Bildung

CDU fordert Gymnasium für Bruchköbel - Gespräche laufen bereits

Sind sich bereits über den Standort einig: CDU-Stadtverbandsvorsitzende Karina Reul sowie der Landtagsabgeordnete Max Schad.
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Sind sich bereits über den Standort einig: CDU-Stadtverbandsvorsitzende Karina Reul sowie der Landtagsabgeordnete Max Schad.

In Bruchköbel ist der Wahlkampf mit dem Thema Bildung eröffnet worden. Die CDU fordert in einer Mitteilung, Bruchköbel solle ein Standort für den gymnasialen Bildungszweig werden.

Bruchköbel - Die bildungspolitische Landkarte des Main-Kinzig-Kreises habe einen schwarzen Fleck, im Westkreis fehle ein Gymnasium. Kinder aus Bruchköbel, Nidderau, Erlensee, die bisher den gymnasialen Bildungszweig schon ab der fünften Klasse absolvieren möchten, haben bisher durch eine Kooperationsvereinbarung des Main-Kinzig-Kreises mit der Stadt Hanau die Möglichkeit, die beiden Gymnasien der Stadt Hanau, die Karl-Rehbein-Schule und die Hohe Landesschule, oder den gymnasialen Bildungsgang der Otto-Hahn-Schule (Kooperative Gesamtschule mit Oberstufe) zu besuchen.

Gymnasien: Keine Kooperation mehr mit der Stadt Hanau

Die Verantwortlichen der Stadt Hanau haben nun angekündigt, aus Kapazitätsgründen, Hanau wächst, die Kooperation nicht über das Schuljahr 2024/2025 hinaus weiter anbieten zu können. Im Klartext heißt das, dass eine Lösung für die gymnasial geeigneten Schüler des Westkreises gefunden werden müsse, so die CDU.

„Wir setzen uns dafür ein, auf dem Bildungscampus Bruchköbel eine adäquate Lösung für die Schüler zu finden, die die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt“, erklärt Karina Reul, Kreistagsabgeordnete, Vorsitzende der CDU Bruchköbel und Lehrerin an der Otto-Hahn-Schule in Hanau. Auf dem Gelände befinden sich bereits die Heinrich-Böll-Schule (IGS) und das Lichtenberg-Oberstufengymnasium. Darüber hinaus gebe es zwei Turnhallen, das Rudolf-Harbig-Stadion und freie Flächen. Dies seien gute Voraussetzungen für den Standort.

Gespräche mit dem Kreis bereits im Sommer

Das Thema ist freilich nicht neu. Bürgermeisterin Sylvia Braun (FDP) hat nach eigenen Angaben bereits im Spätsommer Gespräche mit der Kreisspitze über dieses Thema geführt, wie sie gestern mitteilte. „Ich freue mich, dass die CDU meine Initiative unterstützt“, sagt sie. Die Idee habe eine positive Resonanz gehabt beim Kreis. Im Grunde sei der Plan eine logische Konsequenz aus den Überlegungen zum Huxit, also der von Hanau angestrebten Kreisfreiheit. „Gemeinsam können wir so unseren tollen Schulstandort weiter stärken“, sagt Braun.

Der Schulstandort in Bruchköbel Nord: Laut CDU und FDP bringt der Ort mit Harbig-Stadion und zwei Sporthallen die besten Voraussetzungen mit.

In ihrer Partei, der FDP, wird das Schulthema ebenso als eines der Top-Themen im anstehenden Wahlkampf gehandelt. „Zwei Parteien, eine Idee“, lautete die Reaktion von Fraktionschefin Katja Lauterbach. Bruchköbel brauche ein Gymnasium, um den kommenden Bedarf des Umlands auch in den nächsten Jahren gut abdecken zu können. Der Kreis müsse den Eltern ein gymnasiales Angebot machen, wenn die Schulen in Hanau künftig nicht mehr zur Verfügung stünden. Die FDP weist auch auf Wachstumsflächen neben dem Harbig-Stadion hin, um den steigenden Bedarf abdecken zu können.

Lichtenberg-Oberstufengymnasium wird modernisiert

Bei einer Besichtigung der Bauarbeiten rund um das Lichtenberg-Oberstufengymnasium, das seit Jahren kontinuierlich durch den Schulträger Main-Kinzig ausgebaut und modernisiert wird, habe man die Möglichkeiten des Standorts Bruchköbel bereits vor einigen Wochen mit dem Landtagsabgeordneten Max Schad erörtert, so Reul. Ihm sei als Kreistagsabgeordneten die Notwendigkeit einer Lösung für die Familien im Westkreis bewusst.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU Bruchköbel, Thomas Sliwka, betont zudem, dass es besonders wichtig sei, mit den Verantwortlichen des Main-Kinzig-Kreises, der Heinrich-Böll-Schule und des Lichtenberg-Oberstufengymnasiums in den Dialog zu treten, um eine konsensuale Lösung herbeizuführen. „Das mächtige Potenzial, welches der Standort Bruchköbel bietet, gilt es bei größtmöglicher Übereinstimmung zu nutzen. Wir wollen, dass die gymnasial geeigneten Kinder in absehbarer Zukunft in Bruchköbel beschult werden“, so Reul und Sliwka.  how

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