozialdemokraten gewesen sein, die einmal mehr ihrem Koalitionspartner die Gefolgschaft verweigerten. Monika Pauly erklärte, dass die Sozialdemokraten mit dem Vorschlag der Bürgermeisterin, die Brückensanierung zugunsten des Gerätehauses zu schieben, durchaus leben könnten.

Somit fiel der Beschluss fast einstimmig. Nur CDU-Fraktionschef Sliwka sowie seine Parteifreundin Andrea Grosse enthielten sich ihrer Stimme. Grünen-Chef Fraktionschef Uwe Ringel, der in der Ausschusssitzung noch eine mögliche Zusammenlegung der Stadtteilfeuerwehren als Option ins Spiel gebracht hatte, sagte, man könne sich durchaus der Argumentation der Bürgermeisterin anschließen.

Feuerwehr Butterstadt zuletzt mit wichtigen Einsätze

Braun hatte eingangs noch einmal auf die Notwendigkeit hingewiesen, an dem Projekt festzuhalten. Nur durch Butterstadt könne die Hilfsfrist von zehn Minuten eingehalten werden. Zudem seien die Butterstädter mit zwölf aktiven Einsatzkräften ein wichtiger Bestandteil der gesamten Bruchköbeler Feuerwehr.

Ihre Einsatzfähigkeit und die Bedeutung des Standorts hätten sie nicht zuletzt bei einem Waldbrand in Bruchköbel sowie beim Brand eines Reiterhofs in Neuberg unter Beweis gestellt.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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